Schlagwort-Archive: Lobbykratie

Ist «Direkte Demokratie» ein utopisches Projekt?

Aus menschlicher Perspektive läßt sich

_gedanklich_

eine „natürliche Umwelt-Sphäre“ von einer „menschengesellschaftlichen Umwelt-Sphäre“ abgetrennt betrachten. Tatsächlich aber sind beide „Sphären“ bloß zwei Aspekte (_Gesichtspunkte_) einer Vielzahl von vielfältig miteinander verschränkten

(_also, sich gegenseitig beeinflussenden_)

Aspekten (_Gesichtspunkten_) eines für die Spezies Mensch nur vermutbaren allumfassenden Zusammenhangs

der aus diesem Grund von dieser Spezies
verschieden interpretiert werden kann
.



(_Die Spezies Mensch, als einem dieser vielfältig miteinander verschränkten [_also, sich gegenseitig beeinflussenden und faktoriell wirksamen_] Aspekte eines für die Spezies Mensch nur vermutbaren allumfassenden Zusammenhangs, wird auch als „anthropogener Faktor“ bezeichnet. Eine Besonderheit dieser Spezies liegt vielleicht darin, daß sie an sich ihre Einflußnahme bewußt steuern kann; was aber bei profitdominant orientierten staatlichen Gesellschaften — d.h. lobbykratisch organisierten Gesellschaften — lediglich selten, und dann zudem eher widerwillig, geschieht, da dies von lobbykratischen Ideologen sofort als „unerlaubter Eingriff in den ‘Markt’“ „begriffen“ wird._)



Da diese beiden genannten „Sphären“ miteinander verschränkt sind

und es sei betont: von dieser Spezies
bewußt beeinflußt werden können
—,

lassen sie sich sinnvoll _nicht_ gesondert betrachten, da, wie gesagt, dieses Miteinanderverschränktsein bedingt, daß Einflußnahme auf die eine immer auch eine solche auf die andere „Sphäre“ bedeutet.

Und wegen seiner Bedeutung
sei es nochmals betont:

Da der Mensch als Spezies

allein schon wegen ihrer Existenz

beide „Sphären“ zugleich beeinflußt, zwar meinend, durch sein konkretes Tun es bewußt zu vermögen, bloß einmal die eine oder die andere beeinflussen zu können, lassen sich jene

(_vermeintlich „lediglich“_)

die „natürliche Umwelt-Sphäre“ betreffenden Fragen nicht von der „menschengesellschaftlichen Umwelt-Sphäre“ losgelöst beantworten

und umgekehrt —,

da sie eben nur vermeintlich die eine
dieser „Sphären“ betreffende Fragen sind.


(_Daß jedes Individuum der Spezies Mensch
selbst auch den von beiden
„Sphären“
ausgehenden Einflüssen unterliegt,
sei an dieser Stelle nur am Rande erwähnt,
sollte aber im Hinterkopf behalten werden
._)


Aus dieser Vorrede ergibt sich bei richtiger Überlegung zum einen, daß das natürliche Klima nichts weiter als Ausdruck und Ergebnis des konkreten Zustands der „natürlichen Umwelt-Sphäre“ _und_

— mittelbar —

der „menschengesellschaftlichen Umwelt-Sphäre“ ist.

Wer also konstruktiv Einfluß auf das natürliche Klima nehmen will,
setzt bei den vom Menschen das natürliche Klima
beeinflussenden „Größen“ an,
da es dem Menschen allein über diese möglich ist,
die Entwicklung des natürlichen Klimas zu beeinflussen;

nicht aber beim Klima selbst:

Denn wie sollte das anders gehen,
ist das natürliche Klima
nichts anderes als das Ergebnis
aller „klima-relevanten Faktoren“,
von denen der „anthropogene Faktor“ eben jener ist,
der von der Spezies Mensch

zudem selbst dieser Faktor seiend

tatsächlich bewußt
gesteuert werden kann?

Demnach kann am Zustand wie der Entwicklung der „natürlichen Umwelt-Sphäre“ von uns Menschen lediglich jenes sinnvollerweise bewußt beeinflußt werden, welches auswirkungsmäßig auf uns — als dem „anthropogenen Faktor“ — zurückgeführt werden kann.

Soll aber diese von der Spezies Mensch bewirkbare Einflußnahme konstruktiv erfolgen, muß sie sich einerseits konsequent und andererseits immer unter Berücksichtigung der Auswirkungen solcher Einflußnahme auf _beide_ genannten „Sphären“ ereignen.


Und so ist bei weiterer richtiger Überlegung aus dieser Vorrede zum anderen zu schließen, daß Direkte Demokratie alles andere als im Widerspruch zu Fragen der „natürlichen Umwelt-Sphäre“ stehen kann. Dies wird derjenige geschlechtsunspezifische Mensch jedenfalls nicht leugnen, der weiß, daß es primär Profitinteressen sind, die erst jene Bedürfnisse in den Menschen wecken, die ihren eigenen und den Bedürfnissen der natürlichen Umwelt zuwiderlaufen. Wer also irgendwelche „Investorengruppen“ bestimmen lassen wollte, wie und welche „klimafreundlichen Projekte“

die sich im nachhinein vielleicht allein
als „profitfreundlich“ erweisen, da
mit der berüchtigten heißen Nadel gestrickt

der Masse der Menschen
aufs Auge gedrückt werden sollten, wäre

objektiv gesehen

bloß ein sich

bewußt oder unbewußt

prostituierendes Früchtchen des Profitsystems, da ein solches geschlechtsunspezifisches Früchtchen auf diese Weise belegte, daß es sich nicht nur einen feuchten Kehricht um die Belange der weit überwiegenden Mehrheit der Menschen

— im weltweiten Rahmen zudem 

scherte, sondern auch über neurotisiert aktionistisches Treiben nicht hinauskäme. Denn wie sollte etwas für die „natürliche Umwelt-Sphäre“

und damit immer auch fürs Klima

getan werden können, würden nicht zugleich die Bedingungen geschaffen, daß sich die Masse der Menschen es sich leisten kann, umweltfreundlich produzierte Produkte zu kaufen? Zumal von der Annahme auszugehen ist, daß, so die Menschen ihre Geschicke tatsächlich

— im weltweiten Rahmen zudem 

selbst bestimmen können, es nicht die weit überwiegende Mehrheit der Menschen ist, die Unvernünftiges will … weder für die „natürliche Umwelt-Sphäre“ noch für die „menschengesellschaftliche Umwelt-Sphäre“, und damit für ihre Kinder:

denn schon allein deshalb würden sie immer
für nachhaltiges Produzieren plädieren.[1]

Ist aber getrost von dieser Annahme auszugehen,
müssen es die Profitinteressen weniger Menschen sein,
die dem primär entgegenstehen,
hingegen nicht das,
was im folgenden im Fokus steht. Ist «Direkte Demokratie» ein utopisches Projekt? weiterlesen

Der «Realsatirismus» als folgerichtiges «Entwicklungsprodukt» des lobbykratischen Systems

Es ist festzustellen, daß das real existierende lobbykratische System ohne eine spezifische Realsatire nicht denkbar ist. Das ist deshalb so, da diese besondere Art der Realsatire Ergebnis der Gemütslage jener Intellektuellen ist, wozu ich jetzt auch Politiker zähle, es gibt ja immer eine gewisse Begriffsunschärfe, die zur Funktionselite des lobbykratischen Systems gehören oder zumindest potentieller Teil dieser Elite sein könnten. Und da das lobbykratische System diese Gemütslage erzeugt, was die davon Betroffenen bspw. spezifisch realsatirische Sätze schreiben und mitunter sogar sagen läßt, halte ich es für angebracht, diese lobbykratie-typische Realsatire als „Realsatirismus“ zu bezeichnen.

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Wo mag der Fehler liegen?

Wo mag der Fehler liegen, spricht jemand im Jahre 2020 (__auch schon vorher__) von Direkter Demokratie und ein anderer, der bei der Partei „Die Linke“ aktiv ist, läßt in seiner Antwort, u.a., Phrasen fallen wie:

Peisistratos, der kein schlechter Herrscher war

oder

Tyrannis, ein Begriff, der einst nicht negativ gewesen,

sogar weiß, daß es altgriechische „Lobbyisten“ gegeben habe, die „schon damals“ das „Scherbengericht“ über jemanden herbeigeführt hätten, den „andere“ politisch erledigt sehen wollten … und folglich nicht mehr überraschend schließt:

Das Volk kann verführt werden,
ebenso wie jeder einzelne? Wo mag der Fehler liegen? weiterlesen

« Die Grenzen der europäischen Demokratie »

Dieser Titel ist aus zwei Gründen in An- und Abführungszeichen gesetzt.

1. handelt es sich um den Titel des nachfolgenden Zitats und

2. steht dieser Titel im Widerspruch zum Inhalt dieses nachfolgenden Zitats, das nämlich einmal mehr belegt, daß meine Behauptungen stimmen, daß die EU « Die Grenzen der europäischen Demokratie » weiterlesen

Wellen im Wasserglas: «BI stellt eigenen geschlechtsunspezifischen Kandidaten auf!»

So titelte das Blatt des Konzerns für Meinungsorientierung (__KofMein__) in der Massengesellschaft. Das war aber eine Falschmeldung, die erst nach langem Hin und Her korrigiert werden konnte. Denn das Meinungsorientierungsbüro des KofMein-Blatts mußte natürlich erst einmal prüfen, ob die Begründung fürs Dementi der Bevölkerung _rein_ einzuschenken wäre: heutzutage schlägt ja alles sofort Wellen: im Wasserglas. Aber die Dementi-Argumentation konnte dann ungekürzt über die Klinge springen. Und so konnte die Falschmeldungskorrektur auf lokaler Ebene das Licht in der meinungsorientierten Massengesellschaft rein erblicken: Wellen im Wasserglas: «BI stellt eigenen geschlechtsunspezifischen Kandidaten auf!» weiterlesen

Worin die demokratische Misere ihren Grund findet

Die demokratische Misere findet darin ihren Grund, daß hier kaum jemand weiß, was Demokratie bedeutet und was die benötigt, damit die dauerhaft funktioniert. Das hängt u.a. damit zusammen, daß jene, deren Aufgabe es wäre, die Masse der Menschen aufzuklären, auch jene, die (__verschieden gefächerte__) „Gemeinschaftskunde“ in Bildungsstätten vermitteln, das nicht tun. Das hat wiederum damit zu tun, daß die selbst keine klaren Vorstellungen von Demokratie haben. Woraus sich die nächste Frage ergibt: Wieso ist das so? Worin die demokratische Misere ihren Grund findet weiterlesen

«Der Brexit als Ausdruck ›momenthafter‹ Demokratie»

Vorbemerkung: Mitte 2016 stimmten 52 % der Briten für den EU-Austritt. Zu den Unterhauswahlen Mitte 2017 gaben beide großen Parteien Memoranden heraus, daß sie, so die Briten für sie stimmten, den Brexit vollziehen würden. Die Tories drückten sich deutlicher als die Labour Party aus. Dies ist der Grund, wieso Frau May gewählt wurde und wieso die UKIP keine Rolle mehr spielte. Bei den EU-Parlamentswahlen 2019 wurde die Brexit Party — die keineswegs eine Neuauflage der UKIP ist, sondern in der sich solche Leute versammeln, die nur eine Frage umtreibt: darf eine Elite ungestraft den Bürgerwillen mißachten? — stärkste britische Partei im EU-Parlament. Damit ist klar, daß das Referendum von 2016 zweimal bestätigt worden ist. — Was ist daraus zu schließen? «Der Brexit als Ausdruck ›momenthafter‹ Demokratie» weiterlesen

… was mag: “[…] ein europäisches Klassenbewußtsein […] schaffen […]” bedeuten?


[__Ursprünglich mit: „Wenn ich Sie einmal zitieren darf?“ betitelt.__]


[…] Die europäische Krise kann nur von
der Sozialdemokratie beendet werden […]

… was mag: “[…] ein europäisches Klassenbewußtsein […] schaffen […]” bedeuten? weiterlesen