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In Ergänzung meines Eingangskommentars auf der FB-Seite „Mölmsche Politik“ und in Beantwortung eines dortigen und insbesondere auf mich bezogenen Kommentars.

Der Abdruck dieses Kommentars hier auf NetzKolumnist.com erfolgt deshalb, da es mir nicht möglich ist, diesen Kommentar auf der FB-Seite „Mölmsche Politik“ zu posten. Dieser Kommentar bezieht sich auf einen dortig geposteten Beitrag, bzw. auf  Kommentierungen dazu.

Sehr geehrte Frau Mobini, leider gehen auch Sie am Kern der gesellschaftspolitischen Misere vorbei. Denn es geht nicht darum, wie die WAZ-Redaktion auf den Gedanken gekommen sein mag, ob also per Presse-Mitteilung oder ob „persönlich unterlegt“, diesen Artikel am 23. Dezember zu veröffentlichen. Immerhin ist das ein als Artikel verpackter Kommentar von Herrn Dennis Vollmer und nicht eine Presse-Mitteilung, die zur Informierung der Öffentlichkeit von der WAZ-Redaktion ins Netz gestellt worden wäre, um im Sinne eines Sprachrohrs der Mülheimer Lokal-Politik zu fungieren.

Auf den suggestiven Charakter dieses Artikels will ich an dieser Stelle nicht eingehen, denn aus dem folgenden könnte sogar weit besser deutlich werden, wo die Ursache für die aktuelle Entwicklung _primär_ zu suchen ist.

Ein exemplarisches Beispiel für die aktuelle Misere:

Mülheims VHS startet im Januar mit nur 230 Kursen“.

Schaut man sich das Bild zu diesem, die VHS-Kurse betreffenden Artikel an, könnte der Eindruck entstehen, daß zwar wenige, aber dafür wenigstens _sorgfältigerweise_ beste Ersatzräume gesucht und gefunden worden seien. Nun, damit stellt sich die WAZ-Redaktion endgültig auf die falsche Seite. Denn tatsächlich zeigt das Photo einen der bestens für Kurse geeigneten Räume der _geschlossenen_ VHS. Um was mag es sich also bei dieser „Nachricht“ handeln? Nun, es handelt es sich um ein exemplarisches Beispiel für Manipulation der öffentlichen Meinung zur Aufrechterhaltung des schönen Scheins.

(__Wie sagte der Verantwortliche für den ImmobilienService dieser Stadt im Jahre 2013 [_sinngemäß_] zutreffend: Das VHS-Gebäude sei eines, das ihm am wenigsten Sorgen bereite, da seien andere in einem viel schlechteren Zustand. Tja, und von 2013 bis heute hat sich daran quasi nichts geändert.__)

Also möge die WAZ-Redaktion endlich selbst recherchieren, wie die Situation für die Masse der Kursteilnehmer seit der _aktionistischen_ Nacht-und-Nebel-Schließung der VHS aussieht, und das Ergebnis dieser Recherche mit den Aussagen abgleichen, die von den Verantwortlichen in Verwaltung und Rat der Stadt Mülheim über sie an die Öffentlichkeit dringen — und dann beides in einem Artikel veröffentlichen … Gewiß, das wird nicht geschehen: Denn wie sollte es die Aufgabe von Journalisten sein, Journalisten zu seien und keine Gesundbeter?

Vor _diesem_ Hintergrund ist es, daß u.a.

(__und von mir keineswegs gutgeheißene__)

Reaktionen von seiten jener Leute kommen, die einem immer weiter zunehmenden sozialen Druck ausgesetzt sind

(__und ansonsten keine [__gehört werdende__] Artikulationsmöglichkeiten haben__),

der immerhin von seiten der Politik verursacht wird, oder was bedeutet Politik?

Und wie geht die politische Seite mit sich beschleunigend zunehmender Aggressivität auf sogenannten SocialMedia-Plattformen um? Wird die Politik-Richtung selbst in Frage gestellt, die immerhin für solche Symptome die Ursache liefert und die von der bundesrepublikanischen- und EU-Ebene bis hinunter auf die kommunale Ebene durchschlägt? Nein, denn, wie es so ist, entspringt das politische Tun einer ideologischen Vorgabe, muß diese Vorgabe durchgezogen werden, egal welchen sozialen Druck das erzeugt und noch befeuert. Deshalb kommt man dann _ausschließlich_ auf die Idee, Gesetze zu verschärfen, obwohl die Anwendung der existierenden völlig ausreichte. Oder man verabschiedet ein Gesetz und zeigt damit nur, daß heutzutage Politik vor allem eines ist:

Aktionismus.

Und dieser politische Aktionismus wird dann über selbsternannte Qualitätsmedien kommuniziert. Wird die Masse der Menschen aber über aktionistische Politik informiert, bedeutet das tatsächlich, daß sie desinformiert wird.

(__Das obige, die VHS-Kurse betreffende Beispiel ist geradezu exemplarisch für Desinformation auf kommunaler Ebene.__)

Folglich zeichnen sich Qualitätsmedien nicht dadurch aus, daß deren Infos fakenews-jenseitig wären, sondern dadurch, daß die dort beschäftigten schreibenden Mitarbeiter, allgemein meist als Journalisten bezeichnet, vor allem die Nähe zu den politischen Entscheidungsträgern suchen, anstatt die notwendige Distanz zu wahren und statt dessen unabhängige Recherche zu betreiben, was sie übrigens erst zu Journalisten werden ließe.

Ein weiteres exemplarisches Beispiel für politischen Aktionismus und für Desinformation, und diese Desinformation wurde sowohl von seiten der politisch-administrativen als auch der medialen Seite betrieben, denn davon ist nichts über die sogenannten Qualitätsmedien an die Öffentlichkeit gedrungen, ist das in der letzten Sitzung des Bundestages vor der Sommerpause verabschiedete NetzDG (__Netzwerkdurchsetzungsgesetz__), das sich, wie Sie wissen, gegen zunehmende Aggression im Internet richten soll und seit Oktober gilt. Wie dieses Gesetz zustande gekommen ist, könnte das folgende YouTube-Video verdeutlichen, d.h. ich habe es auf die Aufzeichnung der Abstimmungsphase eingestellt.

Wie aus dem Video hervorgeht, waren ca. 60 der 630 Abgeordneten bei der Abstimmung anwesend. Wer das für eine repräsentative Demokratie als zureichend bezeichnen will, soll das tun, muß aber wissen, daß er sich damit jenseits demokratischer Mindeststandards bewegt.

Bezeichnend ist deshalb, daß weder einer von den wenigen anwesenden Abgeordneten die Beschlußfähigkeit angezweifelt hat noch von seiten des Bundestagspräsidenten diese angezweifelt worden ist.

Weiter zeigt das Video ein fragwürdiges Abstimmungsverhalten der wenigen Anwesenden der Fraktion Bündis90/Die Grünen.

Aus dem Protokoll dieser Bundestagssitzung geht weder die Anzahl der Ja-Stimmen noch der Nein-Stimmen noch der Enthaltungen noch das seltsame Abstimmungsverhalten der Fraktion Bündnis90/Die Grünen hervor.

Aber das ist noch nicht alles. Denn was bekommt man von seiten der Auskunft des Deutschen Bundestages als Antwort, stellt man, also bezogen auf diese Abstimmung, folgende Frage:

ZITAT […] Auch nach der Durchsicht des Plenar- und des amtlichen Protokolls kann ich nicht herausfinden, wie viele Abgeordnete am 30.6.2017 bei der 244. Sitzung bei der Abstimmung zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz anwesend waren und wie das Abstimmungsergebnis war. Ich bitte hierüber Auskunft zu erhalten […] ZITATENDE

Nun, die Antwort liest sich wie folgt:

ZITAT […] die genaue Zahl, wie viele Abgeordnete tatsächlich abgestimmt haben und wie, können wir leider nicht ermitteln. In derselben Sitzung fand allerdings die namentliche Abstimmung zur „Ehe für Alle“ statt, aus der hervorgeht, daß 623 Stimmen abgegeben wurden. Daraus läßt sich vage schließen, daß es zur Abstimmung zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz ebenso viele waren. Man könnte lediglich die Videos der Sitzung durchsehen und hoffen, daß die Kameras das genaue Stimmverhalten lückenlos eingefangen haben. […] ZITATENDE

(__Die Korrespondenz-eMails liegen mir vor.__)

Schaut man sich das oben verlinkte Video an, wird deutlich, daß die Aussage des Videos eine völlig andere ist als jene offizielle, per eMail erteilte Antwort.

Als was würden Sie diese Antwort bezeichnen, Frau Mobini?

Nun, ich will Ihnen sagen, als was _ich_ diese Antwort bezeichne: als dreiste Lüge.

Denn der unbedarfte Leser gewinnt den Eindruck, daß hier in diesem Land auf allen politischen Ebenen alles sorgfältig gehandhabt würde und total demokratisch zugehe.

Objektiv betrachtet aber ist festzustellen (__d.h. die beiden obigen Beispiele stehen für viele__), daß wir es mit einer politischen Ordnung zu tun haben, die zwar Demokratie-Optik zeigt, tatsächlich aber vergleichbar mit Laminat ist, denn das weist mitunter auch Holzoptik auf, ist aber kein Holz.

Nun, Frau Mobini, das ist ein etwas ausgeleuchteter und doch lediglich kleiner Teil des Hintergrundes, vor dem, aus meiner Sicht, die aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklung zu sehen ist, und die zu meinen, wenn auch rhetorisch zu verstehenden Fragen geführt hat, die ich abschließend in meinem Eingangskommentar zu jenem oben verlinkten, auf der FB-Seite „Mölmsche Politik“ geposteten WAZ-Artikel stelle: „Woher mag also die zunehmende Aggressivität kommen? Und vor allem: Wo mag die hinführen?“ …


*  *  *


Im folgenden meine Erwiderung auf die Kommentierung meines obigen Statements, das ich eigentlich auf der FB-Seite „Mölmsche Politik“ gepostet haben wollte, aber aus „technischen Gründen“ nicht möglich war, so wie es sich mit diesem folgenden Statement verhält, das ich ebenso aus „technischen Gründen“ dort nicht posten konnte:

@ Andrea Mobini _ Nun, Frau Mobini, wenn Sie sich bei gesellschaftlichen Symptomen aufhalten, nicht aber auf deren Ursachen eingehen wollen, ist das Ihre Sache. Genau das ist aber mein Anliegen. Möglicherweise liegt darin der Grund, daß wir keine gemeinsame Gesprächsebene finden können.

Sie schreiben, daß meine Kritik an den schreibenden Mitarbeiter der WAZ überzogen sei. Ich gehe davon aus, daß Sie jene schreibende Mitarbeiterin der WAZ meinen, die jenen, die Misere um die Konsequenzen der aktionistischen Schließung der VHS schönschreibenden Artikel verfaßt hat. Was sollte aber daran überzogen sein, weist jemand darauf hin, daß dieser, beispielhaft genannte Artikel, zur Desorientierung der öffentlichen Meinung beiträgt? Gewinnt doch der Leser den Eindruck, alles sei auf dem richtigen Weg, schwierig zwar, aber die machen das schon, also braucht man sich argumentativ gar nicht mehr mit den Kritikern der tatsächlichen Misere auseinanderzusetzen: sind ja sowieso alles nur gewaltbereite Nörgler. — So, oder so ähnlich könnte ein Leser assoziieren, und das ist nicht übertrieben interpretiert, sondern derartig läuft das in den Köpfen ab …

Hier haben Sie übrigens die Klammer, die diesen WAZ-Artikel von Frau Tessaring mit jenem Artikel des Herrn Vollmers verbindet, in dem in der Tat vermengt wird: Haßkommentare _ wutentbranntes Wettern gegen VHS-Schließung. Ja, sogar aus Sachsen soll sich jemand dagegen empört haben …

Na, das ist nun wirklich unerhört, und belegt offenbar, zumindest laut Zitierung in diesem Artikel, daß das ein Beleg für eine gut organisierte Gruppe sei, die gezielt bundesweit Konflikte anheize. — Heute genügt es offenbar, irgendwelche Behauptungen in den Raum zu stellen, insbesondere dann, paßt’s ins Bild. Nun, Journalismus sieht anders aus …

Meine an diesem VHS-Schönschreibartikel geübte Kritik hatte ich übrigens auf die FB-Seite der WAZ gepostet. Eine Kommentierung daraufhin ist allerdings nicht erfolgt.

Wie man aber eine Kritik als überzogen bezeichnen kann, die auf das grundlegende Geschäft von Journalisten zielt, erschließt sich mir nicht. Wenn Sie also schon diese notwendige, das Selbstverständnis von Journalisten betreffende Kritik als überzogen bezeichnen, nun, dann brauchen wir uns gar nicht weiter zu unterhalten. Deshalb lassen Sie mich diese kommentierende Antwort lediglich noch zu Ende bringen …

Sie behaupten weiterhin, daß ich Themen vermenge. Das ist objektiv falsch, Frau Mobini. Das ist schon deshalb objektiv falsch, da es sich um gesellschaftliche Themen handelt, und da ist es weit schwieriger

(__wenn auch von ideologischen Politikern praktiziert__),

Themen auseinanderzuhalten als sie zu vermengen. Gewiß, hätte ich das Problem von Meinungsmanipulation, grundsätzlich falscher, also ideologisch geprägter Politik, mit dem „Klimawandel“ vermengt, dann, Frau Mobini, müßte ich Ihnen recht geben, brauchte ich aber insofern nicht, da mir eine solche Vermengung gar nicht unterlaufen würde.

Das heißt nichts ist von mir vermengt, sondern, wie geschrieben, der manipulative und der fragwürdige politische Hintergrund etwas ausgeleuchtet worden, vor dem ein Journalist seine Betrachtungen über aktuelle Themen anzustellen hat. Es sei denn er versteht sich als inoffizielle Propaganda-Abteilung der offiziellen Politik.

Wie Sie den Zusammenhang nicht erkennen können, wenn Sie mir vorwerfen:

Das ganze jetzt mit der Ratssitzung und VHS zu vermengen halte ich für unredlich!

Nun, Frau Mobini, vermengt hat Herr Vollmer in seinem Artikel:

Haßkommentare _ wutentbranntes Wettern gegen VHS-Schließung _ Ja, sogar aus Sachsen soll sich jemand dagegen empört haben.

Hingegen ist es so, daß jenes, was Sie als „Ratssitzung“ bezeichnen, eine wichtige Bundestagssitzung war, in der u.a. beschlossen worden ist, daß ab Oktober ein Gesetz zu gelten habe (__NeztDG__), das zu allem möglichen dienen wird, nicht aber zum Abbau von Aggressionen beitragen kann, immerhin handelt es sich dabei um ein gesellschaftliches Phänomen, dem nicht dadurch beizukommen ist, daß ein Ventil verschlossen wird, hingegen die falsche Politik beibehalten, bzw. der soziale Druck für die Masse der Menschen nicht nur nicht abgebaut, sondern sogar weiter erhöht wird.

Und wenn ich in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam mache, daß die Art und Weise der dieses Gesetz betreffenden Abstimmung nicht nur nicht demokratischen Mindeststandards entsprochen hatte, sondern auf Nachfrage hin, eine _bewußt_ falsche Aussage als Antwort gegeben worden ist, dann weist das auf ein die Grundlagen der in diesem Land herrschenden politischen Ordnung betreffendes Problem hin.

Und wenn dieses grundlegende Problem von Journalisten der selbsternannten Qualitätsmedien nicht benannt wird, die Menschen aber sowohl in Mülheim als auch bspw. in Stuttgart, oder in einer Stadt in Sachsen oder sonst wo in Europa über ähnliche Erfahrungen mit sie direkt oder indirekt betreffenden politischen Entscheidungen verfügen, nun, dann gibt es entsprechende symptomatische gesellschaftliche Entwicklungen. Steuert man dann nicht beizeiten _konstruktiv_ politisch gegen, entwickelt sich eine, politisch _konstruktiv_ nicht mehr haltbare gesellschaftliche Situation.

Abschließend möchte ich noch auf Ihren letzten Satz eingehen, auch wenn der in Teilen eher gedeutet werden muß, als daß der in sich verständlich wäre:

Warum man so heftig reagiert, wenn Bedrohungen gegenüber Politiker*innen so einen Unmut bei Ihnen hervorruft , erschließt sich mir nicht,

Wie muß ich das verstehen: Ich reagiere heftig, da Bedrohungen gegen Politiker bei mir Unmut auslösen? Oder muß ich das so verstehen: Ich reagiere heftig und mit Unmut, daß Bedrohungen gegen Politiker überhaupt zum Thema gemacht werden?

In beiden Fällen wäre das eine Unterstellung, Frau Mobini, für die Sie die Begründung in meinen diesbezüglichen Kommentaren finden müßten. Was Sie dort tatsächlich finden können, ist die _nicht_ isolierte Betrachtung eines gesellschaftlichen Phänomens, das sich u.a. in Aggressionen ausdrückt, die sich gegen Politiker richtet. Was Sie dort hingegen _nicht_ finden können, ist ein Gutheißen solcher Aggressionen.

Im abschließenden Teil Ihres Satzes (__oder sollten das zwei sein?__), schreiben Sie:

Zur Berichterstattung der VHS und dem Unmut darüber, kann man auch reagieren in dem man die Redaktion direkt anschreibt.

Na, da kommen Sie selbst auf eines der grundlegenden Probleme zu sprechen:

Es hat keine Auswirkungen, schreibt man einen Kommentar oder gar einen Brief an eine dieser Redaktionen, findet sich darin substantielle Kritik. Habe nicht nur ich X-fach praktiziert, bzw. erlebt. Es kann sogar passieren, daß man bezogen auf ein Ereignis substantiell falsch zitiert wird. Nachdem man den entsprechenden Redakteur nicht nur darauf aufmerksam gemacht hat, sondern auch eine Richtigstellung verlangt, kann es geschehen, daß man etwa ein oder zwei Wochen auf Antwort warten muß, deren Tenor folgender ist: Oh, da habe ich Sie in der Tat falsch zitiert, genügt es Ihnen, wenn ich mich hiermit entschuldige, oder wollen Sie eine Gegendarstellung haben? Was im privaten Bereich eine Petitesse sein kann und mit einem persönlichen Entschuldigen getan ist, verhält sich bei Falschzitierung anders, die kann nämlich unangenehme Konsequenzen haben. Der Redakteur hätte die Richtigstellung also von sich aus bringen müssen und nicht erst auf nochmalige Aufforderung hin.

Nur, Frau Mobini, wer liest das dann noch, wenn die erste Nachricht, die also gar keine richtige Nachricht war, längst ins Bewußtsein der Masse der Leser gedrungen ist? Genauso verhält es sich aber mit diesen beiden WAZ-Artikeln, von denen der eine (__die VHS direkt betreffende__) so beispielhaften wie den anderen Artikel bestätigenden Gehalt aufweist: beide haben groß herausgestellten, massensuggestiven Charakter. Was sollte da ein Kommentärchen noch bewirken? Nichts, wie die Erfahrung lehrt. Zumal es so ist, daß viele erst gar nicht den ganzen Artikel eines Autors lesen, sondern meist nur die Headline und die ersten fettgesetzten Zeilen — sowie, und das kommt immer gut: ein Photo, das ja mehr sagen soll als tausend Worte. Was aber nicht stimmen muß, insbesondere dann nicht, verstellt es selbst den freien Blick auf einen Zusammenhang oder dient es bewußt manipulativen Zwecken, die dem unbedarften Leser unbekannt bleiben …

© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)

„Kein Traum“ — verdichtetes Statement in visualisierter Form

Besinnliches in besinnungsloser Zeit, gerichtet an _alle_ politisch, medial und spin_doktorisch Verantwortlichen der gesellschaftspolitischen Misere unserer Zeit, in der das Heucheln und das beschwörende Gesundbeten entscheidend geworden sind, da ansonsten sachzwang_jenseitiges Nachdenken nicht mehr zu verhindern wäre. „Kein Traum“ — verdichtetes Statement in visualisierter Form weiterlesen

Offener Brief an die Ratsmitglieder des Finanzausschusses der Stadt Mülheim an der Ruhr

Sehr geehrtes Ratsmitglied des Finanzausschusses,

völlig unabhängig davon, daß es nicht nur Verschwendung von Steuergeldern, sondern auch Ausdruck von Realsatire ist, werden für die Bewachung der VHS pro Tag knapp 860 EUR (!) Steuergelder ausgegeben, fordere ich Sie hiermit auf sich im Rat der Stadt dafür einzusetzen, daß das bestehende und denkmalgeschützte VHS-Gebäude an der Bergstraße erhalten bleibt. Denn, bedenken Sie, daß es nicht Ausdruck von Verantwortung sein kann, erst ein Gebäude verkommen zu lassen und dann zu behaupten, es sei nicht wirtschaftlich zu sanieren. Das heißt ich muß Ihnen sagen, daß mich das solange nicht interessiert, bis die Frage geklärt ist, wieso man diesem Gebäude nicht jenes hat regelmäßig angedeihen lassen, welches jedes Gebäude benötigt, will man es möglichst lange nutzen, insbesondere, handelt es sich dabei um sowohl ein öffentliches als auch um ein denkmalgeschütztes Gebäude.

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Merkel müßte zurücktreten … oder konstruktive Alternative

Nun, tatsächlich ist daran zwar nichts unrealistisch, die lobbykratische Faktenlage läßt das lediglich derartig erscheinen, gilt den Sachzwanglern sowieso als utopisch: unter den Bedingungen ist das auch so, aber das belegt lediglich die Ferne von dem, das demokratischen Mindeststandards entspricht, nicht, daß ein solch lächerlich kleiner „Schattensprung“ tatsächlich unrealistisch oder gar utopisch sei — sondern realistisch schlecht für die lobbykratischen Verhältnisse wäre der, das stimmt hingegen. Dabei ist selbst die Frage einfach gestellt:

Wie vom gesellschaftlichen Ist_Zustand mit all seinem Verhältnis-Pipapo zu einem zu kommen, der es erst erlaubte, daß die Masse der Menschen die gesellschaftspolitische, direkt in die Barbarei und Degeneration unseres Geschlechts führende Richtung ändern wollte?

Es genügt ja nicht zu sagen:

Wir müssen unsere Geschicke in die eigene Hand nehmen.

Denn das ginge lediglich kollektiv. Bloßes Loslaufen reichte da nicht.

So ist die Frage also:

_Wie_ die Geschicke _kollektiv_ in die eigene Hand nehmen?

Und da erscheint mir, da vom

Ist_Zustand

ausgehend, das oben Ausgedrückte zielführend.

Immerhin brächte es genau jenes, das benötigt wird, einen tatsächlich demokratischen Prozeß auszulösen: und das _ohne_ Wahlkrampf, der wäre bei Neuwahlen noch schlimmer als der zurückliegende — wenn ich mir die erschöpften Politiker-Gesichter ansehe … und ich an meines denke, wenn ich an solchen, von Worthülsen auf Plakaten gerahmten vorbeifahre: das kann lebensgefährlich sein …

(__Den Begriff „Wahlkrampf“ verwende ich übrigens seit Herbst 2006, d.h. nach der Münteferingschen Klarstellung, was von einem „Wahlkampf“ zu halten sei.__)




 

… Allerdings müßten die Geheimdienste dann sofort aufgelöst und jene Bundeswehrgenerale suspendiert werden, die sich erlauben, politische Entscheidungen öffentlich zu kritisieren, denn das ist nicht deren Aufgabe.

(__Andernfalls entstände eine vielfältig latente Gefahr für die Zivilgesellschaft.__)

Bei gleichzeitigem Umbau der Bundeswehr zu einer tatsächlich modernen Armee: rein defensiv strukturiert und ausgestattet mit ausschließlich der Verteidigung dienenden Waffen. Das ließe sich so effektiv umsetzen, daß ein potentieller Angreifer sich überlegen würde, ob er das für sich nicht selbst auch praktizieren wollte …

→ „Übrigens merkte Kubicki in einem Interview mit der Süddeutschen u.a. an, daß Frau Merkel selbst keine klaren Vorstellungen davon gehabt habe, wohin sie wolle.



… Immerhin ist der gesellschaftspolitische Scherbenhaufen, verursacht auch durch diesen Bundespräsidenten, längst da. Wollte er also tatsächlich gesellschaftlichspolitische

(__und eben keine lobbykratiestützende__)

Verantwortung zeigen,  folgte er besser meinem konstruktiven Vorschlag, denn der brächte

(__ersten!__)

frischen Wind und würde so manche AfD-Figur wegblasen helfen. Auch wären dann alle Abgeordneten eingebunden

— aber öffentlich und nicht in Kungelrunden.

Nun gut, das ist etwas, womit die politisch Verantwortlichen nur schlecht umgehen können. Aber hat das zu stören, geht es um eine Re_Demokratisierung — oder zeigte sich dann gar, wer das eigentliche Problem ist?


Link zum Interview mit Kubicki

Wie den demokratielähmenden Parteienstaat loswerden?

© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)

Statement zum Gebaren der Verantwortlichen in Politik und Verwaltung der Stadt Mülheim an der Ruhr, gezeigt am Beispiel des Umgangs mit dem denkmalgeschützten Gebäude der VHS und der damit in Verbindung stehenden Ratssitzung vom 18. Oktober 2017

Es wäre angenehm, wenn von seiten der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung aufgehört würde davon zu reden, daß „ideologische Debatten“ nicht weiterführten, geht es tatsächlich (__mindestens__) um die Frage von Kompetenz oder In_kompetenz, ist doch gerade das keine Frage der eigenen „Blickrichtung“, bzw. einer wie auch immer gearteten „Ideologie“ — die übrigens nicht per se negativ sein muß, obwohl es gewiß richtig ist, daß sich dieser Begriff bestens als Schimpfwort eignet und vorzüglich von gewissen Charakteren verwendet wird zur Stigmatisierung dissidenter „Sichtweise“, die also abweicht von ebenso ideologisch geprägter Sichtweise, nur mit dem Unterschied, daß sie Ausdruck der _eigenen_ und _deshalb_ „‘richtigen’ Blickrichtung“ sein _muß_ — ansonsten wäre möglicherweise erst die eigene in Frage zu stellen und es dann nicht so ohne weiteres mehr möglich Stigmatisierungslabel an andere zu verteilen, oder? Statement zum Gebaren der Verantwortlichen in Politik und Verwaltung der Stadt Mülheim an der Ruhr, gezeigt am Beispiel des Umgangs mit dem denkmalgeschützten Gebäude der VHS und der damit in Verbindung stehenden Ratssitzung vom 18. Oktober 2017 weiterlesen

Wie den demokratielähmenden Parteienstaat loswerden?

Für tatsächlich demokratische Menschen ist es ein Hohn, wenn Politfiguren, die um 20 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten erhalten hatten, sich anmaßen, mal eben über Monate Koalitionsverhandlungen führen zu wollen. Wie den demokratielähmenden Parteienstaat loswerden? weiterlesen

Am Beispiel der Volkshochschule Mülheim an der Ruhr

Es mag in einigen Köpfen die Vorstellung herumgeistern, und manche könnten das sogar zu einer Strategie ihres Denkens gemacht haben, daß es eine prima Sache sei, die VHS Mülheim an der Ruhr dezentral zu organisieren. Eine Dezentralisierung kann in einer großen Stadt durchaus Sinn machen. Aber ist Mülheim eine große Stadt? Und existiert ein Standort bereits zentral, ist dann nicht zu überlegen, welche Vorteile das bietet, insbesondere dann, handelt es sich um die Größe _dieser_ Stadt? Am Beispiel der Volkshochschule Mülheim an der Ruhr weiterlesen

Die Doppel-Moraliker des Möchtegern-Hegemonen Europas

Die verantwortlichen Politiker des deutschen Möchtegern-Hegemonen anerkennen 2008 den Mafiastaat Kosovo, aus dem zu fliehen und in Deutschland Asyl zu beantragen seitdem nicht mehr möglich ist, denn das offenbarte die Verlogenheit solcher Politiker, die für die völkerrechtswidrige Abspaltung des Kosovos von Serbien waren und auf diese Weise nichts einer konstruktiven Lösungsrichtung auf dem Balkan zuführten — wie schon Anfang der 90er Jahre und mit dem Angriffskrieg gegen Serbien nicht anders. Die Doppel-Moraliker des Möchtegern-Hegemonen Europas weiterlesen