Alle Beiträge von Joachim Endemann

Vom Zom_Bösen der Zom_Bösen

Was siehts du, schaust du aufs präsente
lokale wie globale politische Geschehen? …

Unter anderem, daß Macht imaginierte Wesenheit fürs korrumpierende Spiel neurotischer Charaktere ist.

Was noch?

Daß

zur blick- und denkverstellenden
Beneblung der PPP-Verwalteten

in ihrem Ohr kakophonisierende Berater liegen, in ihrem Mund charakterlich komplementäre Narrativ-Erzähler sitzen und

_deshalb_

anzunehmen ist, daß sich in ihrem After charakterlich komplementäre Lakaien drängen.

Was schließt du daraus?

Daß es nicht folgenlos bleiben kann, wird diese imaginierte Wesenheit von korrespondierenden Rülpsern und Fürzen so real wie systemisch geschüttelt.

Das trifft das präsente lokale wie globale politische Geschehen metaphorisch angemessen.

Ist das etwa ungewöhnlich, ergibt sich das aus dem Zom_Bösen der Zom_Bösen?



© Joachim Endemann (_EndemannVerlag_)

 

Nachricht vom lobbykratischen „Faktenprüfer“ Facebooks

Mit einer der Autorinnen vom „Recherchezentrum“ CORRECT!V hatte ich mich schon in Aspekt 17: „Inblicknahme einer von Frau Annika Joeres verfaßten, als ‘Reportage’ bezeichneten’ Fehldeutung eines mit: ‘Die neuen Freunde am Kreisverkehr’ betitelten Phänomens“ meines Buches «Sie fragen noch, wie die ›Verhältnisse‹ liegen» beschäftigt.

(_Übrigens findet sich im Gegensatz dazu eine korrekte
Analyse dieses Phänomens in den beiden diesem
Aspekt vorlaufenden Aspekten dieses Buches
._) Nachricht vom lobbykratischen „Faktenprüfer“ Facebooks weiterlesen

Wer bringt heute die große Anklage auf die Bühne? 

[…]
Mein Eindruck ist, daß Sie, Herr Nietzsche, meinen, Sie seien dazu berufen, etwas wiederzubeleben, was für Sie der Sinn der griechischen Tragödie ist. Hierbei gehen Sie von Annahmen aus, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihre phantasierten „Grundlagen“ finden. Wohlgemerkt, es sind  phantasierte „Grundlagen“. […]

Wer bringt heute die große Anklage auf die Bühne?  weiterlesen

« Oder anders gesagt »

[…] Es gibt nichts Furchtbareres als einen barbarischen Sklavenstand, der seine Existenz als ein Unrecht zu betrachten gelernt hat und sich anschickt, nicht nur für sich, sondern für alle Generationen Rache zu nehmen. […]

Es gibt keinen naturgegebenen
„barbarischen Sklavenstand“, Herr Nietzsche.

Es gibt auch keine naturgegebenen „Vornehmen“. Hingegen gibt es viel Verrat am menschlichen Wesen, der allein wegen seiner Plastizität möglich ist.[_1_] Wer mag diesen gutheißen und vollziehen? Machteliten und ihre prostituierten Intellektuellen, die „Erzählungen“ fürs Volk erfinden, um seine Versklavung verdeckt zu halten.


Wie man „Volk“ richtig zu definieren hat? Beispielsweise so wie in: «Sie fragen noch, wie die ›Verhältnisse‹ liegen?» auf den Seiten 337 ff. skizziert, beginnend mit: „… folgendes ist keine politische Geschmacksfrage …“.


Folglich sind die „ersten Barbaren“ diese Machteliten und ihre prostituierten Intellektuellen. Nicht erst seit heute, gewiß, aber dennoch sind auch _diese_ systemischen Produkte nicht naturgegeben. Denn ein freier Mensch weiß, daß er keineswegs frei ist, ist er das auf Kosten anderer. Wie sollte dann Ihr „Sklavenstand“, den Sie einen „barbarischen“ nennen

Sie meinen also, daß es auch einen
nicht-barbarischen Sklavenstand gäbe? —,

nicht barbarisch sein, sind seine Mitglieder letztlich das Ergebnis einer auf Ausbeutung beruhenden Gesellschaftsformation, die allein deshalb eine barbarische sein muß?

Wer will, kann das aktuell erkennen.


Nicht daß das in der Vergangenheit
nicht erkennbar gewesen wäre, aber die meisten Intellektuellen begnügen sich mit Gedankenakrobatik. Und so hat es fast etwas Lustiges, entdecken sie _nun_ jenes, das längst im Schwange ist: „Wir sind mehr!“; „Keinen Millimeter nach rechts!“ usw., bzw. im Moment scheint’s ihnen um „Kultur“ zu gehen.

… Wenn ich dazu vielleicht einmal etwas anmerken darf?

«Offenbar läßt sich die Frage stellen:
Kann sich eine Gesellschaft Kultur überhaupt noch leisten?
Denn andernfalls würde sie ja nicht gestellt werden.»

… Wohl ein weiterer realsatirischer Ausdruck des Lebensgefühls
von Intellektuellen im lobbykratischen Zeitalter. …


Beziehungsweise jetzt schon nicht mehr so deutlich, da eben jene prostituierten Intellektuellen hemsig wie eh bemüht sind, die von einem Virus weggezogene Decke des „schönen Scheins“

Sie verstehen doch, Herr Nietzsche, oder?

mit hastigem Tamtam und treuem Augenaufschlag
wieder über das dem menschlichen Wesen

systemisch bedingt

Inkommensurable — säuberlich getrickst — zu breiten.

… Wie lebensvoll dagegen doch
einst ein Freiherr Knigge zu schreiben wußte …

[…] Oder anders gesagt, die EU entwickelt sich zu dem, das ich in meinen Büchern in der notwendigen Breite und Tiefe verdeutlicht habe, so daß nichts zu der Erkenntnis fehlt: Die EU wird spätestens 2025 — ein völlig aus der Zeit gefallenes, gemeingefährliches Monstrum geworden sein — und spätestens dann implodieren! Wenn diese Machtelite nicht vorher schon — !_wieder_! —, da nicht mehr ein noch aus wissend, das letzte Register ihres „weihmachtlichen Spiels“ ziehen wird.[_2_] — Folglich ist meine Vermutung nicht von der Hand zu weisen, daß auch der EU-Funktionselite gemeingefährliche Züge eigen sind.[_3_]

. . .

Im Gegensatz dazu liegt offen auf der Hand, daß eine Schule, die gar keinen „schulischen“ Charakter, sondern den einer „sozialen Spielwiese“ zu haben hat, in der all jenes oben Genannte so zu lehren ist, daß sich den Kindern die damit verbundenen Bereiche, die im Leben _nicht_ unverbunden, _nicht_ wie „Schulfächer“ sind, „ohne Verdruß und Zeitverlust“, und durch einen „ins Herz dringenden Unterricht“, sich in Kopf und Gefühl, im ganzen Menschen, zu einer Einheit verbinden, schon deshalb nicht als veraltet gelten kann — da bisher un_eingelöstes Postulat.

Wem das Vorstehende unverständlich geschrieben erscheint — wenn auch aus entsprechender Perspektive verständlich —, kann das lediglich deshalb meinen, da er sich sogar noch weit von dem Punkt entfernt befindet, von dem aus die post-Tabula-rasa-Phase, einerseits zwangsläufig, andererseits offenbar längst noch nicht zu sichten ist … demnach sein leider nicht allein von ihm beschrittener Weg richtungsmäßig alles andere als gut verläuft. Was nützte es dann, aus der sich aus dieser Position ergebenden Perspektive, „verständlich“ zu schreiben, wüßte ich doch nicht, wieso es nicht aus post-Tabula-rasa-Sicht zu schreiben wäre … zumal es aus _dieser_ Perspektive verständlich geschrieben ist.

… Beeilen Sie sich lieber kollektiv — „wir“ sehen uns ja schon gar nicht mehr, kein Wunder ist es dann, daß Sie das Geschriebene nicht verstehen … oder sowieso nicht wollen! Oder?

Wie dem auch sei, und jetzt im allgemein gesellschaftspolitischen Sinne, folglich _auch_ im „Meinungsbildungssinne“, Ihnen wäre nun _nicht_ zu empfehlen, die von dem denunziatorischen Reaktionär Leopold Alois Hoffmann im Jahre 1795 rhetorisch gestellte Frage reflexhaft zu bejahen, zumal es sich dabei um eine „Frage“ handelt, die von heutigen Projektionisten, wenn auch nicht buchstäblich so gestellt, so doch vergleichbar gestellt würde

[_zu „Projektionisten“ siehe hier_]:

«Sind Schriftsteller imstande,
Revolutionen zu veranlassen oder herbeizuführen?»

Denn das war weder damals noch ist das heute anzunehmen, wie, u.a., und schon damals, Freyherr Knigge wußte:

«[…] Die armen Schriftsteller als die Triebfedern so großer Revolutionen anzuklagen, daß ist die Sprache derer, die die Wahrheit nicht gern laut lassen mögen und in Verewigung aller Art von Stumpfheit, Blindheit und Dummheit der Völker ihren Vortheil finden. Ihnen ist daran gelegen, die Schriftsteller, welche gewisse Dinge an das Licht bringen, verdächtig zu machen, um die Erd-Götter zu bewegen, ihnen Stillschweigen aufzuerlegen. Vernünftige und unpartheyische Leute aber wissen wohl, daß einzelne Büchermacher nicht die Denkungsart ganzer Nationen mit ihren Federkielen umschaffen können. […] Wenn aber in allen guten Köpfen gewisse kühne Wahrheiten schon gähren; dann pflegen die Schriftsteller zu Hülfe zu kommen und wohl etwa Gedanken zur Reife zu bringen, die jedoch auch ohne ihr Zuthun, obgleich nicht so früh, allgemein geworden seyn, Festigkeit und Bestimmtheit bekommen haben würden. […]» [_4_]

Sie müßten das also schon selber wollen, denn:

«Von der Natur sind […] die Menschen nicht in Classen getheilt, nicht einige zum Gehorchen, andre zum Herrschen bestimt[_5_]

Quelle: [_6_]

Wie gesagt, wie frisch doch Freiherr Knigge spricht, im Gegensatz zu Ihnen und jenen Verkappten der politischen Reaktion, die heute Ihre „Grausamkeitsmoral“ für adäquat halten, den noch Unverchipten beizukommen, Herr Nietzsche …



© Joachim Endemann (_EndemannVerlag_)


_1 Zur anlagemäßigen Plastizität des Menschen siehe in: Die tri_logische Sezierung […], Band I, Teilband 4, die Seiten 139-47, beginnend mit: „das Wesen des einzelnen Menschen ist […] plastisch …“.

_2 Siehe in: Die tri_logische Sezierung […], Band II, Zwischenruf 15: „Das Weihmachtspiel“.

_3 Siehe dazu auch in: a.a.O., Band I, Teilbände 1-3, Kapitel 18: „Eine kurze Beschäftigung mit der Frage nach der neoliberalen Strategie des ‘Westen’ und der Funktion seiner Medien bei der Vermittlung dieser Strategie“.

_4 Adolph Freiherr Knigge, „Rückblicke auf den, so Gott will, für Teutschland nun bald geendigten Krieg. Nebst einigen Erläuterungen, die Propaganda, Jakobiner und Illuminaten betreffend“, Coppenhagen, 1795, die Seiten 33-35.

_5 Siehe derselbe, „Joseph von Wurmbrand, kaiserlich abyssinischen Ex-Ministers, jezzigen Notarii caesarii publiei in der Reichsstadt Bopfingen, politisches Glaubensbekenntniß, mit Hinsicht auf die französische Revolution und deren Folgen“, Frankfurt und Leipzig, 1792, die Seite 20.

_6 Diese Passage findet sich in: «Sie fragen noch, wie die ›Verhältnisse‹ liegen?», „… bevor wir zum über_sichtenden Aspekt kommen …“, dort die Seiten 588-90.

Endpunkt einer traditionellen Störung der Wahrnehmung

Wer das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum EZB-Anleihenaufkaufprogramm (_PSPP: „Public Sector Purchase Programme“_) isoliert be_trachtet, und dementsprechend be_urteilt, wird zu falschen Schlußfolgerungen ver_leitet. Denn dieses Urteil ist lediglich Endpunkt einer traditionellen Wahrnehmungsstörung der deutschen Machtelite und ihrer Satelliten in Politik, spin_doktorischer Wissenschaft, Medien_Konzernen und Kulturbetrieb. Gefährlich daran ist, u.a., daß sie so eine ganze Bevölkerung in die falsche Richtung mitzuziehen sucht. Was ihr deshalb gelingen mag, da diese traditionelle Wahrnehmungsstörung eine kollektive ist und ihr dabei ihre Satelliten traditionell dienlich sind. Endpunkt einer traditionellen Störung der Wahrnehmung weiterlesen

Offenbar läßt sich die Frage stellen: Kann sich eine Gesellschaft Kultur überhaupt noch leisten? Denn andernfalls würde sie ja nicht gestellt werden.

Bedingung dafür, daß „etwas“ überhaupt wahrgenommen wird, ist seine Vermittelbarkeit über Sinnesorgane, daß es also ins „Sinnesspektrum“ einer Spezies fällt. Ist diese Bedingung erfüllt, ist die individuelle „Qualität“ der Sinnesorgane dafür entscheidend, was, wie und ob etwas wahrgenommen wird. Bei uns kommt aber noch hinzu, daß das Wahrgenommene vor dem eigenen Kultur-Horizont und -Hintergrund „interpretiert“, „gefühlt“, „gedacht“ und „ausgedrückt“ wird. Dementsprechend werden die gesammelten eigenen (_?_) „Erfahrungen“ davon mitbeeinflußt. Daß das aber überhaupt möglich ist, hängt mit der Plastizität unseres Wesens zusammen.[_*_] Diese Plastizität bedingt erst Kultur.

Oder anders gesagt:

Da dem Menschen die Instinktsicherung nicht mehr eigen ist, ist Kultur die zweite Natur des Menschen. Deshalb ist eine menschliche Gesellschaft ohne Kultur nicht denkbar. Da kann der Mensch machen was er will. Allerdings gibt die Art und Weise, wie sich diese Unausweichlichkeit in einer Gesellschaft zeigt, Auskunft über die Beschaffenheit dieser Gesellschaft. Denn ist Kultur die zweite Natur des Mensch, drückt sich auch in einer barbarischen Gesellschaft Kultur aus, eben die einer barbarischen Gesellschaft. Wer also die Frage stellt, ob sich eine Gesellschaft Kultur überhaupt noch leisten kann, argumentiert im Sinne einer barbarischen Gesellschaft.

Eine Gesellschaft, in der die Wirtschaft nicht in ihrem Sinne funktioniert, sondern die Gesellschaft zu ihrem Anhängsel wird und deshalb betriebswirtschaftliche Kriterien bestimmend sind, ist übrigens ein besonderes Beispiel für eine barbarische Gesellschaft, da dies bedeutet, daß sie nach dem Prinzip der Ausbeutbarkeit menschlichen Potentials funktioniert. Die in einer solchen Gesellschaft u.U. geltenden „sozialstaatlichen Komponenten“ dienen nicht dazu, das zu verhindern, sondern diese Ausbeutung möglichst lange sicherstellen. Und so kommt es, daß diejenige Person ein geschlechtsunspezifischer „elitärer Vertreter“ einer solchen Gesellschaft sein mag, die wähnte, „Kultur“ sei ein abgetrennter Bereich einer Gesellschaft, der nicht für „jedermann“ zugänglich wäre, sondern nur für „Kulturbeflissene“, und in dem Gestalten wandelten, die als Künstler bezeichnet werden.

Demnach läßt sich zwar die Frage stellen, ob wir uns Kultur noch leisten können. Aber damit ist sie nicht richtig gestellt. Denn die Frage lautet: nach welchen kulturellen Regeln wollen wir gesellschaftlich leben? Wird _diese_ Frage richtig beantwortet, gibt es nicht nur geschlechtsunspezifisch Kultur_Webende, sondern — wegen des Kultur_Webens — auch ein weit verbreitetes künstlerisches Verständnis in der Gesellschaft. Wen kann es überraschen, daß solche gesellschaftliche Ent_Wick(_e_)lung _dann_ nicht von Bildung zu trennen ist, meint diese charakterliche Aus_Bildung und nicht lediglich das „selektive ‘Fördern’“ von menschlichem Potential, das sich

bei gleichzeitiger Blockierung
des vollen menschlichen Potentials

besonders gut für den Profit_Verwertungsprozeß eignet?


© Joachim Endemann (_EndemannVerlag_)


Sie erlauben Werbung für meine Bücher?
Immerhin habe ich mich darin beizeiten mit jenen
Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt,
die an der Basis dessen wirken, das jetzt offen zutage tritt.



_* Zu unserer anlagemäßigen Plastizität siehe in: Die tri_logische Sezierung […], Band I, Teilband 4, die Seiten 139-47, beginnend mit: „das Wesen des einzelnen Menschen ist […] plastisch …“.

Ob ein gewisses Maß an Inflation ein unanständiges staatliches Ziel ist?

Am Beispiel eines Zitats aus einem Essay, der sich mit dem Bundesverfassungsgerichtsurteil bezüglich des EZB-Anleihenaufkaufprogramms (_PSPP: „Public Sector Purchase Programme“_) beschäftigt, läßt sich ausschnittsweise das vielfältige Problem sowohl von Entscheidungsfindungen und von der Beurteilung der Ergebnisse solcher „Findungen“ in der lobbykratischen Gesellschaft zeigen. Das hier interessierende Zitat lautet: Ob ein gewisses Maß an Inflation ein unanständiges staatliches Ziel ist? weiterlesen

«… möglich, daß die Epidemie die Verwirklichung des Weltbürgerkriegs ist …»

[…] L’epidemia, come l’etimologia del termine suggerisce (_demos è in greco il popolo come corpo politico e polemos epidemios è in Omero il nome della guerra civile_) è innanzi tutto un concetto politico, che si appresta a diventare il nuovo terreno della politica – o della non-politica – mondiale. È possibile, anzi, che l’epidemia che stiamo vivendo sia la realizzazione della guerra civile mondiale che secondo i politologi più attenti ha preso il posto delle guerre mondiali tradizionali. Tutte le nazioni e tutti i popoli sono ora durevolmente in guerra con sé stessi, perché il nemico invisibile e inafferrabile con cui sono in lotta è dentro di noi. […]

Fonte: La medicina come religione

© Giorgio Agamben

[…] Die Epidemie, wie die Etymologie des Begriffs andeutet (_demos ist im Griechischen das Volk als politische Körperschaft und polemos epidemios ist bei Homer der Name des Bürgerkriegs [_siehe Ilias, Gesang IX, Vers 64: „wer den schrecklichen Bürgerkrieg leidenschaftlich mochte“_]_), ist zunächst einmal ein politischer Begriff, der nun das neue Terrain der Weltpolitik — oder Nichtpolitik — abzustecken beginnt. Es ist in der Tat möglich, daß die Epidemie, die wir erleben, die Verwirklichung des Weltbürgerkriegs ist, der nach Ansicht sehr aufmerksamer Politologen an die Stelle der traditionellen Weltkriege getreten ist. Alle Nationen und alle Völker befinden sich nun permanent im Krieg mit sich selbst, denn der unsichtbare und schwer faßbare Feind, gegen den sie kämpfen, ist in uns. […]

... aus dem Italienischen von Joachim Endemann (_EndemannVerlag_)

Wieso haben Sie sich nicht selbst rechtzeitig „aus dem Leben geschafft“?

Wieso haben Sie sich nicht selbst rechtzeitig „aus dem Leben geschafft“, anstatt noch 10 Jahre „abwesend da“ zu sein, reden Sie davon, daß es achtungswürdig sei, schaffte man sich beizeiten ab, Herr Nietzsche? Liegt es daran, daß das anderen anempfehlend Geschriebene nicht unbedingt Ihrem eigenen Tun vorausging? Was aber wäre die Konsequenz Ihrer Logik gewesen, nachdem Sie den Zeitpunkt zur „Fehlerbehebung“ verstreichen ließen? Ausdruck marktkonformer Kultur, die man zu Ihrer Zeit noch nicht so nannte, aber heute, wie der Umgang mit SARS-CoV-2 deutlichen machen könnte, gäbe es dafür einen „Markt“?

© Joachim Endemann (_EndemannVerlag_)

In meinen Büchern habe ich mich beizeiten mit jenen
Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt,
die an der Basis dessen wirken, das jetzt offen zutage tritt.