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Anmerkung zum Establishment

[…] Es äußerte eine der in deutschen Elite-Kreisen angesehenen Personen, daß eine ausreichende „intellektuelle Ausstattung“ Bedingung dafür sei, es _jemals_ bis ins Establishment zu schaffen. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen, Tatsache ist aber, daß es nicht der Intellekt ist, der über seine Verwendung bestimmt, ist er doch lediglich ein Werkzeug, sondern der Charakter — ob also, bspw., der Verstand dort wohnt, wo er wohnt, geht’s vernünftig zu: im Herzen.

Aus meiner Sicht stellt sich folglich die Frage anders:

Sollte man bestrebt sein, der neoliberalen Elite angehören zu wollen? Immerhin stände in dem Fall die persönliche Integrität in Frage — wo aber wohnte dann der Verstand: Eventuell im Hintern eines anderen? Und überhaupt:

Was bedeutet denn „Establishment“, ist es das einer Lobbykratie? Was hat die Masse der Menschen dann von einem solchen zu erwarten?

Nun, von einer Elite, die mit einer solchen Ideologie ausgestattet ist, bei der es sich um eine Amalgamierung von aktualisiertem Wilhelminismus und Neoliberalismus handelt und deshalb als „Neowilhelmoliberalismus“ richtig bezeichnet ist, konnte und kann

(_so die fühlt, daß etwas „geschehen“ muß_)

nichts anderes erwartet werden, damals wie heute, als, es sei wiederholt:

[…] Bevor wir die Macht teilen, hetzen wir eher die Völker aufeinander. Das taten [_vor dem ersten Teil des großen Krieges des 20. Jahrhunderts_] diese „Eliten“ — und lösten doch keines der ursächlichen Probleme: im Gegenteil. — Diese „Haltung“ der Machteliten ist [_wie man scheuklappenbefreit blickend unschwer erkennt_] heute so präsent wie damals. […]

Quelle dieser Passage:

«Die tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters», Band III : «›Ich stimme nicht zu!‹ Gesellschaftspolitische Lesungen über den Neowilhelmoliberalismus und seine Konsequenzen», Januar 2018, Teilband 2, die Seiten 614-16.

Das Zitat am Ende dieser Passage findet sich in: «Die tri_logische Sezierung […]», Band I: «Es werde _mehr_ Licht! Mehr Demokratie wagen in der Lobbykratie? Untersuchung über die Konsequenzen der  bürgerlichen Real-Demokratie», Juni 2016 / revidiert April 2018, Teilbänd 1-3, die Seite 384.

 

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© Joachim Endemann / 26. Juni 2026

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