Zwei Anmerkungen zu einem der Nonsensbegriffe der neoliberalen Ideologie und Hinweise auf sich daraus ergebende Fragen

I. Anmerkung zum Nonsensbegriff „Lohnnebenkosten“
der neoliberalen Ideologie:

[…]

Die durch die Art und Weise der in arbeitsteiligen Gesellschaften organisierten Menschen entstehenden Kosten, werden meist als „Lohnnebenkosten“ oder „Lohnzusatzkosten“ bezeichnet.

Die sogenannten Lohnnebenkosten
beinhalten vor allem jene der aus den Elementen Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Unfallversicherung
bestehenden Sozialversicherung
sowie die Aufwendungen für
Aus- und Weiterbildung.

Die Bezeichnungen „Lohnnebenkosten“ oder „Lohnzusatzkosten“ sind deshalb absurd, da es sich dabei um Kosten handelt, die

_wegen_

der Existenz solcher Gesellschaften entstehen. Das heißt es gibt ausschließlich Lohnkosten.

[…]

Quelle:

Die tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters, Band III: „Ich stimme nicht zu!“ — Gesellschaftspolitische Lesungen über den Neowilhelmoliberalismus und seine Konsequenzen, Teilband 1, Teil 2: „Von neoliberaler Ideologie, marktkonformen Arbeitnehmervertretern und einigen exemplarischen Konsequenzen“, Lesung 7: „Über die Glaubens_Vorstellung von der ‘Effizienz der Märkte’“, dort die Seiten 185 f.

II. Anmerkung zum Nonsensbegriff „Lohnnebenkosten“
der neoliberalen Ideologie:

[…]

Der Begriff „Lohnnebenkosten“ ist typisch neoliberal, d.h. absurd. Denn wodurch entstehen solche Kosten? Nun, von neo-liberalen Ideologen und ihren politischen und medialen Helfern ist anscheinend der Fakt verdrängt worden, daß solche Kosten deshalb entstehen, daß es meist

_irgendwie_

marktwirtschaftlich beschaffene Gesellschaften gibt, in denen auch Menschen als Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder als Alte leben. Bei diesen Kosten handelt es sich also um solche, die nicht entstehen würden, gäbe es solche Gesellschaften nicht. Da diese Kosten aber genau aus diesen Gründen anfallen, solche Gesellschaften also

_ohne_

deren über die Löhne erfolgende Bezahlung nicht oder lediglich schlecht funktionieren würden, unterläge derjenige einem schwerwiegenden Trugschluß, der da glaubte

(__und nicht nur „er“ glaubt das ja tatsächlich___),

diese Kosten weg_sparen zu können.

Folglich handelt es sich bei diesen Kosten um Aufwendungen, die der Sicherung des individuellen wie des gesellschaftlichen Da_Seins dienen.

Und da es sich bei marktwirtschaftlichen Gesellschaften tatsächlich um arbeitsteilige handelt, muß die Masse der Menschen diese Aufwendungen über eigene Arbeit erwirtschaften.

Da sie das i.d.R. aber in
Lohnabhängigkeit tun müssen,
fließen diese Kosten in _den_ Lohn ein,
den derjenige zu bezahlen hat,
der von der Lohnabhängigkeit anderer profitiert.

Das heißt es gibt keine Lohnnebenkosten,
hingegen lediglich Lohnkosten.

Ist also ein Unternehmer der Meinung,

und dieser Meinung sind sogar viele,
sich als „links“ verstehende Politiker
,

daß er von einem Teil dieser Kosten zu entlasten sei, d.h. die Lohnabhängigen diese selbst ganz von dem bezahlen sollten, welches, ebenso absurd, als „direkter Lohn“ bezeichnet wird, dann hat dieser

(__und mit ihm viele,
sich als „links“ verstehende Politiker auch
__)

a) nicht verstanden, was Marktwirtschaft bedeutet

und

b) als Unternehmer nichts in ihr zu suchen, hat also vom Markt zu verschwinden.

Was zeichnet einen Unternehmer aus?

[…]

Was ist der besondere Charakter von Löhnen?

[…]

Was ist _die_ Bedingung für eine nachhaltige Produktionsweise?

[…]

Wann funktioniert eine Marktwirtschaft richtig?

[…]

Quelle:

a.a.O., die Seiten 190-94.



© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)


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Immerhin habe ich mich darin mit jenen
Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt,
die an der Basis dessen wirken, das jetzt offen zutage tritt.
— Das heißt diese Auseinandersetzung erfolgte beizeiten
.