Exkursive Erläuterungen realsatiristischer Entwicklungen _ Teil 3

es folgt der abschließende Teil 3  

Der abschließende Teil dieser Exkursion erläutert die Begriffsgarnitur „realsatiristisch / (_geschlechtsunspezifischer_) Realsatirist / Realsatirismus“ und wieso ich die überhaupt verwende …:

Der abschließende Teil dieser Exkursion erläutert die Begriffsgarnitur „realsatiristisch / (_geschlechtsunspezifischer_) Realsatirist / Realsatirismus“ und wieso ich die überhaupt verwende …:

Da ich das Attribut „realsatiristisch“ erstmals in meinem Buch «Begegnungen mit Realsatiristen» verwende …: und dort auch in …: „Was vor_bemerkend zu bemerken ist“ …: ausgeführt habe, sei an dieser Stelle […] [_lediglich_] erläutert, wieso ich die Begriffsgarnitur „realsatiristisch / (_geschlechtsunspezifischer_) Realsatirist / Realsatirismus“ überhaupt geschaffene habe …: immerhin …: Es ist anzunehmen, daß diese „Begriffsgarnitur“ im weiteren Verlauf des Buchprojektes …: von dem Sie den ersten Band noch längst nicht vor sich liegen haben …: wiederholt verwendet werden muß.

…: nun …: daß ich diese „Begriffsgarnitur“ überhaupt geschaffen habe, hängt damit zusammen, daß Anfang des Jahres 2021 in einem social-medialen Forum Verwirrung ausgelöst wurde, als ich ein für eine lobbykratische Gesellschaft typisches …: kollektiv sich ereignendes …: gesellschaftspolitisches Phänomen mit „realsatirisch“ bezeichnete …: denn zwar wird „realsatirisch“ mitunter in einem Wörterbuch erwähnt, dann allerdings nicht zur Bezeichnung eines kollektiven …: system-induzierten …: hingegen lediglich eines sich individuell zeigenden Phänomens …: so daß mitunter ein individuelles Verhalten als „realsatirisch“ bezeichnet wird, was durchaus etwas Lustiges haben kann …: wohl insbesondere dann, nimmt man sich selbst nicht ernst …: was in selbst betreffenden …: zumindest in selbst mitbeteiligt verursachten …: Zusammenhängen richtig ist …: _allerdings!_ …: das ist dann nicht mehr angebracht …: also …: das lustig zu finden …: zeigen jene, die von sich behaupten, einen „demokratischen Auftrag“ von „den Wählern“ …: mitunter auch …: von „ihren“ Wählern …: bekommen zu haben …: zumindest wird das von solchen interessierten Kreisen verbreitet, die als „Vierte Gewalt“ für das Manchen der öffentlichen Meinung zuständig sind …: ein realsatirisches Verhalten kollektiv.

…: es ist auch nicht so, daß eine realsatirisches Verhalten zeigende …: und an sich gesellschaftspolitisch verantwortlich seiende …: Person …: als geschlechtsunspezifischer Realsatiriker …: ein „handelnder“ Satiriker wäre …: so sie solches Verhalten regelmäßig zeigte …: was ja bei den gesellschaftspolitisch Verantwortlichen in lobbykratischen Staaten …: in Masse …: der Fall ist …: und das …: da so etwas …: _zumindest!_ …: in die Gesellschaft rückwirkende Konsequenzen hat …: _zumindest!_ die Masse der Insassen solcher Staaten ebenso zu Realsatirikern werden läßt …: allerdings als Statisten. …: _denn!_ …: Daß gezeigtes realsatirisches Verhalten keineswegs bedeutet, ein geschlechtsunspezifischer „Realsatiriker“ _wäre_ ein „handelnder Satiriker“, hängt damit zusammen, daß ein geschlechtsunspezifischer Satiriker sich eben _nicht!_ dadurch auszeichnet, daß er …: als Satiriker …: handeln würde …: sowie damit zusammen, daß er …: im Gegensatz zu einem Realsatiriker …: gesellschaftspolitische Prozesse auf _bewußte!_ Weise zu einer Satire verarbeitet …: was ihm allein wegen besonderer Charaktereigenschaften möglich ist …: wohingegen einem geschlechtsunspezifischen Realsatiriker sein realsatirisches Verhalten un!_bewußt bleibt. …: übrigens …: Einer der Unterschiede zur Satire liegt darin, daß Realsatire potentiell tödlich ist …: es demnach nicht überraschen kann, umweht Realsatirikern Mörderisches. …: _Welche?_ allgemein zwar un_geglaubten Konsequenzen mag es dann haben …: können …: sitzen Realsatiristen …: in Masse …: an Schalthebeln der Macht.

…: das System, das solches …: realsatirisches bzw. real-satiristisches …: Phänomen kollektiv induziert, ist übrigens das betriebswirtschaftliche Gesellschaftssystem lobbykratischer Staaten …: also …: die aktuelle Ausprägung des Profitsystems …: das meist als „Neoliberalismus“ bezeichnet wird …: dies übrigens dann eine korrekte Bezeichnung, hat man ihn …: den „Neoliberalismus“ …: richtig definiert, was in einem Satz ohne weiteres möglich ist …: „Das Regierungshandeln nimmt keinen Einfluß auf den `Markt´, sondern ausschließlich auf die gesellschaftlichen Bedingungen, wodurch in der Bevölkerung ein `marktkonformes´ Verhalten dauerhaft erzeugt wird.“[1]

…: es bleibt eben nicht ohne Konsequenzen, gelingt es partikularinteressengeleiteten Ideologen …: der Avantgarde der lobbykratischen Intellektuellen …: eine ganze menschliche Gesellschaft nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zu strukturieren …: und damit die Masse der Menschen solcher Gesellschaften marktkonform zu trimmen …: was wohl zu einer, das menschliche Wesen direkt betreffenden …: sich in seinem Da_Sein ausdrückenden …: Reduktion führt. …: _allerdings!_ …: Diese Reduktion bedeutet nicht, daß das weiterhin im menschlichen Wesen Vorhandene …: durch ein solches Reduziertgewordensein jedoch keine adäquate Ausdrucksmöglichkeit mehr finden könnend …: nicht mehr wirkkräftig wäre …: demnach …: es sich krummwegigen Ausdruck suchen muß …: den es so oder anders finden wird …: was früher oder später aber zu einem gesellschaftlichen Problem werden muß, da sich diese systemkonforme Reduktion des menschlichen Wesens kollektiv ereignet, die …: also, diese systemkonforme Reduktion des menschlichen Wesens …: sich …: wegen des ins Unbewußte abgedrängten wirkkräftig Bleibenden des menschlichen Wesens …: in neurotisierter Individualität ausdrückt …: und …: sich dies in der Masse der Insassen lobbykratischer Staaten kollektiv ereignet.

…: nun …: Zwar verwendete ich zur Bezeichnung solchen _kollektiven_ Verhaltens bisher das Adjektiv „realsatirisch“, und dementsprechend dann eine dieses Verhalten zeigende Person als …: geschlechtsunspezifischen …: „Realsatiriker“ …: was mir durch das Erweitern des Bedeutungshorizonts dieser Begriffsgarnitur möglich wurde.

…: das „realsatirisch Phänomenale“ der Lobbykratie bezeichnete ich früher noch als „dadaistisch-surreal Phänomenales“ …: und zur Benennung des „realsatirisch Phänomenalen“ der Lobbykratie ist dieses Attribut auch korrekt …: es ist eben nicht ohne Grund, wieso es mir leicht möglich war, der bürgerlichen Gesellschaft …: in ihrer präsenten Ausprägung als Lobbykratie …: das „dadaistisch-surreale Attribut“ zuzuweisen.[2] …: dennoch …: bzw. sich begrifflich herauskristallisierend …: verwendete ich am 29. April 2020 für das „realsatirisch Phänomenale“ des lobbykratischen Zeitalters …: mit seinem üppigen Strauß an dadaistisch-surrealen Phänomenen …: den …: unbedingt weiterhin im von mir definierten „dadaistisch-surrealen“ Sinne zu verstehenden …: Begriff „Realsatirismus“ …: und zwar in einem Beitrag auf meiner Site „NetzKolumnist.com“ …: „Der `Realsatirismus´ als folgerichtiges `Entwicklungsprodukt´ des lobbykratischen Systems“ …: allerdings …: als Begriffsgarnitur …: das heißt noch zusammen mit „realsatirisch“ und „Realsatiriker“.

…: da aber schon allein die Verwendung „realsatirisch“ und „Realsatiriker“ …: ganz zu geschweigen von „dadaistisch-surreal“ …: obwohl dann je erläuternd …: regelmäßig Verwirrung bei lobbykratischen Intellektuellen auslöst …: die sich ansonsten für aufgeklärt halten …: und deshalb andren gern „nachweisen“, sie verwendeten Begriffe falsch oder / und argumentierten absurd …: werden in ihrer Gegenwart Begriffe völlig richtig, nur eben nicht im ihnen allein eingeschränkten Sinne bekannt verwendet …: veranlaßte mich, die Begriffsgarnitur …: „realsatiristisch“ / (_geschlechtsunspezifischer_) „Realsatirist“ / „Realsatirismus“ …: zu schaffen …: da dazu …: _bisher!_ …: kein Wörterbuch einen neugierigen Menschen verleiten könnte, einer falschen Fährte zu folgen, und ihm das nicht einmal auffiele. …: des!_halb …: Im folgenden soll diese Begriffsgarnitur erläutert werden.

…: das zu einem kollektiven Phänomen gewordene „realsatirische `Handeln´“ der gesellschaftspolitischen Entscheidungsträger, läßt ebenso die Masse der Insassen der von …: dieses kollektive Phänomen zeigenden …: gesellschaftspolitischen Entscheidungsträgern geführten Gesellschaften zu Realsatirikern werden …: allerdings …: lediglich zu statistischen …: was in der Regel als solches deshalb nicht auffällt, da …: vor dem Hintergrund des …: durch die westlichen Intellektuellen weltweit initiiert wordenen …: sich kollektiv zeigenden realsatirischen Phänomens …: ganze Gesellschaften betreffend.

…: „realsatirisches `Handeln´“ läßt sich übrigens …: obwohl dann tautologisch …: deshalb auch als „aktionistisches `Handeln´“ bezeichnen, da es sich dabei _ebenso!_ um ein So-tun-als-ob-Handeln handelt.

…: natürlich …: da zu einem kollektiven Phänomen geworden …: andernfalls wäre „Realsatirismus“ ja eine sinnlose Begriffsschöpfung …: ebenso wäre übrigens die Verwendung des Begriffs Realsatire zur Benennung von gesellschaftspolitischen Phänomenen nicht erlaubt, hätte ich ihren Bedeutungshorizont nicht erweitern können …: nämlich …: zur Benennung eines bestimmten kollektiven …: dadaistisch-surrealen …: Phänomens im dominanten Gesellschaftssystem …: im weltweit dominanten Gesellschaftssystem. …: wie gesagt …: Dies ist ein System, dessen Gesellschaften nach betriebswirtschaftlichen Kriterien organisiert sind …: allein deshalb ist schließlich für solche Gesellschaften die Verwendung des Begriffs „Lobbykratie“ erlaubt.

…: dieses kollektive Phänomen bedeutet, daß die Masse der Menschen zwar auch realsatirisch wird …: beziehungsweise …: offenbar _wieder_ geworden ist …: demnach das Realsatirische in _solchen_ Gesellschaften kein neues Phänomen ist, die …: ideologiebedingt …: zu gesamtgesellschaftlich betriebswirtschaftlichem Organisieren neigen …: und das gilt für all jene Gesellschaften, die nach den Vorgaben der bürgerlichen Gesellschaftsformation funktionieren …: aber …: da gezwungenermaßen …: denn es sind die promi_nenten Realsatiriker der Lobbykratie, die die Gesetze und Verordnungen nach Blaupausenvorlage ausformulieren …: soweit man das dann noch so bezeichnen kann, denn eigentlich ist es bloß ein Abschreiben …: und dann der Masse der Menschen zur Befolgung aufs Auge drücken …: folglich …: diese Masse allein die Rolle eines realsatirischen Statisten spielt. …: zugegeben …: Es wäre nicht gut, wenn zumindest große Teile einer zu realsatirischen Statistischen gewordene Bevölkerung das Heft des Handels in die Hand nehmen wollten …: _Ob?_ es dann doch besser wäre, daß die promi_nenten Realsatiriker dieses Heft weiterhin in Händen halten. …: wie man diese Frage auch immer beantworten will …: Durch das realsatirische Treiben der gesellschaftspolitisch Verantwortlichen ist …: erneut! …: etwas entstanden, das man zwar nicht so bezeichnen muß, aber so bezeichnen kann …: ein systemisch induziertes Dilemma.

…: aber …: da es mir nicht ums Verwirren geht, denn _das!_ überlasse ich den großen Realsatirikern des lobbykratischen Zeitalters …: schlage ich vor …: Anstatt die Begriffe „Realsatire“, „Realsatiriker“ und das zugehörige Attribut „realsatirisch“ zu verwenden …: _so!_ es ums Bezeichnen eines _kollektiven_ Prozesses geht …: nämlich vorzüglich um jenen, der sich in einer betriebswirtschaftlich organisierten …: und des!_halb erst zu einer lobbykratisch werden könnenden …: menschlichen Gesellschaft ereignet …: den Begriff „Realsatirismus“ zu verwenden …: und entsprechend …: ein in diesem Sinne gezeigtes Verhalten als „realsatiristisch“ …: sowie …: die dieses Verhalten Zeigenden als (_geschlechtsunspezifische_) „Realsatiristen“ zu bezeichnen. …: wollte man aber für den geschlechtsunspezifischen Begriff „Realsatirist“ lieber geschlechtsunspezifischer „realsatiristischer `Akteur´“ verwenden, _müßte!_ „Akteur“ dauerhaft in An- und Abführungszeichen gesetzt bleiben …: da ein geschlechtsunspezifischer „realsatiristischer `Akteur´“ …: da ja realsatiristisch seiend …: Handeln lediglich simuliert …: während es tatsächlich andere sind, die handeln.

…: wie bereits deutlich geworden …: Die Masse der Menschen einer lobbykratischen oder …: da synonym …: realsatiristischen Gesellschaft kann lediglich als realsatiristischer Statist bezeichnet werden …: denn …: In einer lobbykratischen bzw. realsatiristischen Gesellschaft ist es nicht vorgesehen, daß die Menschen in Masse …: kollektiv also …: zu Akteuren ihres _eignen!_ Lebens würden …: was allein deshalb nicht möglich wäre, da bereits …: _zumindest!_ …: große Teile einer solchen Gesellschaft von den großen Realsatiristen zu realsatiristischen Statisten degradiert worden sind.

…: aus dem Gesagten geht sicher hervor …: Begriffe können lediglich dann richtig verwendet werden, besteht einvernehmliche Klarheit über ihre Bedeutung …: andernfalls redete man aneinander vorbei und meinte dann noch …: daß man eben anderer Meinung sei …: was zwar in einer realsatiristisch gewordenen Gesellschaft üblich zu sein scheint …: da es die einvernehmliche Floskel ist, weiß man zu einem gegebenen Sachverhalt …: oder sich zeigenden Phänomen …: nichts Erhellendes beizutragen …: _hierin!_ liegt schließlich der Grund fürs Erläutern von Begriffen …: wie bspw. „Realsatirismus“ …: die von mir eben _nicht!_ grundlos geschaffen worden sind …: denn …: mir scheint …: Spezifisch dadaistisch-surreal Phänomenales in der Lobbykratie ist insbesondere mittels der Begriffsgarnitur „realsatiristisch / Realsatirist / Realsatirismus“ gut zu fassen.[3]

Ende dieser exkursive Erläuterungen realsatiristischer Entwicklungen[4]

Teil 1 _ Teil 2

© Joachim Endemann

[1] Siehe in: «Die tri_logische Sezierung […]», Band I: «Es werde mehr Licht! — Mehr Demokratie wagen in der Lobbykratie? Untersuchung über die Konsequenzen der bürgerlichen Real-Demokratie», Teilband 1: „Die Benennung: Hintergrundausleuchtung zweier ideologischer Begriffe, zu denen zwar jeder etwas meint“, Kapitel 1: „Erläuterung des Begriffs `Neoliberalismus´“, die Seite 59.

[2] Siehe in: «Die tri_logische Sezierung […]», Band II: «Zwischenrufe in satirisch-politischen Variationen oder Reale Betrachtungen dadaistisch-surrealer Phänomene in der Lobbykratie », die Seiten 29-32, beginnend mit: „Dadaismus ≠ Dada = Neoliberalismus“.

[3] Diese abschließende Passage (_abschließender Teil_) der „exkursiven Erläuterungen“ bildete die Vorlage für die mit: „Was vor_bemerkend zu bemerken ist“ übertitelte Einleitung meines im Mai 2022 erschienenen Buches «Begegnungen mit Realsatiristen». Das heißt sie entspricht nicht mehr ihrer Endabfassung; zudem wurde sie für die „exkursiven Erläuterungen“ noch bearbeitet.

[4] Diese exkursiven Erläuterungen findet sich auf den Seiten 50-79 des ersten Bandes meines großen Buchprojektes, an dem ich zur Zeit schreibe.