Das Gerede vom Postfaktischen dient der Verschleierung des Lobbykratischen

Es gibt kein postfaktisches Zeitalter und keine postfaktischen Phänomene. Was es hingegen

_real_

gibt, ist eine Lobbykratie bzw. ein aktuell beginnendes lobbykratisches Zeitalter mit seinen, wie es sich für jedes Zeitalter so gehört, entsprechenden Phänomenen, diese aber sind auch nicht post_faktisch, sondern

_real_

dadaistisch-surreal.

Wer jetzt glaubt, daß das eine Beleidigung für jeden aufrechten oder längst nicht mehr aufrechten, da verstorbenen Dadasophen sei, was also implizierte, daß jeder Dadasoph ein aufrechter war und ist, nun, dem sei mitgeteilt, daß er das lediglich _deshalb_ glauben kann, da er von falschen Voraussetzungen ausgeht, die möglicherweise vergleichbar mit denen sind, die sich jene zurechtgelegt hatten, als sie davon anfingen zu faseln, das Postfaktische habe das von ihnen als _faktisch Dargestellte_ abgelöst. Das würde nämlich bedeuten, daß das lobbykratische Zeitalter ein recht kurzlebiges wäre, wobei das wiederum zu unserer, „nach _selbst inszeniertem Muster_ sich schnell wandelnden Welt“ paßte.

(__Vgl. bspw. in: Die Tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalteres, Band II: “Zwischenrufe in satirisch-politischen Variationen oder Reale Betrachtungen in der Lobbykratie”Zwischenruf 18: „Die zwiefache Staatsraison neoliberaler Staaten alten Typs“.__)

_D e n n_   es wäre ein Ausdruck dafür, daß die Elite der Lobbykratie ihre Deutungshoheit verloren habe. Allerdings sollten sich nicht unbedingt jene darüber freuen, die AfD o.ä. wählen, denn deren Vertreter wollen schließlich auch nichts anderes als das, was die anderen neoliberalen Ideologen auch wollen: Die marktkonforme Trimmung der Gesellschaft. […]

[__Diese Passage ist Teil der Lesung 2 des im Januar 2018 erschienenen
sechsten Bandes der Edition !_scheuklappenfrei_!__]

 

© Joachim Endemann

 

2 Gedanken zu „Das Gerede vom Postfaktischen dient der Verschleierung des Lobbykratischen

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