Alle Beiträge von Joachim Endemann

„Wenn ich Sie einmal zitieren darf?“

[…] Die europäische Krise kann nur von der Sozialdemokratie beendet werden […]

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Und Deutschland, Herr Scholz? Oder: Kann von einem Schäuble_isten etwas anderes erwartet werden?

Italien kann seine Verantwortung nicht exportieren,

sagt der Schäuble_ist Olaf Scholz. Und Deutschland, Herr Scholz? Oder: Kann von einem Schäuble_isten etwas anderes erwartet werden? weiterlesen

Anmerkung zu einem wichtigen Beitrag von Heiner Flassbeck vom 8. Oktober 2018

[…] Weil ich sehen wollte, was die AfD zu den niedrigen Zinsen in Europa sagt, habe ich mir deren Grundsatzprogramm angeschaut. Und siehe da: Die AfD, die sich doch einst gerade wegen der Eurofrage stolz die Professorenpartei nannte, hat den mit Abstand wichtigsten Sachverhalt, um den es beim Euro geht, gerade nicht begriffen. Sie schreibt nämlich (auf Seite 35), der notwendige Ausgleich unterschiedlicher Produktivitätsentwicklungen durch nominale Auf- und Abwertungen werde durch den Euro verhindert. Das ist falsch. Diesen Ausgleich schaffen Wechselkursänderungen genau nicht. Sie gleichen lediglich Inflationsunterschiede aus, aber niemals Produktivitätsunterschiede. Eine nominale Abwertung kann, wie ich gerade wieder gezeigt habe

(__[__siehe__] „Lohnstückkosten — warum dieses Maß und warum ist es so wichtig?“__ ),

nur eine nominale Differenz ausgleichen, aber keine reale.

Wenn das keine Steilvorlage für die anderen Parteien ist? Wo ist der Bundesfinanzminister, der die AfD deswegen frontal annimmt? Wo der Bundeswirtschaftsminister, der doch scheinbar ganz genau weiß, was dem Welthandel fehlt. […]

Zitat im ZITAT:

[…] Auf die Frage eines Bürgers nach der internationalen Kritik an den deutschen Überschüssen antwortet der [Bundesfinanz]Minister unter anderem:

„[…] ich sag immer: Sorgt dafür, dass eure Industrie und eure Unternehmen wettbewerbsfähig sind, dass sie spannende Produkte herstellen, dann kaufen wir die auch in Deutschland und das ist dann im Interesse aller Beteiligten, weil die Weltwirtschaft nicht so funktioniert, dass der eine gewinnt und der andere verliert.

Sondern wir wissen seit 200 Jahren, seit dem großen englischen Ökonomen Ricardo, wissen wir, wenn es eine internationale Arbeitsteilung gibt, wenn es Exporte gibt und Importe gibt, dann profitieren alle Länder davon auch die, die vielleicht nicht ganz so günstig und ganz so erfolgreich sind wie die anderen.“

Diese Passage zeigt, dass der für internationalen Handel zuständige deutsche Minister keine blasse Ahnung von den Zusammenhängen hat, um die es dabei geht. Der große englische Ökonom hat eben nicht gesagt, dass die Tatsache, dass es Exporte und Importe gibt, bedeutet, dass alle Länder davon profitieren, sondern er hat das unter Annahmen abgeleitet, die heute in keiner Weise mehr gelten. Eine der Annahmen war Saldenlosigkeit. Der gleiche Ökonom hat nämlich sehr klar erkannt, dass es – zusätzlich zu all den anderen Annahmen – gerade keine Überschüsse und Defizite im Handel geben darf, damit alle Länder profitieren können.

Ende des Zitats im ZITAT (__Quelle: „Deutschland spricht – nicht“__)

Sie alle können offenbar die beste Steilvorlage nicht nutzen, weil sie selbst auch heute immer noch keine Ahnung haben, worum es beim Euro eigentlich geht. Sie verbreiten lieber weiter ihr übliches Bla-Bla und wundern sich, wenn große Teile der Wähler irgendwann genug davon haben und denen nachlaufen, die sie in ihren einfachsten Vorurteilen bestätigen.

Quelle: „Warum die Zinsen niedrig sind und Italien Unterstützung braucht“. Anmerkung zu einem wichtigen Beitrag von Heiner Flassbeck vom 8. Oktober 2018 weiterlesen

Klassische Rede eines Kleinbürgers in gesellschaftspolitisch unübersichtlich werdender Zeit

Die hier nachzulesende  klassische Rede eines Kleinbürgers, der einiges durcheinanderwirft und nun den „Mega-Philosophen“ und andere Figuren, die ebenso „Mega-“ sind, für eine gesellschaftspolitische Entwicklungsrichtung verantwortlich macht, die letztlich längst nach dem Ende des zweiten Teils des Großen Krieges begonnen hatte, nur wegen gewisser Umstände noch nicht so zu forcieren war, wie es dann nach dem Ende des Kalten Krieges erst mählich möglich wurde, wenn diese Entwicklung auch weiterhin verschleiert erfolgen mußte. So war bspw. zu Beginn der dann einsetzenden gesellschaftspolitischen Prozeß-Phase unbedingt noch von „robusten humanitären Einsätzen“ zu sprechen:

bloß nicht die Menschen kollektiv wachrütteln!Klassische Rede eines Kleinbürgers in gesellschaftspolitisch unübersichtlich werdender Zeit weiterlesen

Trugbilder für die Masse der Menschen

Da die schreibenden Mitarbeiter der deutsche „Qualitätsmedien“ wesentlich für die Aufrechterhaltung des Trugbilds verantwortlich sind, das die Masse der Bevölkerung bezüglich der Zukunft der EU und den tatsächlichen Möglichkeiten, die ein richtig gestalteter Brexit eröffnete, in die Irre führt, muß auf andere, d.h. glaubwürdige Quellen verwiesen werden, damit das eigene Nachdenken überhaupt erst befördert werden kann, um das diesbezüglich sich _tatsächlich_ Ereignende relativ richtig zu erfassen: Trugbilder für die Masse der Menschen weiterlesen

« […] die Intellektuellen sind zu einem sehr großen Teil für jenes verantwortlich, das sie anklagen. […] »

[…] Nicht nur sind die Intellektuelle steril, sondern — und das ist noch schwerwiegender — ich denke, daß sie schädliche Menschen sind. (…) Die Tatsache, daß Völkermord in gewissen Gegenden der Welt möglich wird, scheint mir durch die Existenz der Intellektuellen befördert zu sein. (…) Sie sind zu einem sehr großen Teil für jenes verantwortlich, was sie anklagen. […]

Amélie Nothomb

[…] die Intellektuellen sind zu einem sehr großen Teil für jenes verantwortlich, das sie anklagen. […]

« […] die Intellektuellen sind zu einem sehr großen Teil für jenes verantwortlich, das sie anklagen. […] » weiterlesen

Über was reden wir? — Es gibt einen schon seit 520 Jahren währenden Weltkrieg

Ja, heute sind vor allem die USA für jenen Krieg verantwortlich, aber der Prozeß selbst, dem im 15. Jahrhundert drei päpstliche Bullen vorausgegangen waren, hat vor langer Zeit begonnen, folglich mit der Entdeckung des reichen Subkontinents, den wir Indien nennen. Das heißt zu jener Zeit haben die Eliten Europas der Welt den Krieg erklärt, später fortgesetzt von jenen Räubern, die sich von den Reichen Europas in dem Land für „unabhängig“ erklärt hatten, das vorher den Eingeborenen des sogenannten Nordamerikas geraubt worden war. Also ist es nun 520 Jahre her, daß dieser Krieg begonnen wurde und fortdauert. Und während der Impuls unverändert geblieben ist, hat die Entschuldigung für diesen regelrechten Weltkrieg stets variiert und variiert: Über was reden wir? — Es gibt einen schon seit 520 Jahren währenden Weltkrieg weiterlesen

Was ich aktuell zu Frau Merkel und zu Herrn Erdogan zu sagen hätte …

Da ich momentan an meinem neuen Buch schreibe und _nicht_ gewillt bin, mich ständig mit Brechreizauslösern konfrontiert zu sehen, greife ich nun bequemerweise auf eine Stelle zurück, die aus meiner Sicht ausreichend an_reißend verdeutlicht, worauf es tatsächlich ankommt und worauf nicht. …

Was ich also aktuell zu Frau Merkel und zu Herrn Erdogan zu sagen hätte, läßt sich wie folgt zitieren:

Falls _auch Sie_ nun meinten …

© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)