Archiv der Kategorie: Stellungnahmen

„[…] der einsiedlerische und raubtierhafte Mensch […]“

Die von Herrn Nietzsche verwendete Phrase: „der einsiedlerische und raubtierhafte Mensch“ (_der menschlichen Frühzeit_) belegt schon für sich, daß dieser (_eigen_will- oder un_willkürliche, später jedenfalls willkürlich verwendete_) Denker der Politischen Reaktion als Treibstoff für seine Gedankenflüge ohne jedes Nachdenken — u.a. — von dem übernommen hat, was mitunter als „Sozialdarwinismus“ bezeichnet wird. Denn tatsächlich ist es sofort einsichtig, so man sich nicht auf solchen Flügen befindet, die einer von der Materia abgeschilferten Gedankenbahn folgen, daß, wäre der Mensch in seiner — soweit wir das wissen — „frühen Zeit“ ein „einsiedlerisches und raubtierhaftes“ Wesen gewesen, er als Spezies längst von der „biologischen Bildfläche“ verschwunden wäre. Das bedeutet selbstverständlich nicht, daß sie einst nicht von dieser verschwinden wird … so daß deshalb lediglich die Frage ist: Selbstverschuldet früher _oder_ entsprechend dem pulsatorischen Prozeß der Materia, der allerdings nichts von dem hat, was dieser (_eigen_will- oder un_willkürliche, später jedenfalls willkürlich verwendete_) Herr der Politischen Reaktion als „Wiederkehr des ewig Gleichen“ verkaufte und von seinen heutigen Verwandten im „Geiste“ weiterhin gern ge- und verkauft wird, normalprozeßlich verschwinden? Von diesem pulsatorischen Prozeß wird später noch in meinem letzten Buchprojekt (_von dem hier die Rede ist_) die Rede sein, aber was es damit auf sich hat, bzw. was dieses Materiatypische fürs Menschengeschlecht bedeutet, einfach deshalb, da es für alle Subprozesse der Materia gilt, wird schon in Teil 1 des Nachworts: „… was beruhigend ist“ von: «Ist der Monotheismus von seiner Anlage her ein elementarer Faktor der Gewalt?» genügend deutlich. …

© Joachim Endemann

Una piccola riflessione su una farsa che è l’espressione di uno sviluppo politico altamente pericoloso

Dato che signor Biden non è altro che una figura di Wall Street, l’esercito e i servizi segreti, i politici degli stati lobbycratici, insieme ai giornalisti delle corporazioni dei media e gli altri satelliti del sistema lobbycratico, si stanno almeno dimostrando ipocriti quando affermano che l’elezione del signor Biden è stata una vittoria per la democrazia. Dopo tutto, chi può dire che è la democrazia quando la differenza “cruciale” tra i signori Biden e Trump è che le risorse finanziarie di signor Trump provengono solo marginalmente da altri canali? Come può trattarsi di democrazia se le élite di potere e i loro satelliti vogliono soltanto giocare indisturbati al loro vecchio gioco di potere? Quindi questo gioco non è altro che un insulto a ciò che democrazia significa veramente. O il signor Biden non ha promesso che non cambierà nulla di fondamentale? Cioè, così come il signor Trump è un sintomo del sistema lobbycratico, il signor Biden è un altro. Semplice, non è vero? – Comunque, il fatto è che, tra l’altro, che la democrazia non è una questione semantica …

© Gioacchino Endemann

Bildungsbürger_tum

Man muß kein Nietzsche-Experte sein

(_vielleicht ist das sogar ein Nachteil, da es sich ja um einen Menschen, bzw. um dessen — so etagenreiches wie statisch fragwürdiges — Gedanken-Gebäude handelt und nicht um die Beschaffenheit eines architektonischen Gebäudes, dem man sich un_voreingenommen begutachtend nähert_)

um Nietzsche als einen so lebensschwächlichen wie verlogenen Schwätzer zu erkennen, an dem also nichts von dem war, das er sich selbst zusprach: bspw. Aufrichtigkeit, und er somit selbst jener „häßlichste Mensch“ gewesen wäre, von dem er unter der Maske des Zarathustras redet: so sein Lebensschwächliches zu projizieren, wie alle Lebensschwächlinge es tun, also bspw. die Insassen von Staaten der Machteliten, so — geht aus Sicht ihrer Satelliten nichts mehr — diese „Heil“ im Faschismus suchen

_l a s s e n d_.

Denn dieser offenbar ein Mensch, der seine Aussagen aus der Perspektive seines autistischen Seins konstruiert, die deshalb ihm allein zugänglich sein könnten, wegen seines aphoristischen Denkens aber quasi kontinuierlich durch andere Gedankensplitter verdeckt wurden, und

_so_

seinem gerade aktuellen Denken
nicht einmal im Wege stehen konnten,
da er sie einfach vergaß,

oder,

falls doch,

im gerade passenden
Sinne zurechtdrehte.



Ist man selbst kein Nietzsche-Experte, hat aber einen nicht unbeträchtlichen Teil des disparaten Werkes des Herrn Nietzsche gelesen, ist die Kenntnis der diesbezüglich aufklärerischen Arbeit eines anderen Menschen, wenn nicht Bedingung, so doch von großem Vorteil, um eine relativ offene Einsicht in das interessierende Thema gewinnen zu können, da so die Chance besteht, daß die eigene Herangehensweise eine _relativ_ offene bleibt — wegen der fehlenden Scheuklappen eines Experten. Diese diesbezügliche Arbeit hat Dieter Just geleistet, allerdings nicht allein diesen Herrn betreffend.

Interessant für mich persönlich ist, erst jetzt um dessen Arbeit zu wissen. Und ich weiß nicht, ob ich mich freuen kann, meine eignen Aussagen nicht revidieren zu müssen. Allerdings bedeutet das nicht, daß ich manche der Aussagen Dieter Justs nicht selbst für fragwürdig hielte. Das genau nicht, aber genau darum geht es in diesem Zusammenhang nicht. Hingegen soll diese Bemerkung besagen, daß ich seine intensive Beschäftigung mit dem nationalgefühlsetzenden Denken der Vertreter der Deutschen Philosophie zu schätzen weiß. Schon allein deshalb, da sie aus meiner Sicht horizontöffnend ist und _so_ meine eigenen Überlegungen stützen kann



Nun, Nietzsche ist das eine.

Wie aber diejenigen benennen, die sich diesen reaktiven Autisten, da tatsächlicher Lebensschwächling, zum Vorbild nahmen und nehmen? Immerhin konnten und können sie das allein deshalb tun, da sie lediglich die ihnen passend erscheinenden Sätze

andere aber nicht,
also so, wie es in einem Supermarkt geschieht

dieses Aphoristikers nehmen und diese zu einem

selbstverständlich!

säuberlich gebundenen Strauß zusammenstellen. Allerdings taten das die Ideologen des Nazismus’ auch, bloß nahmen die andere Sätze

und, aus deren Sicht, andere eben nicht,
also so, wie es in einem Supermarkt geschieht

dieses sich nicht nur selbst gegensätzlich widersprechenden, sondern seine eigenen Aussagen derartig ins Absurde münden lassenden Psychotikers, daß er schließlich sein eigenes Denkvermögen vernichtete. Abgesehen davon, daß diese Ideologen mitunter vergaßen, die Quelle ihrer Ergüsse zu nennen, da es ihnen für ihre propagandistischen Zwecke nicht opportun erschien, dies zu tun, tauschten sie das Subjekt der von ihnen ausgewählten Gedanken_Ware aus dem etagenreichen Gedankengebäude dieses Psychotikers.

Irre ist aber weniger, daß Nietzsche ein Psychotiker war, sondern, daß Menschen, die selbst nicht nur als gesund, sondern sogar als groß gelten, bspw. ein Herr Karl Jaspers, der diesen bis zu dessen von diesem zauberlehrlinghaft konstruierten Gedankengebäude vernichteten Psychotiker als gesund bezeichnet und damit dessen sich quasi permanent widersprechendes Niedergeschriebenes als von hohem philosophischem Wert seiend dem öffentlichen Meinen übergeben hat: bis heute zum freien _Je-nachdem-Gebrauch_ bestimmt …

Nun, hier scheint etwas auf, daß normalerweise begrifflich ver_gedeckt ist. Beispielsweise von einem Begriff, der heutzutage zwar kaum noch verwendet wird, inhaltlich aber ungebrochen präsent ist: „Bildungsbürgertum“. … Da nicken alle: die einen so, die anderen anders … aber: alle nicken

… wissend?


Bildungsbürger_tum

Bildungsbürger sind bildungskanonisch Ge_zogene:

_Das_ ist „Kultur“! … Verstehst du _das_ zu zitieren, bist du „drin“, da erst _dann_ die andren Bildungskanonischen wissen, daß auch du „weißt“ … sozusagen

_g a r_

… _so_

bildungskanonisch zu_gehörig

… bil_dung_er_wachsen …

demnach:

ein Kultur_Nationaler!

… und so:

aus_weislich

kulturnations_zugehörig

… sprich:

ein aus_wendig
Ein_Gebildeter bist! …

_A b e r_ :

das in dir aus_gebildet Ein_Gebildete

_muß_

in den bildungskanonischen Rahmen passen. …

Wie sollte man sich andernfalls von anderen unterscheiden, sich nicht frühzeitig „distanzieren“ können, läßt da jemand _nicht_ spätestens nach dem dritten kurzen Satz etwas „Bildungskanonischorientierendes“ ver_lauten …

Beispielsweise:

„es ist gut,
daß die Menschen so
verschieden sind!“

Aller_dings

wäre aus dem jenseits des Bildungskanonischorientierenden Liegenden,

also:

dem scheuklappenfreien Off,

da_rauf mit der für Bildungskanonische nicht verständlichen Frage zu antworten leicht:

Wäre aber gerade solches „Bildungskanonischorientierende“ nichts andres als Ausdruck einer projektionistischen Neurose?

Denn,

aus bildungskanonischer Sicht,

wie anders wissen, wer dem Kreis der „bildungskanonisch ‘Wissenden’“ an_gehört? Andernfalls spräche der womöglich längst revolutionär, ließ der nicht nach,

wie gesagt,

spätestens dem dritten kurzen Satz bildungskanonisch Orientierendes

_ab_

… _was_

einen klassischen Bildungskanoniker

wo_möglich

un_bedacht

applaudieren ließe, da diesem,

ohne
_wenigstens_
einen kleinen
bildungskanonisch orientierenden
Hin_weis,

dessen Gesprochenes keiner Kopf-Schublade zu_ordbar möglich machte

… was

— ab_gesehen vom
gedanklich zerrüttend Wirkenden

seinen für _ihn_ vorgesehenen
karrieristischen Auf_Stieg

ab_schießend

tournieren ließe …

Oder anders ausge_drückt:

Jen_seits ihres sie letztlich identitäts_los lassenden abgesteckten Orientierungsrahmens sind Bildungskanonische gefährliche menschlich Reduzierte, also: psychische Krüppel. Vergleichbar mit denjenigen, die höchstens schwach auszumachen sind, da sie im Dunkeln sitzen, sind psychische Krüppel an ihrer physischen Oberfläche glatt. …

Was mag geschehen,

bestimmen solche Krüppel
die Geschicke des Menschengeschlechtes?

… Vielleicht schauten
_Sie_ sich einmal um? …

Immerhin ist das kein
Thema der Vergangenheit.

© Joachim Endemann (_EndemannVerlag_)

… tragisch dumm …

Übernahme eines Kommentars von Hans-Rüdiger Minow
und einer daraus resultierenden Bemerkung.


Mit den USA untergehen
— Die deutsche Außenpolitik und die US-Wahlen

Hans-Rüdiger Minow

5. November 2020

Über den Verlauf der US-Wahlen und die Reaktionen der deutschen Außenpolitik lässt sich nicht mehr viel sagen. Was in Berlin über den amtierenden US-Präsidenten und seine nächtlichen Vorhaben zur Beendigung der Stimmenauszählung gesagt worden ist, über seine Selbstausrufung zum Sieger, über eine kommende Schlacht vor den US-Gerichten wegen angeblichen Wahlbetrugs – das alles ist harmlos, weil es den tatsächlichen Entwicklungen nicht entspricht. Es unterbietet das Ausmaß der Gewalt, die den Idealen der bürgerlichen Demokratie angetan wird, im angeblichen Stammland ihrer Herrschaft, so als wäre das alles nur ein böses Zwischenspiel, ein gefährlicher Auftritt, der im kommenden Akt, mit Protagonisten der besseren Art, mit einem anderen Skript und einer deutschen Souffleuse den Ausgang des Dramas noch abwenden könnte. Aber dazu ist es zu spät.

Die deutsche Außenpolitik hat vergeblich gehofft, zwischen zwei Unternehmern wählen zu können, von denen der eine dem genehmeren Typ der gemeinsamen Herkunft das Aussehen leiht, während der andere das Gewaltpotential einer illegalen Sanktionspolitik und die extralegalen Tötungsexzesse des US-Militärs völlig offen durchsetzt. Berlin hat gehofft, es könnte diskreter, mit der feineren Art derselben Gewalt zu Kompromissen gelangen, um die eigenen Sanktionen mit den eigenen Drohnen an den eigenen Orten deutscher Weltpolitik in Anschlag zu bringen. Aber dass die eigene Gewalt und die globale Gewalt der führenden Macht ein Ausmaß erreicht hat, das die innere Ordnung an der Basis zerstört und die Herrschaftsfraktionen in den Untergrund zieht, das hat Berlin nicht begreifen wollen und will es weiter nicht verstehen.

Was die deutsche Außenpolitik zu den Fraktionskämpfen anlässlich der US-Wahlen zu sagen hat – man sei entsetzt über den Angriff auf die Ideale der bürgerlichen Demokratie -, hat mit den Idealen der bürgerlichen Demokratie nichts mehr zu tun. Es ist die innere Zersetzung der bürgerlichen Demokratie, die im US-amerikanischen Wahlkampf einen Geruch der Gosse verbreitet.

Dieser Gestank ist nicht neu.

Als der amtierende US-Präsident vor einem Jahr in Greenville (North Carolina) die in Somalia geborene Ilhan Omar, Mitglied der politischen Konkurrenz im US-Repräsentantenhaus und Muslimin, vor einer brüllenden Menge zum Verlassen der USA aufforderte, stieg er in jenen Abgrund, aus dem der Gärstoff jeder zerfallenden Ordnung steigt. Die demagogische Rede, die mehreren respektablen, aber nicht-weißen Bürgern des Landes galt, quittierte das angefeuerte Publikum mit begeisterten Sprechchören “Send them back”. In diesen Chören entblößte sich der Zustand, in dem die äußere und innere US-Herrschaft schwankt und Faschisten hervorbringt (den präsidialen Faschisten und die, die er weckt).

Die deutsche Außenpolitik hat diese Szene nicht goutiert und hat vornehm getan, statt an die eigene Geschichte zu denken: Bedauerlich, aber kein Grund, an der sogenannten Wertegemeinschaft zu zweifeln. Berlin hat auf die andere Fraktion gesetzt. Nur ein Jahr später offenbart sich diese Wertegemeinschaft als ein apokalyptisches Bündnis, in dem es noch an einer Massenbewegung fehlt, um den Herrschaftstaumel der Führungsnation in eine autoritär-faschistische Form zu gießen.

Die deutsche Außenpolitik taumelt dieser Entwicklung hinterher, tut so, als hüte Berlin die demokratische Flamme, aber ist bereit, mit den USA unterzugehen. Aber egal wer die Wahlen gewinnt: Das ist ein hoher Preis, um die deutschen Exportvorteile zu wahren und hinter dem Atomschild der USA weltweit zu expandieren. Der Preis ist zu hoch, doch wenn kein Wunder geschieht, wird Berlin ihn bezahlen.

Quelle

© Hans-Rüdiger Minow
© GERMAN-FOREIGN-POLICY.com


Ich möchte ergänzen:

„Berlin“ wird mit oder ohne USA untergehen. Warum? Einmal deshalb, da ein Segeln im Windschatten anderer dauerhaft nicht möglich ist. Zum anderen deshalb, da die deutsche Machtelite und ihre Satelliten traditionell nicht zu konstruktiver Korrektur befähigt sind. Im übrigen ist mit diesem traditionellen Nichtbefähigtsein die ebenso traditionelle „Befähigung“, anderen die Schuld fürs eigene Versagen in die Schuhe zu schieben

also, feige die Verantwortung
für die Folgen des eigenen
politischen Forderns und Tuns abzuweisen
—,

unauflöslich verbunden. Fürs Erkennen dieses Sachverhalts genügte es, schaute man scheuklappenfrei auf die von der deutschen Politik geforderte EU-Austeritätspolitik und die daraus resultierende Zerstörung der europäischen Gesellschaften

… in Friedenszeiten.

(_Die Art und Weise des Umgangs mit der
SARS-CoV-2-Pandemie unterstreicht das
._)

Als Drittes kommt hinzu, daß sich die Masse der Menschen im deutschen Staat konstruktiv entscheiden _müßte_. Auch dafür gibt es traditionellerweise keine Hinweise.

Womit hängt das hier im Nachsatz Ausgedrückte _kausal_ zusammen? Damit, daß sowohl die deutsche Machtelite und ihre Satelliten als auch die Masse der Insassen des deutschen Staates traditionellerweise nicht über eine „geerdete Identität“ verfügen. Woher kommt das? Das kommt daher, daß das Denken in diesem Staat traditionellerweise von einer Philosophie geprägt ist, die von ihrer Anlage her dem Ideellen den Vorzug vor dem Realen gibt, und das, obwohl die tatsächlichen gesellschaftspolitischen Entwicklungen diese Art des Denkens gleich mehrfach schon ad absurdum geführt haben. Wozu dient diese Art des Denkens? Möglichst zu verhindern, daß der Masse der Menschen kollektiv auffällt, daß diese Art des Denkens bewirkt, nicht ihre realen Interessen zu erkennen. Und was bewirkt das? Das bewirkt, daß sowohl die Beurteilung der Realität als auch die eigene Wahrnehmung

traditionellerweise

konstant von dort aus erfolgt, wo

um den Bogen zum Heute zu schlagen

die Rolltreppen des Berliner Großflughafens in der Phase seiner Vermurksung endeten: ein Meter und fünfzig über dem Boden.

… Manche nennen das tragisch,
ich nenne es tragisch dumm.

© der Ergänzung: Joachim Endemann

… wie dem auch sei …

_Wenn_

es so ist, daß alles einer Veränderung, alles einem ständigen Wandlungsprozeß, einem stetigen Stoffwechsel unterliegt, da alles in der Zeitlichkeit existiert, also, sich nichts gleichbleibt, kann ein „Etwas“

das im „philosophischen Sondergebiet“,
zu dem nur Autorisierte Zugang haben,
auch als „Ding an sich“ vorgestellt wird —,

sich nur dann gleichbleiben, existiert es nicht; beziehungsweise ist es lediglich vorgestellt, bestimmt möglicherweise sogar das Denken und nicht mehr der dialektische Prozeß alles Seienden

(_d e n   zu verstehen die vorzügliche Aufgabe des Denkens ist_),

_beginnt_

das Problem mit jenem, das man „Geist“ nennt. Denn, wenn es so ist, daß ich mir etwas vorstellen kann, das

(_allein in meiner Vorstellung_)

bleibend unverändert bleibt, kann es keine

_konstruktive_

Bedeutung für tatsächliche Prozesse haben, da diese sich in der Zeitlichkeit ereignen, also stets Prozesse der Veränderung sind

kann diesen das

vorgestellt

bleibend unverändert bleibende „Etwas“
demnach nicht förderlich,
hingegen allein hinderlich sein,
da den realen dialektischen Prozeß
ver_zerrend,
bzw. destruktiv in Spannung setzend
.

_Heutzutage_

existentiell problematisch wird es demnach

w i e d e r,

glauben insbesondere bürgerliche Intellektuelle

denn diese sind es ja,
die die gedankengangliche Schrittfolge dessen bestimmen,
das öffentliche Meinung heißt —,

daß etwas Sichgleichbleibendes das Existente, also das sich im permanenten Veränderungsprozeß Befindliche, bestimmen würde, da etwas Sichgleichbleibendes real nicht existieren kann, höchstens, wie gesagt, in der Vorstellung eines Menschen, dessen Denken dann sich allerdings von den realen Prozessen in der Zeitlichkeit entfernt hat.

Daraus resultieren nicht_dialektische Widersprüche. Denn während die Dialektik die Widersprüche untersucht, die sich aus der immerwährenden Veränderung alles Seienden ergeben, will ein Denken, das sich von den realen Prozessen in der Zeitlichkeit entfernt hat, den „Zu_Stand“ des

(_sich dennoch immerwährend verändernden_)

„Bestehenden“ als einen statischen begreifen.

Das hat große praktische Auswirkungen.

Beispielsweise für die Staatlichkeit einer menschlichen Gesellschaft, deren Entwicklungsrichtung von einer Machtelite und ihren Satelliten bestimmt wird, da deren Tun und Streben auf den „Erhalt“ des aus Sicht dieser Machtelite richtigen Zustandes, bzw. der Beibehaltung der aus Sicht dieser Machtelite richtigen Entwicklungsrichtung _ihres_ Staates gerichtet ist, in dem die Bewohner folglich

objektiv gesehen

lediglich Insassen sind, was _dann_ nicht so ohne weiteres auffällt, stehen die existentiellen Interessen der entsprechenden Machtelite nicht in Frage, unterscheiden sich diese doch fundamental von den Interessen der Masse der Bevölkerung. Deshalb, und hierdurch diese nicht_dialektische Widersprüchlichkeit weiter komplizierend, ist die Steuerung dessen, was man „öffentliche Meinung“ nennt, für die Geschicke einer Machtelite

bspw. der eines Nationalstaates

elementar. Müssen doch die existentiellen Interessen einer Machtelite den Insassen ihres Staates als für das Wohlergehen dieser Insassen von entscheidendem Interesse seiend verkauft werden. Obwohl das doch nur aus Sicht von Insassen

nicht von freien Menschen,
die sich eine Staatlichkeit
ge_schaffen haben,
um die Basis dafür zu schaffen,
schließlich

(_durch unbehinderten
dialektischen Prozeß_)

jede Staatlichkeit ab_zuschaffen

stimmen kann, da, wird den existentiellen Interessen einer Machtelite nicht entsprochen, diese, zur Wahrung ihrer Interessen, un_bedingt geneigt ist, sie zu verteidigen:

bis hin zum Krieg gegen
die Insassen ihres Staates selbst.

Es mag dann zwar sein,

daß solch ein Krieg nicht als Bürgerkrieg deklariert wird,
sondern als Krieg gegen einen äußeren Feind,

ob_wohl es doch so ist,

daß der Feind jeder Bevölkerung die politische Reaktion ist, und die sitzt immer im eigenen Land … was

(_lediglich paradox erscheinend_)

von jenen, die die Mentalität von Insassen haben, begrüßt wird — indoktriniert wie diese über das sind (_und stets werden_), was man öffentliche Meinung nennt: erzeugt von jenen, die die Satelliten der Machtelite sind, und das sind heute die bürgerlichen Intellektuellen.


Die differenzierte Aussage der nachfolgend zitierten Passage erlaubt es, sie als Stützung für mein Urteil über diejenigen zu verwenden, die ich als bürgerliche Intellektuelle bezeichne. Denn die Art und Weise wie eine der zentralen Persönlichkeiten des Deutschen Idealismus’ etwas von dieser Persönlichkeit offenbar selbst nicht Begriffenes zum Ausdruck bringt, ist genau jenes, das weiterhin geübt wird: man „läßt ‘etwas’ durchblicken“, das erst entlarvbar ist, ist man vom „Basischen“ solchen Denkens selbst nicht infiziert _und_ schaut man dann auf jenes genau, das diese mit diesem „Basischen“ mental infizierten Intellektuellen einst schrieben und redeten und — lediglich geupdatet — weiterhin schreiben und reden: von dem ein Ausdruck jenes ist, welches man „weltanschauliches Fühlen“ nennen könnte, ob_wohl es selbst doch bloß Ergebnis von kollektiv „implantiertem Denken“ ist …

[…] Die Feiern [_zum_] hundertsten Geburtstag [_Friedrich Schillers_] im Jahre 1859 gerieten zu einer eindrucksvollen Selbstdarstellung der deutschen Kulturnation, „soweit die deutsche Zunge reichte“, über ein Jahrzehnt vor der politischen Einigung. Letztere wäre allerdings, wie Thomas Mann in seinem Versuch über Schiller zu Recht betonte, nicht im Sinn des Dichters gewesen, was sich aus dem Gedicht-Entwurf Deutsche Größe (1797) eindeutig ergibt. Schiller hätte die nationale Revolution von 1848 und erst recht die Reichsgründung Bismarcks 1871 als zu gewaltsam abgelehnt, akzeptierte er doch nur den an Kants Forderung nach sittlicher Autonomie orientierten „sittlichen Staat“ oder „Vernunftstaat“[…], für den die Menschheit in hundert Jahren noch nicht reif sein werde. Die „deutsche Größe“ lag für ihn im Geistigen, in der Reformation und in der deutschen Philosophie. Kaum ein deutscher Dichter oder Denker hat eine so idealistische Gesinnung vertreten wie Schiller, dessen Name zuletzt noch von Rüdiger Safranski mit dem deutschen Idealismus[…] assoziiert wurde. Doch bei so viel Licht ist, wie schon Goethe wußte, auch starker Schatten. Und die dunkle Seite gerade dieses Idealismus’ zeigt sich zunächst in einer überheblichen Verachtung des britischen Geistes, seiner „trostlosen Philosophie des Eigennutzes“ und seines „traurigen Materialismus’“ (_Deutsche Größe_). Damit sind Stereotype genannt, die auch auf die Juden Anwendung fanden.[…]

Schiller war […] kein Antisemit, da das Thema Juden in seinem Lebenswerk fast keine Rolle spielte. Er widmete der „Judenfrage“, um einen späteren, sehr unglücklichen Ausdruck zu gebrauchen, nur eine einzige Schrift, in der sich allerdings ein Abgrund auftut. Wir sollten ihm dankbar sein, daß er uns Einblicke in die Entstehung einer Form von Antisemitismus gewährt, die sich auch unabhängig von seinen Gedanken entwickelt hat.

Das Thema ist bislang ein Tabu.[…] Und angesichts der unangefochtenen moralischen Autorität dieses Dichters scheint es auch nicht ganz unproblematisch, seine antisemitische Entgleisung zu beleuchten und in den Zusammenhang eines philosophischen Antisemitismus’ zu stellen, der sich auch bei Voltaire nachweisen läßt. Deshalb sei von Anfang an betont: Alle hier zur Sprache kommenden, zum Teil vernichtenden Urteile über „die Juden“ haben absolut nichts mit irgendwelchen Eigenschaften der seit dem Mittelalter in Europa lebenden Juden

[_die tatsächlich schon zur Zeit der Römer in Europa lebten_]

zu tun, vielmehr handelt es sich um folgenschwere Denkfehler, die anerkannte Philosophen wie Schiller und Voltaire zu verantworten haben.

Schiller ließ im Jahre 1790 erstmals eine Schrift mit dem Titel Die Sendung Moses erscheinen, in der er spätere Positionen des Rassenantisemitismus vorwegnahm. In der ägyptischen Gefangenschaft, so Schiller, „wurde schon der erste Grund zu dem Übel gelegt, welches dieser Nation bis auf die heutigen Zeiten geblieben ist“. Er meint zunächst „die schrecklichste Plage dieses Himmelsstrichs, den Aussatz“, der durch „höchste Unreinlichkeit“ damals „in einem fürchterlichen Grade wütete.“ Dann folgt ein schlimmer Satz:

Die Quellen des Lebens und der Zeugung wurden langsam durch ihn [den Aussatz] vergiftet, und aus einem zufälligen Übel entstand endlich eine erbliche Stammeskonstitution. […]

„Erbliche Stammeskonstitution“ ist, auch wenn das Wort Rasse nicht auftaucht, rassistisch, ein deutlicher Hinweis, daß der Rassenantisemitismus des Darwinismus’ nicht bedurfte. Hinzu kommen noch inakzeptable Schmähungen, denn unmittelbar anschließend heißt es:

was hat die Unmenschlichkeit der Ägypter im Verlauf einiger Jahrhunderte aus dem Volk der Hebräer endlich gemacht? Das roheste, das bösartigste, das verworfenste Volk der Erde. … […]

Aus dem Zusammenhang wird nicht ganz deutlich, ob Schiller nur die Hebräer zur Zeit des Moses meint, worauf der wenig später gegebene Hinweis auf die „damaligen Hebräer“ deutet, die so verworfen gewesen seien, daß aus ihren Reihen der Retter nicht kommen konnte, oder ob dieses vernichtende Urteil auch noch für die Juden in der Neuzeit gilt, was durch den Wortlaut mindestens ebenso wahrscheinlich ist.

[_Dazu abschließend die Fußnote 6
zu dieser zitierten Passage:_]

Vor allem das Wort endlich ist gravierend. Die Unmenschlichkeit der Ägypter habe aus den Hebräern endlich das roheste, das bösartigste, das verworfenste Volk der Erde gemacht. Aus dem Wort endlich müßte man wohl schließen, daß diese Urteile noch 1790 gültig seien, ähnlich wie durch den Aussatz, wie Schiller eine Seite zuvor bemerkte, „endlich eine erbliche Stammeskonstitution“ entstanden sei. […]

Quelle der zitierten Passage: Dieter Just, Aufsatz 7 „Zu den philosophischen Fundamenten der Hitler-Barbarei“: „Der Antisemitismus der ‘Vernunft’ — Anmerkungen zu ‘Die Sendung Moses’ von Friedrich Schiller“ (2. Auflage), die Seiten 1-3.

Dieses Zitat belegt, daß, wie Just es ausdrückt, „der Rassenantisemitismus des Darwinismus’ nicht bedurfte“. (_Vielleicht sollte man besser von „Sozialdarwinismus“ sprechen? Immerhin wurde damit etwas auf die menschliche Gesellschaft der_artig übertragen, daß ideologische Überlegungen als „naturgesetzlich“ begründete praktische Selektionsanweisungen geltend gemacht werden konnten … und werden._) Und in der unbewußt bleibenden „Grundlage“

eben dem „Basischen“ —

dieses Denkens findet sich die Ursache dafür, daß bürgerliche Intellektuelle spätestens im entscheidenden gesellschaftspolitischen Moment versagen

soweit man überhaupt von Versagen sprechen kann,
weil es sich um etwas ihrem
„Sein“ Inhärentes handelt,
andernfalls wären sie schließlich keine
„bürgerlichen Intellektuellen“ —,

da sie durch das Argumentieren auf der „Basis“ des Deutschen Idealismus’ vor „politischer Barbarei“ geschützt seien, sie sich folglich auf der sicheren

der „saubren“?

Seite (_der Projektionisten_) wähnen, argumentieren sie nur mit seinen Denkern oder mit jenen, die heute, in der Tradition dieser Denker stehend, argumentieren. Wobei dieses „Argumentieren“, also sowohl das jener Denker des Deutschen Idealismus’ als auch jenes der in dieser denkerischen Tradition Stehenden konstant ein Meter und fünfzig über dem Boden der Realität erfolgt (_da es sich ja dabei um das „philosophische Sondergebiet“ handelt_), wie die reale gesellschaftspolitische Entwicklung, seitdem diese „Frucht“ des „Basischen“ der politischen Reaktion die Köpfe der Menschen infiziert, belegt.[_1_]

— Wie wäre es also,

es einmal mit eigenem Argumentieren zu versuchen und dafür dann weniger die eigene denkerische Qualität durch mit dem Zitieren solcher „Garanten“ des „sauberen“, des „sicheren (_projizierenden_) Argumentierens“ gespickt unter „Beweis“ zu stellen? Zumal jene „idealistischen Denker“ ihre Aussagen vor dem Hintergrund _ihrer_ Zeitlichkeit entwickelten, über die zudem die gesellschaftspolitische Entwicklung der_artig hinweggegangen ist, daß man ihr denkerisches Argumentieren nur noch als ab_surd bezeichnen kann.



Ein exemplarisches Beispiel
realsatirischen Possenspiels
findet sich hier.

Wie an anderen Stellen schon gesagt,
Realsatirisches unterscheidet sich

(_vom Satirischen_)

u.a. dadurch, daß es tödlich sein kann

… auch für das,
was man „Geist“ nennt.



Und so zeigt die aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklung, daß es nicht ausreicht, sich an Demonstrationen zu beteiligen, die den Eindruck vermitteln sollen: „wir sind mehr!“, wenn es Teile des Establishments selbst sind, die die gesellschaftspolitische Richtung nach „rechts“ zu drehen gedenken

— da die Ideologen
des bürgerlichen Systems fertig …

man nennt’s auch:
„mit ‘ihrem’ Latein am Ende“ sind.

Wer das noch leugnen wollte, outete sich übrigens als der „wahre“ Utopist. Immerhin ist die AfD eine Schöpfung dieses Establishments. Die „niedrig-instinktischen Rufe“, die von dieser Tamtam-Partei ausgehen, sind lediglich solche, die sich an die sogenannten Kleinen Leute richten, bzw. an jede, die vom bürgerlichen System permanent unter „Spannung“ gehalten werden, bspw. durch das Schüren von materiellen Verlustängsten.

Das bedeutet: nicht die Masse der Menschen stellt das Problem dar, sondern die bürgerlichen Intellektuellen, die in ihrem die öffentliche Meinung bestimmenden Reden und Schreiben lediglich etwas „Durchblicken“ lassen, um das zwar jeder, der, ebenso wie diese, von einem gewissen Denken

welches dann ihr Fühlen bestimmt

durchtränkt ist, „weiß“ und des_halb „versteht“, wer und was mit solchem „Durchblickenlassen“ gemeint ist. Und geschehen dann barbarische Taten, wird Hetze zum weiteren Dividieren der Bevölkerung: mal Alte betreffend, mal Junge, mal ihr Leben durch Flucht Gerettethabende, zum „kulturellen Allgemeingut“, „wissen“ diese Intellektuellen mit blauäugigem Augenaufschlag in die auf „on“ stehende Kamera zu blöken, daß ihr „etwas Durchblickenlassen“ _mal wieder_ falsch verstanden worden sei:

einfach zu dumm … die Insassen, oder?


(_Aber wer ist schon von Geburt an Insasse oder dumm?_)


Das bedeutet:

Im entscheidenden Moment versagen diese Intellektuellen _regelmäßig_ … soweit man, wie gesagt, überhaupt von Versagen sprechen kann, da es sich um etwas ihrem „Sein“ Inhärentes handelt, andernfalls wären sie schließlich keine „bürgerlichen Intellektuellen“.

Die Ursache dafür — also dieses „Basische“ — wird man aber in dem suchen müssen, das sich Anfang des 19. Jahrhunderts zu artikulieren begann: die Argumentationsschiene der politischen Reaktion.

Nun, _ein_ Ausdruck dieser Reaktion, die ihren Anfang im „Erschrecken der Machteliten“ nahm — also der Französischen Revolution —, von dem Adolph Knigge so erfrischend zu berichten wußte, sowie auch die „Basis“ dieser Argumentationsschiene selbst, ist jenes, das die Verquickung vom zu jener Zeit geschaffenen Arier-Mythos und dem Deutschen Idealismus ist.[_2_]

Wer wollte

vor diesem hier skizzierten Hintergrund

noch aus dem Off fragen:

Woran mag es liegen,

daß immer wieder von
Verschwörungsthetischem
zu hören und zu lesen ist?

Wobei es gewiß sein kann,
daß dann Unsinniges ausgedrückt wird bzw. damit gemeint ist.

Jedenfalls läßt sich nicht leugnen,
daß Verschwörungsthetisches

wieder

mit zunehmender Tendenz

durch öffentlich zugängliche
Gedankengänge geistert.[_3_]


(_„Öffentlich zugängliche Gedankengänge“

die Sie sich in diesem Zusammenhang
tatsächlich als das vorstellen sollten,
was gemeint ist,
spricht man von einem
„Weg“
der durch eine mehr oder weniger
bekannte labyrinthische Gegend führt

meint übrigens jenes, das die Bedingung dafür ist, daß es überhaupt jenes geben kann, das als öffentliche Meinung bezeichnet wird._)


Wie dem auch sei

Was halten Sie von folgender These?

Wäre es nicht bequem,
die Köpfe der bürgerlichen Intellektuellen,
die immerhin den intellektuellen Kader

allgemein „Elite“ genannt

der Machtelite eines jeden Nationalstaates stellen, da in entsprechenden, meist als „Universitäten“ bezeichneten „Bildungsschmieden“ geformt, wodurch _diese_ Intellektuellen tatsächlich zu Satelliten der entsprechenden Machtelite werden, mit einer Ideologie infizieren zu können, durch die sie sich „geadelt“ fühlten, obwohl es sich bei ihrem Denken dann um ein kolonialisiertes handelte, das primär _der_ nationalstaatlichen Machtelite nützlich wäre, in deren Dienste sie _konkret_ stehen, da so ihr „kolonialisiertes Denken“ wiederum die Basis fürs gesellschaftspolitische Tun, und damit fürs Denken und Fühlen der Masse der Menschen, beeinflußt über jenes, das man „öffentliche Meinung“ nennt und das eben von solchen Satelliten der Macht in Szene gesetzt wird, bildet, wodurch der Machtelite erst die Grund_Richtung   _i h r e s_   Staates nützlich würde?

Diese Ideologie

— ich nenne sie: „mentale Kolonisationsideologie“ —

wurde im 18. Jahrhundert geschaffen.

Ihre „philosophische ‘Grundlage’“ heißt „Deutscher Idealismus“.[_4_] … Und die Auseinandersetzung

— im Sinne dieser mit dem
Arier-Mythos amalgamierten „Grundlage“ —

findet ihre Fortsetzung bis heute: Für heutige bürgerliche Intellektuelle gilt es weiterhin als ausgemacht, daß die Deutsche Philosophie sozusagen ein Sondergebiet ist, zu dem man einen Passierschein benötigt, der dadurch ausgestellt wird, daß jemand von einer philosophischen Koryphäe „geadelt“ wurde … bspw. Hannah Arendt von Martin Heidegger … ob_wohl der doch mehr von einem Zauberer als von einem Philosophen hatte, zumindest hat er nichts zurückgelassen, das man systematisch durcharbeiten könnte, was typisch für Zauberer sein mag: sie wirken über ihr Charisma, das durchaus ein ihnen zugesprochenes sein kann, also ihnen dann nicht einmal _das_ eigen wäre. Und so kann es geschehen, daß eine bürgerliche Intellektuelle, bspw. die genannte Hannah Arendt, bei der Beurteilung dessen versagt, das ohne die „Deutsche Philosophie“ nicht denkbar ist … da bei seiner Beurteilung durch bürgerliche Intellektuelle, diese direkte Verbindung nicht in

_deren_

Bewußtsein tritt

— denn:

wieso sollte lediglich Herr Nietzsche über ein „zweites Bewußtsein“ verfügt haben, wie Dieter Just überzeugend aufzudecken weiß?

Das läßt sich wie folgt illustrieren:

[…] es ist völlig ausgeschlossen, daß eine bedeutende Rede des Reichspressechefs der NSDAP

[_dies war Jacob Otto Dietrich, den die FAZ übrigens als „Posaunisten des Teufels“ bezeichnete: dies eine typische Mystifizierung, um auf diese Weise die, immer wenn’s darauf ankommt, versagenden deutschen bürgerlichen Intellektuellen aus der Schußlinie zu nehmen … soweit man, wie gesagt, überhaupt von Versagen sprechen kann, da es sich um etwas ihrem „Sein“ Inhärentes handelt, andernfalls wären sie schließlich keine „bürgerlichen Intellektuellen“_]

nicht mit „dem Führer“ abgesprochen war.

[_Zu diesem Otto Dietrich siehe: Dieter Just, „Die philosophischen Grundlagen des Nationalsozialismus“._]

Nimmt man Rybacks Angaben über Hitlers Bücher hinzu, bleibt nur eine Schlußfolgerung: Hitler hat Fichtes Schriften sorgfältig gelesen, ja studiert, vor allem sicherlich das verschollene Exemplar [_in der Bibliothek Hitlers_] der Reden an die deutsche Nation, der Bibel aller deutschen Nationalisten.

[_Siehe dazu: Timothy W. Ryback,
„Hitlers Bücher, seine Bibliothek, sein Denken“, Köln 2010._]

Damit wäre es an der Zeit, sich endlich vom Bild Hitlers als eines „ungebildeten“ Barbaren zu verabschieden, der seine Weltanschauung „aus der Gosse“ bezog (Hannah Arendt) und statt dessen den kritischen Blick auf die „Bildung“ selbst zu richten, die sich Hitler in seinen Büchern aneignete. […]

Quelle dieses Zitats:

Dieter Just, Aufsatz 23 „Zu den philosophischen Fundamenten der Hitler-Barbarei“: „Fichtes Deutscher Glaube — Der Kurzschluß zwischen deutschem Geist und deutscher Politik“.

Das bedeutet, mit ihrer Aussage, Hitler habe seine „Weltanschauung ‘aus der Gosse’ bezogen“, steht auch Hannah Arendt in der Tradition des „main streams […], der Hitlers Weltanschauung ausschließlich auf dubiose Publizisten zurückführt und den Einfluß anerkannter Philosophen [_z.B. Fichte, Schopenhauer, Nietzsche_] auf sein Denken zu leugnen versucht“, wie es Dieter Just in der zitierten Schrift nennt. Und das versucht der „Main Stream“, also die bürgerlichen Intellektuellen überhaupt, nicht nur die deutschen, bis heute, und zwar, wie ich vermute, unbewußt.

Was bedeutet das?

Unter anderem, daß es

_nicht_

überzeugend ist, erklärt jemand, bspw. Hannah Arendt, wie es heute um die „Gleichschaltung des Denkens“ bestellt ist, unterliegt dieser dieser selbst, oder strickt an dieser mit. … Aus meiner Sicht ist aber das Bedenkliche an solchem Stricken, daß es so selbst_überzeugt wie un_bewußt erfolgt.

Das bedeutet, wie es alle bürgerlichen Intellektuellen tun, Hannah Arendt zieht mit der Bemerkung: „Hitler habe seine Weltanschauung aus der Gosse be- bzw. gezogen“ die Aufmerksamkeit von denjenigen ab, deren eigentliches Geschäft das Denken ist, wie Herr Martin Heidegger meinte, der nicht wenigen als der größte Philosoph des 20. Jahrhunderts gilt, und damit allen anderen, folglich auch tatsächlichen Wissenschaftlern: Wissen_Schaffenden … das Denken abspricht. Als fände das Denken in einem Sondergebiet statt, zu dem man einen Passierschein benötigte. … Und fühlte sich nicht auch Hannah Arendt geadelt, das Denken von Heidegger gelernt zu haben?


— Dies _keine_ „bürgerlich intellektuelle ‘Gleichschaltung’“? —


Aber was hat Herr Heidegger denn zurückgelassen, wenn man von seinen gedankenganglichen Windungen absieht, die im „Man“ enden, das nichts anderes als die von den Satelliten der Machtelite geschaffene öffentliche Meinung ist?



Diesen Text werden Sie an einer bestimmten Stelle — dann als weiterentwickelte Passage — in meinem neuen Buch entdecken: allerdings erst nach seinem Erscheinen …



© Joachim Endemann (_EndemannVerlag_)

_1 Zu den Ursachen dieses „Basischen“ siehe in: «Ist der Monotheismus von seiner Anlage her ein elementarer Faktor der Gewalt?», aber Seiten 436 unten, beginnend mit: „Vedânta bedeutet: ‘den Veden angehängte Schriften’“.

_2 Warum das so ist, habe ich insbesondere in einem meiner Bücher angerissen, siehe dazu die Hinweise in Fußnote 1. — Vgl. dazu auch Dieter Just, „Zu den philosophischen Fundamenten der Hitler-Barbarei“. Die einzelnen Aufsätze dieser erhellenden Reihe sind als PDF-Dateien im Internet über diesen Link abrufbar.

_3 Siehe die Hinweise in Fußnote 2.

_4 Zu den Ursachen für die Schaffung der „mentalen Kolonisationsideologie“ siehe die Hinweise in Fußnote 1. Siehe dazu auch die Aspekte 28: „Über was reden wir? — Es gibt einen schon seit 520 Jahren währenden Weltkrieg“ und 29: «Die Intellektuellen sind zu einem sehr großen Teil für jenes verantwortlich, welches sie anklagen», in: Sie fragen noch, wie die «Verhältnisse» liegen?

Ihnen genügen die gebrachten Beispiele für die Feststellung nicht, daß Herr Nietzsche bei bürgerlichen Intellektuellen bleibend beliebt ist?

Nun, zwar spricht das Bände,
aber bitte,
wenn Sie’s wollen … Ihnen genügen die gebrachten Beispiele für die Feststellung nicht, daß Herr Nietzsche bei bürgerlichen Intellektuellen bleibend beliebt ist? weiterlesen

Identitätslose auf der Suche nach Identität

Auf der Suche nach „seiner“ Identität muß _der_ Mensch scheitern, der glaubt, diese durch „additive Übernahme“ der Identität des_jenigen Menschen erlangen zu können, an dem er sich — nach dem ersten familiär erfolgten Charakter-Auf_Prägen — als Identitätsloser erstmals orientiert, da eine Ab_Lösung von dieser „Identitätsübernahme“ immer dann erfolgen wird, sobald dem weiterhin Identitätslosen die Identität einer anderen Person nun als die für ihn gemäße erscheint: ja, so mag sich dieser denken: hat dieser andere Andre nicht sogar „seine“ Identität, die er — und des_halb ohne weiteres — bloß einfordert? … wobei dieses Meinen bis zur nächsten Identitätsschlüpfung währt. … Ist es dann nicht normal, ergibt sich daraus ein tiefgründiges Mißtrauen gegen das eigene Bewußtsein? Wie sollte der Identitätslose auch nicht mißtrauisch sein, übernimmt er mit der (_letztlich doch allein aus seiner Perspektive wahrgenommenen_) Identität eines anderen Menschen _ebenso_ das damit verbundene Bewußtsein (_das allerdings gleichfalls nur ein von ihm vorgestelltes sein kann_)? Ist es dann un_gewöhnlich, erliegt dieser identitätslose Mensch „dem Zauber der entgegengesetzten Denkweise“, die bedingt, daß er dem von ihm — in einer Phase „anders dominierten“ Bewußtseins — Ausgedrückten widerspricht? Denn, sollte anzunehmen sein, daß nichts an „Spuren“ seiner bisherigen „Identitätsschlüpfungen“ in ihm verbleibt? Macht ihn nicht dies zum „offenen Haus“, in dem ihm seine „Stimmungen“ wie ihn „Besuchende“ erscheinen? Wird vor diesem Hintergrund ein aphoristisch denkender Mensch nicht geradezu zwangsläufig dem „Zauber der entgegengesetzten Denkweise“ erliegen, so daß — dementsprechend — „seine“ Aussagen sich widersprechende sein müssen? Nachdem er manche Identitätsschlüpfung schon vollzogen und in ihm die sich mehrenden disparaten Identitätsschlüpfungsrückstände fordernd Wohnung bezogen haben: _welchen_ „Anker“ hätte dieser Mensch — sein Wesen — dann noch? Wäre so für den Identitätslosen ein „`eignes´ übergeordnetes Bewußtsein“ — bspw. das von seiner dominanten Mutter in ihm kernhaft angelegte: „du bist ein großer Mensch“ — nicht verlockend, daß es ihm als Anker diene? Was aber mag es dann _nicht allein_ sein, was in diesem Identitätslosen widerstreitet, hingegen vor allem auch: _wie_ mag sich das ereignen? Insbesondere dann, projiziert dieser Identitätslose alles Lebensschmächtige in sich selbst auf andere und nimmt sich das tatsächlich vom Bewußtsein der Machtelite eines Staates einst Produzierte, jenes also, das man gemeinhin „herrschende `Moral´“ nennt — und das immer wieder mittels ihrer Satelliten im Denken und Fühlen der Menschen ihres Staates (_also demjenigen, dieser Elite_) re_produziert wird —, das sich in der konkreten Erziehung, bspw. in der von der eigenen Mutter ihm gegenüber praktizierten, spezifisch bricht — und vielleicht zusätzlich dadurch ver_kompliziert, ist der eigene Vater des Identitätsloswerdenden in der Phase des Erzogenwerdens nicht mehr lebend und lebt die Mutter mit ihren Kindern in sozial gepreßten Verhältnissen —, zur Zielscheibe für seine Angriffe auf jenes macht, welches ihn _konkret_ behindert: die Einheit seines Wesens zu wahren; scheut er also die _konkrete_ Auseinandersetzung, bspw. die mit seiner — selbst sozial gepreßten — dominanten Mutter — und später immer genau dies, nämlich die konkrete Auseinandersetzung mit anderen Menschen meidend — also mit seinem Denken allein _abstrakt_ jenes Abstrakte (_die „herrschende `Moral´“_) angreifend, das die Einheit seines Wesens zu wahren behindert, da dieses dazu vorgesehen ist, sich — fremdbestimmt — „kollektiv identitär“ (_aus_gerichtet_) zu fühlen? Nun, wie könnte da ein Identitätsloser — sich lediglich in der (_möglicherweise gemachten, falls machtelitären Kreisen nützlichen!_) Berühmtheit unterscheidend — tendenziell (_also, zwar schon persönlich „gefärbt“_) anders enden als jener von bürgerlichen Intellektuellen geschätzte Herr Nietzsche? … Wieso mag der von diesen so geschätzt sein? Des_halb, da diese selbst identitätslos sind? Oder zeichnen sich bürgerliche Intellektuelle, u.a., etwa nicht dadurch aus, opportunistisch zu sein? Wie sollten diese sich, u.a., dadurch nicht auszeichnen, ist es doch gerade das, was aus machtelitärer Perspektive einzig gefragt sein kann? … Was sonst?



Dieser Text ergänzt diesen Text:

Wie dumm die bürgerlichen Intellektuellen wohl aus der Wäsche gucken werden?

Beide werden Sie in dem Buch verändert wiederentdecken, auf das bis auf weiteres mein schriftstellerisches Hauptaugenmerk gerichtet bleibt:

… ein paar Infos zu Band 15, der sich grade von selbst schreibt


© Joachim Endemann (_EndemannVerlag_)

Drei Hinweise, die Zitierungen:

„Zauber der entgegengesetzten Denkweisen“,

„`offenes Haus´, in dem ihm seine `Stimmungen´ wie ihn `Besuchende´ [_tatsächlich als `Gäste´ bezeichnet_] sind“

und

„Du bist ein großer Mensch“

betreffend:

Herr Nietzsche spricht vom „Zauber der entgegengesetzten Denkweisen“, was im hier gemeinten Sinne zu interpretieren ist, siehe dazu: eKGWB/NF-1885,2[155] — Nachgelassene Fragmente Herbst 1885 — Herbst 1886.

Auch spricht dieser „vornehme“ Herr „über Stimmungen“ im hier verwendeten Sinne, siehe dazu: Friedrich Nietzsche, Autobiographisches aus den Jahren 1856-1869, Edition Holzinger, abrufbar über diesen Link.

Die zitierte Bemerkung: „Du bist ein großer Mensch“, geschrieben von der Mutter des Herrn Nietzsche, als dieser noch ein Kind war, findet sich in: Nietzsche BriefwechselKritische Gesamtausgabe, hg. v. Giorgio Colli und Mazzino Montinari, 1. Abteilung, 1. Band, Verlag Walter de Gruyter, Berlin, New York, 1975, „Briefe an Friedrich Nietzsche: Oktober 1849 bis September 1864“, die Seite 322.

Was die Bemerkung „`eignes´ übergeordnetes Bewußtsein“ anbelangt.

Dieter Just spricht in seinem 26. Aufsatz zu seiner Schriftenreihe: „Zu den philosophischen Fundamenten der Hitlerei-Barbarei“ vom „zweiten Bewußtsein“ Nietzsches (_ist als PDF-Datei abrufbar_). Da es sich dabei um die Schaffung eines „`eignen´ übergeordneten Bewußtseins“ handelt, erscheint mir die Bezeichnung: „`eignes´ übergeordnetes Bewußtseins“ deshalb besser, da in dieser Bezeichnung selbst deutlich wird, um was es sich bei dieser „zweiten Bewußtseinsbildung“ handelt. — „Eigen“ steht deshalb in An- und Abführungszeichen, da es sich dabei um einen unbewußten Rückgriff auf das handelt, welches man als (_eine in Abhängigkeit vom gesellschaftlichen Status familiär erfolgende_) „Charakter-Auf_Prägung“ bezeichnen kann, die wiederum jenem „erste Form“ gibt, welches ich als „unbewußt erfolgende Charakter-Vorbahnung“ bezeichne, die in der intrauterinen Phase einsetzt und darauf hinweist, daß das menschliche Wesen vor allem plastisch ist (_siehe dazu in: Die tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters, Bd I, Teilband 4, die Seiten 139-47, beginnend mit: „das Wesen des einzelnen Menschen ist […] plastisch …“_).

Wie dumm die bürgerlichen Intellektuellen wohl aus der Wäsche gucken werden?

Wie dumm aus der Wäsche mögen die bürgerlichen Intellektuellen gucken, werden die Apologeten sogenannter global governance das damit eigentlich gemeinte „gesellschaftspolitische Instrumentarium“ nicht allein „mit Nietzsche“ begründen, sondern diese das dann sogar ohne weiteres können werden? Wie dumm die bürgerlichen Intellektuellen wohl aus der Wäsche gucken werden? weiterlesen

Ist «Direkte Demokratie» ein utopisches Projekt?

Aus menschlicher Perspektive läßt sich

_gedanklich_

eine „natürliche Umwelt-Sphäre“ von einer „menschengesellschaftlichen Umwelt-Sphäre“ abgetrennt betrachten. Tatsächlich aber sind beide „Sphären“ bloß zwei Aspekte (_Gesichtspunkte_) einer Vielzahl von vielfältig miteinander verschränkten

(_also, sich gegenseitig beeinflussenden_)

Aspekten (_Gesichtspunkten_) eines für die Spezies Mensch nur vermutbaren allumfassenden Zusammenhangs

der aus diesem Grund von dieser Spezies
verschieden interpretiert werden kann
.



(_Die Spezies Mensch, als einem dieser vielfältig miteinander verschränkten [_also, sich gegenseitig beeinflussenden und faktoriell wirksamen_] Aspekte eines für die Spezies Mensch nur vermutbaren allumfassenden Zusammenhangs, wird auch als „anthropogener Faktor“ bezeichnet. Eine Besonderheit dieser Spezies liegt vielleicht darin, daß sie an sich ihre Einflußnahme bewußt steuern kann; was aber bei profitdominant orientierten staatlichen Gesellschaften — d.h. lobbykratisch organisierten Gesellschaften — lediglich selten, und dann zudem eher widerwillig, geschieht, da dies von lobbykratischen Ideologen sofort als „unerlaubter Eingriff in den ‘Markt’“ „begriffen“ wird._)



Da diese beiden genannten „Sphären“ miteinander verschränkt sind

und es sei betont: von dieser Spezies
bewußt beeinflußt werden können
—,

lassen sie sich sinnvoll _nicht_ gesondert betrachten, da, wie gesagt, dieses Miteinanderverschränktsein bedingt, daß Einflußnahme auf die eine immer auch eine solche auf die andere „Sphäre“ bedeutet.

Und wegen seiner Bedeutung
sei es nochmals betont:

Da der Mensch als Spezies

allein schon wegen ihrer Existenz

beide „Sphären“ zugleich beeinflußt, zwar meinend, durch sein konkretes Tun es bewußt zu vermögen, bloß einmal die eine oder die andere beeinflussen zu können, lassen sich jene

(_vermeintlich „lediglich“_)

die „natürliche Umwelt-Sphäre“ betreffenden Fragen nicht von der „menschengesellschaftlichen Umwelt-Sphäre“ losgelöst beantworten

und umgekehrt —,

da sie eben nur vermeintlich die eine
dieser „Sphären“ betreffende Fragen sind.


(_Daß jedes Individuum der Spezies Mensch
selbst auch den von beiden
„Sphären“
ausgehenden Einflüssen unterliegt,
sei an dieser Stelle nur am Rande erwähnt,
sollte aber im Hinterkopf behalten werden
._)


Aus dieser Vorrede ergibt sich bei richtiger Überlegung zum einen, daß das natürliche Klima nichts weiter als Ausdruck und Ergebnis des konkreten Zustands der „natürlichen Umwelt-Sphäre“ _und_

— mittelbar —

der „menschengesellschaftlichen Umwelt-Sphäre“ ist.

Wer also konstruktiv Einfluß auf das natürliche Klima nehmen will,
setzt bei den vom Menschen das natürliche Klima
beeinflussenden „Größen“ an,
da es dem Menschen allein über diese möglich ist,
die Entwicklung des natürlichen Klimas zu beeinflussen;

nicht aber beim Klima selbst:

Denn wie sollte das anders gehen,
ist das natürliche Klima
nichts anderes als das Ergebnis
aller „klima-relevanten Faktoren“,
von denen der „anthropogene Faktor“ eben jener ist,
der von der Spezies Mensch

zudem selbst dieser Faktor seiend

tatsächlich bewußt
gesteuert werden kann?

Demnach kann am Zustand wie der Entwicklung der „natürlichen Umwelt-Sphäre“ von uns Menschen lediglich jenes sinnvollerweise bewußt beeinflußt werden, welches auswirkungsmäßig auf uns — als dem „anthropogenen Faktor“ — zurückgeführt werden kann.

Soll aber diese von der Spezies Mensch bewirkbare Einflußnahme konstruktiv erfolgen, muß sie sich einerseits konsequent und andererseits immer unter Berücksichtigung der Auswirkungen solcher Einflußnahme auf _beide_ genannten „Sphären“ ereignen.


Und so ist bei weiterer richtiger Überlegung aus dieser Vorrede zum anderen zu schließen, daß Direkte Demokratie alles andere als im Widerspruch zu Fragen der „natürlichen Umwelt-Sphäre“ stehen kann. Dies wird derjenige geschlechtsunspezifische Mensch jedenfalls nicht leugnen, der weiß, daß es primär Profitinteressen sind, die erst jene Bedürfnisse in den Menschen wecken, die ihren eigenen und den Bedürfnissen der natürlichen Umwelt zuwiderlaufen. Wer also irgendwelche „Investorengruppen“ bestimmen lassen wollte, wie und welche „klimafreundlichen Projekte“

die sich im nachhinein vielleicht allein
als „profitfreundlich“ erweisen, da
mit der berüchtigten heißen Nadel gestrickt

der Masse der Menschen
aufs Auge gedrückt werden sollten, wäre

objektiv gesehen

bloß ein sich

bewußt oder unbewußt

prostituierendes Früchtchen des Profitsystems, da ein solches geschlechtsunspezifisches Früchtchen auf diese Weise belegte, daß es sich nicht nur einen feuchten Kehricht um die Belange der weit überwiegenden Mehrheit der Menschen

— im weltweiten Rahmen zudem 

scherte, sondern auch über neurotisiert aktionistisches Treiben nicht hinauskäme. Denn wie sollte etwas für die „natürliche Umwelt-Sphäre“

und damit immer auch fürs Klima

getan werden können, würden nicht zugleich die Bedingungen geschaffen, daß sich die Masse der Menschen es sich leisten kann, umweltfreundlich produzierte Produkte zu kaufen? Zumal von der Annahme auszugehen ist, daß, so die Menschen ihre Geschicke tatsächlich

— im weltweiten Rahmen zudem 

selbst bestimmen können, es nicht die weit überwiegende Mehrheit der Menschen ist, die Unvernünftiges will … weder für die „natürliche Umwelt-Sphäre“ noch für die „menschengesellschaftliche Umwelt-Sphäre“, und damit für ihre Kinder:

denn schon allein deshalb würden sie immer
für nachhaltiges Produzieren plädieren.[1]

Ist aber getrost von dieser Annahme auszugehen,
müssen es die Profitinteressen weniger Menschen sein,
die dem primär entgegenstehen,
hingegen nicht das,
was im folgenden im Fokus steht. Ist «Direkte Demokratie» ein utopisches Projekt? weiterlesen