Archiv für den Monat: Juli 2020

… «unser Wirtschaftssystem will das so» …

Bezogen auf das Zahlen von Dumpinglöhnen in einer

(_zur weiteren Ablenkung_)

in den Fokus gesetzten Branche, las ich kürzlich: „unser Wirtschaftssystem will das so“. Das hätte auch von jemandem gesagt werden können, der in der deutschen betriebswirtschaftlichen Gesellschaft einer Partei angehört, deren Aufgabe es ist, „Links-Tamtamistisches“ abzusondern, und damit im Gegensatz zur AfD steht, die „Rechts-Tamtamistisches“ abzusondern hat.

Dabei ist die Aussage: „unser Wirtschaftssystem will das so“ nicht nur inhaltlich falsch, sondern lenkt auch vom an sich leicht zu lösenden Problem

selbst im profitorientierten Wirtschaftssystem 

dadurch ab, daß sie pauschal ist.

Denn zum einen ist es vielmehr so, daß das präsente Wirtschaftssystem fürs eigene Funktionieren, u.a., Löhne fordert, die sich _stets_ und _flächendeckend_ an der Goldenen Lohnregel orientieren, andernfalls entwickelt sich dieses System „neo-merkantilistisch“, und wird damit zum Problem selbst für die Staaten, die mit einem „Neomerkantilisten“ (_und seinen allerdings weit kleineren merkantilistischen Geschwistern_) in einer Währungsunion „feststecken“, wie es in der EWU der Fall ist.

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… aus identitärem Selbstgefühl

In wenigen Wochen wird mein Facebook-Account gelöscht. Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist, daß ich, im Gegensatz zu nicht nur facebook-user-typischen Unterstellungen, kein “gesteigertes Mitteilungsbedürfnis” habe.


Etwas zu sagen zu haben und das mit
einem solchen “Bedürfnis” zu verwechseln,
kann allein dem geschlechtsunspezifischen Menschen möglich sein,
der zwar ein solches “Bedürfnis” hat,
aber selbst nichts auf eigenen Mist Gewachsenes zu sagen weiß
und dann sein “Manko” auf andere projiziert.


Zudem ist mein Eindruck, daß nicht nur Facebook zu einer kollektiven Infantilisierung beiträgt, sondern daß die Masse der Facebook-User selbst schon längst ausgeprägt infantilisiert ist. Das mag, u.a., durchs meist murksende Tun der im Selektionssystem für “Bildung” des lobbykratischen Zeitalters “pädagogisch” tätigen An_Gestellten sowie durch die “geleistete Arbeit” der in massenmedialen Konzernen dieses Zeitalters “journalistisch” tätigen An_Gestellten verursacht sein, denn beide Tätigkeiten dienen der “kollektiven Orientierung” der Insassen lobbykratisch organisierter Staaten.

(_Schließlich existiert der “social-mediale” Konzern Facebook aus keinem anderen Grund als dem, der den massenmedialen Konzernen schon seit langen Jahrzehnten ihr Existieren erlaubt._)

Immerhin ist die bürgerliche Gesellschaft nichts anderes als eine Massengesellschaft, die ihren Mitgliedern lediglich eine “neurotische Individualisierung” — also eine Illusion von Individualität — verschaffen kann, da diese Gesellschaft nach betriebswirtschaftlichen Prinzipien organisiert ist, folglich eine “betriebswirtschaftliche Gesellschaft” ist. Das bedeutet, diese Mitglieder sitzen in Staaten ein, die, da nach betriebswirtschaftlichen Prinzipien organisiert, ihnen ein marktkonformes Verhalten abfordern. Zu diesem Zweck wurde diesen Insassen schon vor langer Zeit eine nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten fabrizierte Mentalität aufgeprägt, die aber — da künstlich geschaffen und nicht originär gewachsen — immer wieder “eingeübt” werden muß. Dieses “Einüben” geschieht über “schulpädagogische”, kulturbetriebliche und massenmediale Manipulation mit der Zielsetzung, die Masse der Menschen geneigt zu halten, ihr Funktionieren im Sinne der Interessen machtvoller Partikularinteressen zu bejahen und — sofern ihre geschlechtsunspezifischen politischen, “pädagogischen”, “journalistischen”, spin_doktorischen und kulturbetrieblichen Satelliten das für notwendig erachten — zu verteidigen. Es leuchtet demnach ein, daß zu diesem Zweck sowohl interne und externe Sündenböcke als auch das Heucheln der dementsprechend politisch, “pädagogisch”, “journalistisch”, spin_doktorisch und kulturbetrieblich An_Gestellten sowie das — daraus resultierende — kollektive Heucheln der Insassen solcher Staaten systemisches Muß bzw. systembedingte Resultate sind.

Dieses kollektive Heucheln drückt sich übrigens, u.a., darin aus, daß bspw. die Masse der marktkonform getrimmten Insassen des deutschen betriebswirtschaftlichen Staates tatsächlich meinen, sie lebten in einem demokratischen Staat, und daß das ebenso für die EU gelte.


(_Daß das — also Demokratiebetreffendes — weder auf den deutschen betriebswirtschaftlichen Staat noch auf die nach gleichen Prinzipien funktionierende EU zutreffen kann, habe ich in meinen Büchern belegt: siehe dazu die diversen Bände der Edition !_scheuklappenfrei_!

Sie können viel Geld sparen, lesen Sie diese Bücher, da jene Bücher, die zu “Bestsellern” gepusht werden, diesbezüglich nichts zusammenhängend Substantielles zu bieten haben, sondern allein in Details “hängenbleiben”, wodurch das zusammenhängend Problematische — nämlich das strukturell Anti_Demokratische des lobbykratischen Systems abgeschleiert bleibt und so sogar die Illusion genährt wird, es genüge an leerdrehenden “Reformstellschräubchen” herumzufummeln, da die “letzten siebzig Jahre” gezeigt hätten, daß dieses System “effizient” sei.

Gewiß, wer sich und anderen etwas in die Tasche lügen will, muß das behaupten. Dabei genügte ein scheuklappenfreier Blick für die Feststellung, daß das tendenziell höchstens für etwa dreißig Jahre gegolten haben könnte, und selbst für diesen Zeitraum ist zu fragen: war das nicht eher wegen gewisser “politischer Konstellationen” möglich, die zudem fern von jedem “Wirtschaftswundersamen” waren? … Auch das wird in meinen Büchern behandelt und beantwortet._)


Nun, es ist aus identitärem Selbstgefühl,
daß ich mich von einer solchen Gesellschaft zu distanzieren habe.

Im folgenden ein verlinktes Statement, das am Beispiel der deutschen betriebswirtschaftlichen Gesellschaft die durch das lobbykratische System erzeugte Misere zeigt und gerade deshalb bestens geeignet ist, meine “Facebook-User-Karriere” zu beenden.

… «politische Idiologien interessieren mich nicht» … 

© Joachim Endemann (_EndemannVerlag_)