Die realsatirische Qualität des politischen Establishments Mülheims macht Satiriker arbeitslos

Ein Herr T. und eine Frau Sch., als vermutlich wichtige Stützen des politischen Establishments Mülheims, merkten zum Akt der rechtsstaatlichen Beugung durch die interfraktionelle Mehrheit im Stadtrat — bestehend aus SPDCDUGRÜNEFDPBAMH, wo sich nach einem unbestätigten Gerücht „GMV“ äußert konzentriert verstecken soll — auf überzeugend realsatirische Weise etwas an …

Zu diesem Akt rechtsstaatlicher Beugung der
interfraktionellen Mehrheit Mülheims siehe hier:

Die interfraktionelle Mehrheit im Rat der Stadt Mülheim behauptet, sie habe am 5. Dezember 2019 aus „Respekt“ vor dem Bürgerentscheid vom 6. Oktober Stimmenthaltung geübt

Lassen wir zuerst Herrn T. sprechen, da der über
macherqualitätischen Hauch verfügen soll:

Daß Herrn Teich kein Zugang gewährt wird,
wußtet Ihr vor dem Bürgerentscheid.

Damit belegt Herr T., als Teil des politischen Establishments Mülheims, welches Niveau dort herrscht _und_ woran es ihm mangelt, das aber nicht weiter auffällt, da dort sowieso jeder weiß, was der andre sagen wird — falls nicht, sagt es, bpsw. der zweite Abteilungsleiter für den gewählten Chef.

Nun gehöre ich dieser Mehrheit selbstverständlich nicht an und deshalb kann ich Herrn T. korrigieren:

Teich hat Urheberrecht. Dieses Recht kann er einklagen. Klagt er das ein, bleibt den politischen und verwaltungstechnischen Wichtigkeiten Mülheims nichts anderes übrig als ihm den ungehinderten Zugang zum HTV-Gebäude zu gestatten.

Ob dieses politische Establishment Mülheims nicht weiß, was Urheberrecht bedeutet, bzw. was ein Rechtsstaat garantieren muß, da — allgemein behauptet — die Demokratie schützend? Nun, überraschend wäre das nicht.

Nicht anders verhält es sich, wenn Herr T. sagt:

Herr Teich kann sich um den Auftrag zur Sanierungsplanung bewerben. Bekommt er den (wenn er die ausgeschriebenen Leistungen zu 100% als Günstigster anbietet), ist er derjenige, der eine Sanierung planen kann.

Nun, auch diese Aussage des Herrn T.s, hört sich zwar kompetent an und soll wohl auch einen Hauch von „Macherqualität“ suggerieren, ist tatsächlich aber Ausdruck dafür, daß er _auch_ diesen Sachverhalt entweder nicht begreift oder nicht kennt. Denn folgendes ist Fakt:

Das Teichsche Urheberrecht bedingt ebenso, daß er sich nicht erst bewerben müßte, um gegen andere (__optisch__) günstige Anbieter antreten zu müssen, wenn es um die Sanierung des HTV-Gebäudes geht, um sicherzustellen, daß da nicht der nächste Murks von seiten der Verantwortlichen in Rat und Verwaltung auftragsmäßig an einen (__optisch__) günstigen Anbieter vergeben würde, denn, so er darauf bestehen würde, ist er dann grundsätzlich einzubinden, da _jeder_ Sanierungsschritt bedeuten könnte, daß sein Urheberrecht tangiert würde.

Die schlaumeierischen politischen und verwaltungstechnischen Wichtigkeiten Mülheims, also eben dieses politische Establishment, sollten vielleicht ihr (__wie auch immer gelagertes__) Ego nicht zu sehr aufblasen, da es für Blasen typisch ist, daß die — ab einem gewissen Überblasungspunkt — zum Platzen neigen?

Und wenn Herr T. schreibt:

Zur Wiederherstellung eines für die VHS nicht benötigten Betonklotzes hättet Ihr Hunderte Schülerinnen und Schüler im Regen stehenlassen,

wäre das, also bezogen auf das Im-Regen-stehenlassen, zum einen schon der dritte Beleg für die mangelnde Kompetenz dieses Vertreters des politischen Establishments Mülheims, einen Sachverhalt

_korrekt_

zu beurteilen. Zum anderen kommt darin zum Ausdruck, daß er ein veritabler Vertreter dieses Establishments ist, denn es ist ihm offenbar sehr daran gelegen, diejenigen, die für die Misere, bspw. der jungen Leute der Gesamtschule Saarn, die tatsächliche Verantwortung tragen, zu schützen, denn wer Schüler im bildlichen Sinne im Regen stehenläßt, kann schon deshalb nicht die BI „Erhalt unserer VHS in der MüGa“ sein, entspricht doch dieses Schüler Im-Regen-stehenlassen einem seit Jahrzehnten geübten Gewohnheitshaltung!

Den vierten Beleg seiner unzureichenden Kompetenz, einen konkreten Sachverhalt korrekt zu benennen, liefert dieser Herr T. dann ab, wenn er von „Betonklotz“ redet und es sich dabei tatsächlich um die Bezeichnung für ein Gebäude handelt, das, übrigens wie selten eines, der „Idee VHS“ exemplarisch architektonischen Ausdruck gegeben hat.

Dieses Gebäude steht   _h i e r_   in Mülheim!

Und so ist es nur symptomatisch für den desolaten Zustand der Stadt Mülheim, daß jene Seite, der sich Herr T. (__aus welchen Gründen auch immer__) offenbar zugehörig fühlt, überhaupt nicht begreift, um was für ein kulturelles Pfund es sich dabei handelt! Ob daraus sogar zu schließen wäre, daß es dann auch kein Wunder ist, stehen hier so viele Schüler gewohnheitsmäßig im Regen? — Durchaus anzunehmen!

Denn was sagt eine Frau Sch., also nicht eine gewisse Frau S., die längst etwas Konstruktives (__einmal wenigstens!__) hätte sagen müssen, wobei von deren Tun natürlich zu schweigen ist? Nun, Frau Sch. meint zu diesem dadaistisch-surrealen Verhalten der interfraktionellen Mehrheit im Rat der Stadt Mülheim u.a.:

Wir sind verantwortlich für die Zukunft der
Kinder und Jugendlichen und
sollten ihnen bestmögliche Bildung bieten.

Wäre der Zusammenhang ein anderer, wüßte ich nicht, was gegen diesen Satz zu sagen wäre, denn der ist, in den richtigen Zusammenhang gesetzt, nicht zu bestreiten. — Bestreitet den jemand? — Oder hat die Platte einen Sprung?

Immerhin haben wir 2019, nicht 1989!

Im übrigen wäre der Satz erst überzeugend, lautete er:

Wir sind verantwortlich für die Zukunft der
Kinder und Jugendlichen und _deshalb_ haben
wir ihnen bestmögliche Bildung zu bieten.

Aber im Jahre 2019 sagt man wohl besser:

Wir sind verantwortlich für die Zukunft der
Kinder und Jugendlichen und
sollten ihnen bestmögliche Bildung bieten.

Man weiß ja nie, wie die Erfahrung lehrt, oder?

Folglich muß es sich bei dieser Phrase — so die Platte keinen Sprung hat — um einen dieser gelebten realsatirischen Ausdrücke handeln, die im real existierenden lobbykratischen System zur Normalität geworden sind, die ehrliche Satiriker arbeitslos machen! Denn wie sollten die so etwas satirisch toppen?

— Also lassen wir für einen
Moment die Satire beiseite!

Geht’s um Bildung, sind keine „Prioritäten“ zu setzen, sondern sind fraglos _alle_ Bildungseinrichtungen _stets_ in Schuß zu halten! Dann, und nur dann, sind Aussagen wie:

Wir sind verantwortlich für die Zukunft der
Kinder und Jugendlichen und
sollten ihnen bestmögliche Bildung bieten,

überzeugend. Ende 2019 aber zu „entdecken“, daß jungen Leuten „bestmögliche“ Bildung zu ermöglichen sei, ist nicht überzeugend. Wer vor dem Hintergrund jahrzehntelanger Versäumnisse, unwirtschaftlicher Entscheidungen, Murks-Sanierung von allgemeinbildenden Schulen durch unwirtschaftliche PPP-Projekte

(__wobei diesbezüglich „unwirtschaftlich“
noch höchst freundlich ausgedrückt ist!__),

„Prioritäten“ setzen will, und das noch mit „Wirtschaftlichkeit“ verpackt, darf sich nicht wundern, daß er den Eindruck erweckt, er wolle die verschiedenen Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausspielen.

Und, Frau Sch., was in dieser Ratssitzung abgelaufen ist, war der Versuch, den Rechtsstaat zu beugen.

Wenn das folgenlos bleibt, habe ich die letzte Bestätigung
für meine Behauptung, daß wir in einer Lobbykratie leben.

Ein Bürgerentscheid ist einem Ratsbeschluß gleichgestellt! Der ist umzusetzen! Da kann man nicht anfangen zu tricksen, um dann empört zu tun, wird man nicht mehr ernst genommen! Das Konzept der BI ist richtig, denn es verhindert nicht, das über Jahrzehnte in allgemeinbildenden Schulen Versäumte endlich nachzuholen, wie bspw. die Toilettenanlage in der Grundschule an der Trooststraße zu sanieren, von der heute gesagt wird, daß die unzumutbar sei — und das stimmt. Nur, das war die schon vor zwanzig Jahren! Also setzt sich der Eindruck fest, daß etwas, das vor X-Jahrzehnten hätte längst in Angriff genommen müssen, und wäre in Angriff genommen worden, hätte man im Jahre 1989 ohne Pathos gesagt:

Wir sind verantwortlich für die Zukunft der
Kinder und Jugendlichen und
sollten ihnen bestmögliche Bildung bieten,

um dann unverzüglich mit allem Notwendigen zu beginnen. Im Jahre 2019 gesprochen wird daraus ein zynischer Spruch, der dazu benutzt wird, etwas, das man unbedingt weghaben will, aus welchen Gründen auch immer, wegzubekommen!



(__Abgesehen davon, daß dieses politische Establishment nicht akzeptieren kann, daß es von den Bürgern einen direkten Auftrag zur zügigen Erledigung gestellt bekommt. — _Das_ ist übrigens keineswegs für Mülheim allein spezifisch, sondern das ist ein Phänomen, das sich dann zeigt, lebt man in einer Gesellschaft, in der Demokratie simuliert wird!__)



Dabei gäbe es eine einfache Lösung. Dazu müßte man bloß die Scheuklappen ablegen. Oder glaubt hier jemand ernsthaft, daß die Verschuldungslage der Stadt darüber zu verbessern sei, daß man die verschiedenen Bildungseinrichtungen nach Investitionshappen schnappen läßt?!

Vielleicht abschließend noch eine mit der ersten realsatirischen Aussage der Frau Sch. verbundene Zitierung, da erweitert exemplarisch? — Frau Sch. sagt

im Anschluß an ihre oben zitierte
realsatirische Bemerkung,
die niemand bestreitet:

Dazu gehören zeitgemäße und intakte Gebäude.

Auch hier läßt sich das Richtige vom Falschen sofort trennen: „intakte Gebäude“ ist richtig, ist aber überflüssig zu erwähnen, da ebenso von niemandem bestritten. Hingegen ist: „zeitgemäße Gebäude“ schon wieder das Übliche, also Nonsens, der folglich völlig zu bestreiten ist, denn zeitgemäße Ausstattung und Einrichtung, das ist korrekt, aber „zeitgemäße Gebäude“?

Man stelle sich vor:

vor fünf Jahren wäre ein Gebäude gebaut worden und in zehn Jahren änderte sich

bspw. aus verwaltungsverkopften Gründen

das in der Verordnung für Zeitgemäßes von Gebäuden (__ZeitGebäu__) zeitgemäß Festgelegte … sollte dieses Gebäude dann abgerissen werden, da es ja laut der ZeitGebäu kein “zeitgemäßes” mehr wäre? — Und das jetzt völlig unabhängig vom Phänomen der Klimaänderung, von dem ja — also vergleichbar — mehr murks-geredet wird als daß dieses Phänomen kompetent ins Auge gefaßt würde … Denn das sich in Mülheim Ereignende ist so spezifisch ja nicht! Ob das ein Grund dafür ist, daß Murksendes _so_ schlecht wahrgenommen wird?



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Das folgende Eingeklammerte ist nicht für Sie als
Leser bestimmt, es dient allein dem späteren mich daran Erinnern …

(__Ob es stimmt, daß, sind Murks-Reden und Murks-Sanieren korreliert, das psychische Équilibre der Murks-Redenden nicht mehr gewährleistet ist, zumal sie meinen, der „GMV“ stehe ja _hinter_ ihnen? — Dazu vielleicht ein wissenschaftliches Gutachten be_stellen?__)

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Nun, das Schlimme an solchen dahergeredeten Sätzen ist, daß die Ausdruck fürs konfuse Denken dieser Mehrheit sind, tatsächlich aber typisch für aufgeblasene Egos ist, um ihre Substanzlosigkeit zu kaschieren, da ihnen eigentlich alles fehlt, was zur Beurteilung einer Situation notwendig ist: fachlich wie menschlich. Ergebnis davon ist, daß einerseits quasi unentwegt Entscheidungen getroffen werden, die so absurd wie teuer sind und andererseits nach dem Offensichtlichwerden solcher Murks-Entscheidungen von dieser Mehrheit gefordert wird, daß man gefälligst nach vorne zu schauen habe.

Also, und jetzt völlig unabhängig vom Zustand der murks-sanierten wie seit Jahrzehnten nicht sanierten Schulen, es wundert mich nicht, daß Nachhilfeschulen boomen, und die Masse der jungen Leute dennoch keine Chance hat. — Es fehlt situationsbeurteilungsbefähigende Kompetenz.

© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)