Wo eine so symptomatische wie schizoide Phrase ihren Ursprung findet …

Der deutsche Außenminister meint, daß „wir“ in den letzten Jahren in Afghanistan viel erreicht hätten. Muß es da nicht einleuchten, daß dieser Minister es „fatal“ findet, daß die USA ihre Truppen von dort beschleunigt abziehen? Und da andere deutsche geschlechtsunspezifische Spin_Doktoren sowie andere geschlechtsunspezifische Macher der deutschen öffentlichen Meinung das genauso be_klagen, brächte es wohl nichts, müßte dieser Herr wegen einer solchen Behauptung, da sie nicht der Wahrheit entspricht, zurücktreten. Denn wie sollte der durch jemanden ersetzt werden, der der Wahrheit zumindest „näherstände“? … „Das geht ja gar nicht!“, wie jeder weiß … der „Realist“ ist. … Ob_wohl: halt … da scheint es jemanden zu geben! … Denn, _meint_ eine andere solcher Figuren, daß „Gewehre schießen können müssen“, sagt die nicht die Unwahrheit. … Ob_wohl: ist erst die alte ideologische Vorgabe (_wieder_) zurechtgerückt, steht eine _solche_ wahre Aussage niemals für sich, und so muß immer berücksichtigt werden, in welchem Zusammenhang eine _solche_ geäußert wird: es geht eben um sehr viel (_siehe dazu hier_). Demnach stimmt es schon, daß es ziemlich egal ist, wer den deutschen Außenminister spielt — gilt für andere Ämter ja auch …

In der Tat, für die deutsche Machtelite und ihre Satelliten muß es ein Horrorszenario sein, nicht mehr im Windschatten anderer mitsegeln zu können. Denn, was dann der eigenen Bevölkerung erzählen, kann man seine Begehrlichkeiten hinter den Begehrlichkeiten anderer Beteiligter in „waffengeschwisterschaftlichen Vereinigungen“ wie der NATO oder in dem nach der eigenen Pfeife tanzenden orwellianischen Gebilde „EU“ nicht mehr so leicht verstecken? Was dann tun, droht es offensichtlich zu werden, wieder auf der „Lügenbahn“ unterwegs zu sein? … Man muß aus_gefeilter lügen. (_Wer _das_ „kultiviert“ zu tun versteht, gewinnt entscheidende Vorteile im bein_harten karrieristischen Wettbewerb, der sich allerdings allein unter den dafür vorher schon Ausgeguckten — den Karrieristen in spe — ereignen kann: denn systemrelevant darf jetzt _nichts_ mehr anbrennen._)

Die deutschen Heuchler geben denen, in deren Windschatten sie mitsegeln wollen, sowieso am liebsten Ratschläge, die, neben ihrer praktischen Unbrauchbarkeit, tatsächlich „orwellianische Ratschläge“ sind: bspw. wie man am besten gegen den „gemeinen Feind“ „gemeinsam“ vorgehen könne. Gewiß, „gemeinsamer gemeiner Feind“ wird _noch_ nicht _so_ gesagt, man spricht dann eher _noch_ von „Integrationskonkurrenz“. Wobei bei _solchem_ Sprechen dann sofort davon geredet wird, daß sich die „Integrationsfähigkeit“ — als Ausdruck dieser „Konkurrenz“ — zugunsten des (_noch nicht _so_ benannten_) Systemfeindes zu verbessern drohe — oder gar schon verbessert habe.


„Integrationskonkurrenz“ ist übrigens eine Begriffsbildung, die man geradezu als klassisch orwellianisch bezeichnen kann, da „orwellianische Begriffe“ dazu dienen, jenes zu verdecken, das man einst als Imperialismus oder imperialistisch bezeichnet hat und deshalb die heutige praktizierte Nationalstaatspolitik — als Ausdruck eines Neoimperialismus’ — eigentlich als neoimperialistische Nationalstaatspolitik bezeichnen müßte, da dieser alte imperialistische Prozeß nach dem Ende des Kalten Krieges „neu“ einsetzte.[_1_] — Aber wer kann das schon der eigenen Bevölkerung unverblümt erzählen, vor allem dann, handelt es sich um eine Demokratie, oder? … Und überhaupt: Das konnte man schon damals nicht, was auch einleuchtet, denn damals gab es noch keine Demokratie, und heute sind die Leute alle aufgeklärt, wozu dann _überhaupt_ noch Demokratie, nicht wahr?[_2_] … Nun ja, dies _ist_ schließlich der Grund, wieso es überhaupt geschlechtsunspezifische Spin_Doktoren gibt. …[_3_]

(_Randständig gestellte Frage:
Gibt es Gesocks-Elite?_)


Hinter solchem heuchlerischen Reden und Getue versteckt sich aber tatsächlich das alte deutsche Machtbegehren, das im 19. Jahrhundert seine ideologische „Begründung“ fand — und von der weiter unten verdeutlichend noch etwas zu sprechen ist.[_4_]

Vor diesem Hintergrund könnte man die nachfolgende Frage
an die heutigen Pseudoidentitären richten,

auf die

aus strukturell verankerten Gründen
bei den dann Anzusprechenden

allerdings eine Antwort nur
unsinnigerweise zu erwarten wäre

da diese andernfalls
keine Pseudoidentitären wären
—:

Wie wäre es,

wenn die verkappten deutschen Heuchler sich an ihre täglich immer länger werdende Nase faßten und es besser unterließen, entweder andere fürs eigene Versagen verantwortlich zu machen, was zwar traditionelle deutsche machtpolitische Methode ist und deshalb auch nicht _mal eben_ zu ändern ist, oder — bzw. und — darauf verzichten wollten, anderen Ratschläge zu geben, deren Unbrauchbarkeit sich sofort — wie die Erfahrung zeigt — zeigte, folgte man diesen?[_5_] Denn wie sieht die Bilanz nach 18 Jahren Krieg in Afghanistan aus? Nun, mit einem Wort: verheerend!

Diese Bilanz umfaßt:

  • schwerste Kriegsverbrechen, die von westlichen Soldaten in Afghanistan begangen wurden;
  • Hunderttausende Zivilisten sind durch den 18-jährigen Krieg und die Okkupation Afghanistans durch westliche Truppen Opfer geworden;
  • Afghanistan ist weitgehend zerstört;
  • die Armut ist heute weit größer als zu Beginn der westlichen Besatzung;
  • es ist in den Köpfen der einfachen Afghanen zu einer tief verwurzelten Erfahrung geworden, daß westliche Spezialstreitkräfte wehrlose Zivilisten grundlos töten und daß dies für diese „Spezialkräfte“ keine Konsequenzen hat.[_6_]

Die Offiziere der Bundeswehr sind sich dieser Greueltaten bewußt. Den deutschen geschlechtsunspezifischen Politikern müssen sie ebenso bewußt sein. Was nicht anders für jene gelten kann, die die deutsche öffentliche Meinung _machen_  … so daß es „normal“ ist, daß die Masse der deutschen Bevölkerung darum nicht weiß?

Über die Aktivitäten des deutschen militärischen Sonderkommandos (_das sogenannte „Kommando Spezialkräfte“, abgekürzt „KSK“_) in Afghanistan liegen keine Informationen über dessen tatsächliche Aktivitäten dort vor. Auf jeden Fall ist es eine Tatsache, daß rechtsextremes Gedankengut heute beim deutschen Militär so verbreitet ist, wie es „einst“ als „normal“ galt — vor allem in diesem „Kommando Spezialkräfte“. Und es ist keine wilde Hypothese, daß die Mitglieder des „Kommandos Spezialkräfte“ durch die von _ihnen_ gemäß eines _ihnen_ gegebenen Befehls auszuübenden Operationen brutalisiert werden. Mit welcher Zielsetzung werden solche Befehle gegeben und ausgeführt? Vielleicht … um „im notwendigen Moment besser geeignet“ zu sein, gegen die deutsche Bevölkerung selbst vorzugehen, falls dies eines Tages notwendig werden sollte, will diese nicht mehr, daß die Heuchler mit dem maskierten Pinocchio-Syndrom in _ihrem_ Namen eine Politik betreiben, die _ihr_ nur schaden kann?


(_In den USA gibt es bereits seit der Präsidentschaft von Barack Obama eine solche Militäreinheit, die die spezifische Aufgabe hat, gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen, erscheint dies aus der Sicht der amerikanischen Machtelite als notwendig.[_7_]_)


Natürlich, ein solcher Aufstand der deutschen Bevölkerung ist nicht zu erwarten. Schon allein deshalb nicht, da sie weiterhin von schreibenden Mitarbeitern der Medien_Konzerne und anderen Satelliten, den sogenannten Spin_Doktoren des lobbykratischen Systems, insbesondere dann falsch informiert wird, geht es um die harten Interessen der deutschen Machtelite.

*  *  *

Nach diesen Bemerkungen soll noch ein Hinweis darauf gegeben werden, wieso eine solche Heuchelei — die man des_halb durchaus als eine spezifische bezeichnen kann, da sie „deutsche Heuchelei“ ist, die eines der beiden wesentlichen Elemente einer kollektiven Pseudoidentität darstellt — weiterhin möglich ist. …

Keine Sorge,
das folgende ist ganz und gar nicht philosophisch,

ob_wohl

jetzt von einer gewissen
„philosophischen Methode“
zu sprechen ist.

Die bereits mit Immanuel Kant beginnende Idealistische Philosophie wurde Grundlage für eine kollektive Pseudoidentität, die eine schizoide Mentalität _dann_ zum Ergebnis hat, folgt man dieser Philosophie tat_sächlich.[_8_]


(_Diese schizoide Mentalität stellt sozusagen das dritte [_allerdings „nur“ potentielle_] Element dieser Pseudoidentität dar. Ganz im Gegensatz zum zweiten. Denn bei diesem handelt es sich um etwas, das man als permanente Projektion bezeichnen muß, und diese bringt es mit sich, daß es zu einer Pseudoidentität kommen muß: darauf bin ich aber schon in meinen Büchern eingegangen [_siehe insbesondere in: Die tri_logische Sezierung […], Band III, Teilband 1, die Seiten 358+59. Und: „Ist der Monotheismus von seiner Anlage her ein elementarer Faktor der Gewalt?“: zwar ist an verschiedenen Stellen in diesem Buch von Projektion und der fehlenden eigenen Identität die Rede, bspw. auf den Seiten 17+18, aber, geht es um die Ursachen von kollektiver Identitätslosigkeit, sind vor allem die Seiten 513 ff. von Interesse._)


Nun:

Kann man,

und dabei auf Kant aufbauend,

die Behauptung aufstellen:

_Jene_ Menschen dort — nämlich die „anderen“ — sind per se „eigensüchtig“ — und somit per se nicht „vertrauenswürdig“ —, hingegen die „eigenen“ per se „nicht eigensüchtig“ — und somit per se „vertrauenswürdig“ —, was sich nämlich in ihrer „kantischen Gesinnung“ ausdrücke, da ein per se „Nichteigensüchtiger“ entsprechend seiner sich „kantisch autonom“ — also, gemäß dieser kantischen Behauptung: völlig ohne Einflußnahme der Gesellschaft und ihrer Normen und Regeln, in die er hineingeboren wird — gebildet habenden „kantischen Gesinnung“ handele (_die sich nämlich auf der Basis der „kantischen Autonomie des Willens _seiner_ Vernunft“ gebildet habe_),

ermöglichte diese (_aus „reinem“ Vorstellungsdenken resultierende_) Behauptung

(_die folglich

_allein_

im von der Wirklichkeit abgehobenen idealistischen Vorstellungssystem gültig ist, und die übrigens nur wegen mangelnder „Erdung“ mit dem realen gesellschaftlichen Leben und seinen aus menschlichen Interessen resultierenden Wirkkräften möglich ist_),

eine von einem Menschen, der zu den kantisch ausgemacht „Eigensüchtigen“ gehört, konkret ausgeführte Handlung als per se verwerflich zu bezeichnen.

Denn,

so die kantische Behauptung:

Es ist völlig unerheblich,

daß eine konkret ausgeführte Handlung alle Anzeichen von „gut und richtig“ aufweist, wurde sie von einem Menschen ausgeführt, der zu den kantisch ausgemacht „Eigensüchtigen“ gehört …

Nun:

Als Herr Immanuel Kant (_1724-1804_) genau das meinte und insbesondere in zweien seiner Schriften das zugehörige „philosophische Drumherum“ ausarbeitete, abgesehen von seinen „Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können“, die 1783 als kleine Schrift herauskamen, deren Aufgabe es sein sollte, seiner in seiner im Jahre 1781 erschienenen „Kritik der reinen Vernunft“ entwickelten idealistischen Philosophie, die gern als „Transzendentalphilosophie“ bezeichnet wird, da diese meint, bei _dem_ „sein“ zu können, was „Ursache“ dessen ist, was „ist“, beschäftigt sie sich damit bloß „rein“ genug, also: allein in ihrem Vorstellungssystem, knapp zusammenzufassen.

Man lese dort (_in diesen genannten „Prolegomena“_) den exemplarischen §36, um sich einen Begriff davon zu machen, wo man schließlich ohne weiteres landen kann_und_ wozu man solches Vorstellungsdenken verwenden kann, paßt man es „nur ein wenig“ an das an, was machtpolitisch grade von Bedeutung ist — hat man erst die „Beurteilungsgröße“ fürs eigene Handeln in sich selbst geholt — in jenes „geholt“, das man den eignen Verstand nennt, der dann als „Vernunft“ auftritt. Hat man sich also selbst zu dem „gemacht“, der sich das Gesetz gibt, den Richter dieses Gesetzes spielt und man dann als Angeklagter vor die innere Gerichtsverhandlung tritt, dem dieser Richter vorsitzt, und wo der „kantische Imperativ“ dieses Gesetzes gilt: alles in der „deutschen Innerlichkeit“ einer realen Person. Ob das als „praktische ‘Vernunft’“ gelten kann, befinden sich in der „deutschen Innerlichkeit“ einer realen Person der Gesetzgeber, der Richter _und_ der Angeklagte — der diese reale Person selbst ist und diese reale Person zu_gleich dieser Gesetzgeber _und_ dieser Richter ist —, über den nach Maßgabe des „kategorischen bzw. kantischen Imperativs“ _des_ Gesetzes, das, wie gesagt, von der realen Person selbst aufgestellt worden ist, von dem Richter gerichtet wird, der diese reale Person ebenso selbst ist? …

Über was richtet die reale Person auf diese Weise selbst? Darüber, ob das eigene Handeln als „autonom“ und „moralisch“ gelten könne oder nicht.

Das bedeutet:

all jene _könnten_ das, die sich in diesem Sinne selbst richten.

Folglich, bzw. umgekehrt:

jene Menschen, die zu den kantisch ausgemacht „Eigensüchtigen“ gehören, können das nicht.

Das ganze „philosophische Drumherum“ dieser Absurdität wird von Kant, also neben den schon genannten „Prolegomena“, in der 1885 veröffentlichten „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ und ca. zehn Jahre später in der „Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“ entwickelt.

Zwar

schrieb Kant die drei genannten Schriften noch zu einer Zeit nieder, als sich die „Arier“ noch nicht im Sinne seiner „uneigennützigen Gesinnung“ verhalten konnten. Einfach deshalb nicht, da diese „Arier“ von den deutschen „Indologen“ noch nicht erfunden worden waren. Das änderte sich einige Jahrzehnte später, da eine solche Erfindung aus machtpolitischen Überlegungen — der Politischen Reaktion — notwendig wurde. Wobei diese Vorstellungsergebnisse des kantischen Denkens, da zudem zum Schaffen dieses Mythos „nützlichen“ gedanklichen Vorstellungselemente Kants von Johann Gottlieb Fichte (_1762-1814_) aufgegriffen und „national-idealistisch“ — selbstverständlich: „rein“ vorstellungsmäßig — ausgearbeitet worden waren, dann dieser Erfindung der „Indologen“ nützlich war. So kommt es, daß, also, seit der Erfindung des „Arier-Mythos“, sich alle „Arier“ bzw. „Indogermanen“

(_die noch ein Franz Bopp lieber „Indoeuropäer“ genannt wissen wollte, um nicht gleich alle anderen „Europäer“ vor den Kopf zu stoßen_)

und insbesondere — selbstverständlich! — die „Germanen“ des 19. Jahrhunderts, wobei es — selbstverständlich! — nichts ausmachte — und offenbar weiterhin nichts ausmacht —, daß man ebenso zu diesen — also, in gewissem Sinne, wie zu den phantasierten Subjekten dieser Mythos-Schöpfung — nichts Genaues weiß, im Sinne dieser „national-idealistischen Gesinnung“ verhalten, und — selbstverständlich!ent_sprechend „sinnen“ _und_ „fühlen“ … oder, scheuklappenfrei gesagt: projizierend heucheln. Während — selbst_verständlich! — die „anderen“, also die „Eigensüchtigen“ — „folglich“: die Juden … oder wer gerade „dran“ ist —, das deshalb nicht können, da diese zu dieser „autonomen bzw. kantischen Gesinnung“ gar nicht befähigt sind. … Nun, in der idealistischen Vor_Stellungs_Bar ist eben alles vorstell_bar und _deshalb_ „begründ_bar“. …

Und wenn man es scheuklappenfrei betrachtet?
Dann allerdings ist nüchtern zu fragen:

Zeigt sich an den Gedankenflügen der Philosophen des Idealismus’ nicht deutlich, daß diese mental abdrifteten, da einer von der Materia abgeschilferten Gedankenbahn folgend, deren „Logik“ lediglich in dieser Abschilferung gilt? Immerhin ist es befremdlich, daß nicht irgendein Philosoph, sondern nach Meinung der Maßgebenden sogar der „größte“, nämlich Immanuel Kant, selbst zugibt, daß seine Vorstellung von der „Autonomie des Willens“, bzw. die damit einhergehende Behauptung, entsprechend „seines“ Willens, bzw. „seiner“ Vernunft, korrekt zu handeln, so man dies nur im Sinne der „Autonomie des eigenen Willens“ tue, nicht nachprüfbar sei, und dieser Philosoph sich dann mit der auf andere suggestiv wirkenden Annahme behilft

(_denn diese wurde schließlich vom
„größten“ Philosophen verpackt:
wer dürfte da dann
widersprechen,
selbst wenn der sich dabei auf die
kantische
„Autonomie des eigenen Willens“ beriefe?_),

daß ein solches Nichtnachprüfenkönnen nicht erheblich sei. Denn er glaubte ja, daß er sein Gedankensystem _dennoch_ auf der Basis dieses elementaren Widerspruchs _sicher_ errichten konnte, _und_ daß dieses System anderen unbedingt als Richtschnur für ihr Handeln zu gelten habe: Das wurde dann die Forderung praktizierter Machtpolitik!

Und es ist unerheblich, ob Herr Kant das nicht gewollt hat: was noch geklärt werden müßte. Denn es ist aus seinen Behauptungen ableitbar! Deshalb wurde seine sich „im metaphysischen Nebel“ verlierende Richtschnur von den „richtigen“ Anderen gern aufgegriffen und um sie herum tatsächlich eine ganz besondere „Innerlichkeit“ geschaffen — und das geschieht auch weiterhin —, da „identitätsstiftend“: unterscheiden sie sich doch auf diese Weise — aus „projektionistischer ‘Selbstbetrachtung’“ — von den „Eigensüchtigen“ grundlegend. …


Schaut man sich das Ergebnis distanziert an,
läßt sich demnach nüchtern schlußfolgern:

Die Idealistische Philosophie, die schon deshalb bereits mit Immanuel Kant einsetzt, da er ihre Stichworte bereitstellte und das idealistische Denken justierte, nämlich auf jene „deutsche Innerlichkeit“ hin, bildet die Grundlage für eine kollektive Pseudoidentität — die meist als „Nationalbewußtsein der Deutschen“ bezeichnet wird. … Wieso „Pseudoidentität“? Deshalb, da zu ihren wesentlichen Elementen persistierende Projektion und völlig unbewußt bleibende Heuchelei gehören. Wobei bezüglich der genannten Heuchelei zu ergänzen ist: offenbar ebenfalls persistierend. … Wieso: „offenbar“? … Das belegt der obige Hinweis auf eine aktuelle Bemerkung des deutschen Außenministers bezüglich des Fiaskos der 18-jährigen Besatzung Afghanistans durch westliche Truppen. Dieser Hinweis kann zudem durch viele andere ergänzt werden.[_9_]



Diese, dann allerdings gewiß veränderte Passage, läßt sich an der passenden Stelle in einem der hinteren Bände meines letzten großen Buchprojekts entdecken — ist der entsprechende erst veröffentlicht. … Was allein deshalb dauern muß, da das noch nicht einmal für den ersten Band dieses letzten Buchprojektes gilt, von dem hier die Rede ist …



© Joachim Endemann

_1 Siehe dazu auch in: Die Tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters, Band III, Teilband 1, die Seiten 460 f., beginnend mit: „Der orwellianische Begriff ‘Integrationskonkurrenz’“. Zur weiteren Ausleuchtung bietet sich das Kapitel 13: „Die Welt als ‘Hinterhof’ der Machteliten oder Der Nationalstaat als grundlegendes Problem für Frieden — dokumentiert am Beispiel der ‘Sicherheitspolitik’ der USA seit dem Ende des Kalten Krieges“, in: Die Tri_logische Sezierung […], Band I, Teilbände 1-3, an.

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_2 Zu dem, was „Demokratie“ tatsächlich bedeutet, siehe in: Sie fragen noch, wie die `Verhältnisse´ ,liegen?, dort möge der interessierte Leser mit Aspekt 2: „Was eine Passage in Chestertons: ‘The Man who was Thursday: A Nightmare’ offenbart“ beginnen, da diese Passage einen Einblick in etwas eröffnet, das in doppelter Hinsicht aufschlußreich ist, und in Aspekt 32: „Die erste Demonstration der unbewußten Real-Satiriker ereignete sich am 19. Mai 2019“, die Seiten 337 ff. lesen, beginnend mit: „folgendes ist keine politische Geschmacksfrage“; sowie die Seite 669, beginnend mit: „Also sei zum Abschluß nicht allein die Frage wiederholt: Was spricht noch gegen Direkte Demokratie, spricht nichts für die simulierte Demokratie des lobbykratischen Systems …[…]?“.. Auf Netzkolumnist gibt es dazu auch einen Text, der das Thema „Demokratie“ etwas weiter umkreist, der aber auf dem basiert, was im genannten Buch das Thema „Demokratie“ enger umkreist: „Ist ‘Direkte Demokratie’ ein utopisches Projekt?“.

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_3 Da so aktuell wie exemplarisch, sei auf das schon erwähnte Beispiel erneut verwiesen: „Damit Gewehre schießen“ [_denn wozu sind Gewehre da?_]: „Grünen-Vorsitzende spricht sich für Aufrüstung aus. Berlin erhöht Militärhaushalt — auch mit Geld aus dem Corona-Konjunkturpaket“. Dazu sei nochmals die Quelle genannt. An dieser Stelle ist dann ebenso der Hinweis auf den Band II der Tri_logischen Sezierung […] angebracht, d.h. auf den Zwischenruf 16: „Die Bedeutung der Null für das politische Tun und für das gesellschaftliche Leben“, da es darin um ein anderes exemplarisches Beispiel für deutsche Heuchelei geht: eine, die ebenfalls von der deutschen „Umwelt- und Friedenspartei“ kommt, folglich keine sein kann, nicht wahr? …

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_4 Zu dieser „Begründung“, bzw. deren Ursache, siehe auch in: Ist der Monotheismus von seiner Anlage her ein elementarer Faktor der Gewalt?, dort ab der Seite 436 unten, beginnend mit: „Vedânta bedeutet: ‘den Veden angehängte Schriften’“.

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_5 Siehe dazu: Die Tri_logische Sezierung […], Band III, Teilband 2, Lesung 19: „Die Zerstörung des europäischen Einigungsprozesses durch Neoliberalismus und Neo_Wilhelminismus“, dort die Seiten 622 ff., beginnend mit: „Exemplarische Beispiele kontraproduktiver Konsequenzen deutscher Machtpolitik“.

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_6 Siehe dazu: Bilanz von 18 Jahren: Neue Belege für westliche Kriegsverbrechen in Afghanistan überschatten Debatte um schnelleren Truppenabzug.

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_7 Da auch in diesem Zusammenhang aufschlußreich, sei erneut der in Fußnote 1 gegebene Hinweis wiederholt: Die Tri_logische Sezierung […], Band I, Teilbände 1-3, Kapitel 13: „Die Welt als ‘Hinterhof’ der Machteliten oder Der Nationalstaat als grundlegendes Problem für Frieden — dokumentiert am Beispiel der ‘Sicherheitspolitik’ der USA seit dem Ende des Kalten Krieges“.

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_8 Vgl. dazu die Essays von Dieter Just, die im Internet als PDF-Dateien abrufbar sind, und zwar in diesem Zusammenhang den Aufsatz 14: „Das ‘auserwählte Volk’ der Philosophie — Immanuel Kant als politisch-religiöser Führer der Deutschen“ und den Aufsatz 9: „Das radikale Böse in der menschlichen Natur — Über Kants Bild vom Juden“. Diese beiden Essays, die aus meiner Sicht in dieser Reihenfolge zu lesen sind, sind Teil des Justschen Projektes: Zu den philosophischen Fundamenten der Hitler-Barbarei.

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_9 Siehe bspw. Band II der Tri_logischen Sezierung, dort der Zwischenruf 28: „Wie das fürchterliche Wort ‘Flüchtlingspolitik’ erst seine eigentliche Bedeutung bekommt“.

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