Was mir spontan einfällt, lese ich die Headline einer in den 27 Mitgliedsländern der EU gestarteten Umfrage, die da lautet: „Wie können wir Europa konkret neu gestalten?“.

Wie können wir Europa konkret neu gestalten?

(__Quelle des Zitats.__)

Die erste Antwort auf diese Frage hat eine Frage zu sein:

Mit welcher Zielsetzung, wenn die EU sich seit 1992 in eine Zwangsjacke für die Masse der Bevölkerung in den Mitgliedsstaaten entwickelt hat und heute schon als „Imperium des Friedens“ bezeichnet wird, obwohl das nur eine orwellianische Bezeichnung sein kann, schaut man sich bspw. die aktuelle Entwicklung im westlichen Teil dieses „Imperiums des Friedens“ an?

Aber ich verstehe schon, man ist dabei sich eine „europäische Identität“ zu zimmern. Das aber kann nur eine „Identitätsfabrikation“ der EU-Funktionselite sein, denn, wie die politische Praxis zeigt, steht das Tun dieser Funktionselite in vollem Widerspruch zu den Interessen der Masse der Bevölkerung in den EU-Mitgliedsstaaten, was am Umgang mit Referenden sowie an der praktizierten Austeritätspolitik, aber auch an den behaupteten „vier Grundfreiheiten“ der EU, die tatsächlich nur bedingte Freiheiten sein können, beispielhaft deutlich wird.

Die Ideologen dieser „Identitätsfabrikation“ sind sogar der Meinung, daß man diese „Identität“ am besten über Kriege schaffen könne.

Selbstverständlich heißen die dann nicht mehr einfach Kriege, sondern man nennt die „Menschenrechtskriege“, damit auch Pazifisten solchen zustimmen können. Denn bei

„Menschenrechtskriegen“ geht es immer um den Export von Demokratie,
niemals darum,
andere Länder auszurauben,
wenn man plötzlich ihre „strategische“ Bedeutung erkennt,
oder?


(__Und wenn ich mir die lange Tradition der europäischen Machteliten,
sowie der Machtelite,
die sich 1776 von diesen abnabelte,
um ihr eigenes imperialistisches Ding zu drehen,
ansehe,
dann läßt sich sagen,
daß diese Machteliten mindestens seit 1498 nichts anderes tun,
als die Welt auszurauben und
in ihrem Sinne funktionieren zu lassen.
__)


In

_diesem_

Sinne muß man das Geschwätz dieser Ideologen verstehen, wenn die jetzt davon reden, wir bräuchten eine „Armee der Europäer“. Es ist eine typisch orwellianische Begriffsbildung.

Bezeichnend an diesen Seltsam_Denkern ist auch, daß die nicht auf die Idee kommen, eine solche Identität über gemeinsame Prosperität zu schaffen.

(__„Prosperität“ ist hier im wirtschaftlichen
wie im kulturellen Sinne zu verstehen.
__)

Im übrigen, was ist von einer EU zu erwarten, deren Möchtegern-Hegemon sich als „genetischer“ Exportweltmeister versteht und der zudem will, daß sich die EU zu einem „Exportblock“ entwickelt?

Um diese Frage richtig zu beantworten, muß man wissen, daß ein „genetischer“ Exportweltmeister grundsätzlich aggressiv ist.

Was wird man also benötigen, wenn es einen solchen „EU-Exportblock“ geben soll?

Richtig, eine Armee (__inklusive Marine__), die überall auf der Welt die Interessen des „EU-Exportblocks“, also vor allem die des deutschen EU-Hegemonen, „schützen“ soll.


Es geht hinter dem Deckmantel der blauen EU-Fahne folglich keineswegs friedlich oder im Frieden schaffenden Sinne zu, sondern es geht imperialistisch zu, nur im Neo-Gewande daherkommend. Und das Unfriedliche an diesem neo_imperialistischen Gebilde zeigt sich schon jetzt im Inneren dieses „Imperiums des Friedens“.

Das zu erkennen, reicht es aus, einen Blick in den westlichen Teil dieser Monstrosität zu werfen, wo als Sicherheitskräfte verkleidete Schläger auf ganz normale Franzosen einschlagen, sie mit Flashballs schwer verletzen, wenn nicht gar töten, und wo es seit dem 1. November 2017 ein „Anti-Terror-Gesetz“ gibt, das den Ausnahmezustand zum Normalzustand erklärt — jetzt noch einmal ergänzt durch ein sogenanntes „Anti-Casseurs-Gesetz“.

Und _dazu_ benötigt man eine solche Armee zuerst:

Es schießt sich leichter,
wenn Truppen aus einem Teil dieses Imperiums des Friedens
in einen anderen Teil geschickt werden müssen,
um dort eine nicht im machtpolitischen Sinne
willige Bevölkerung auf Linie zu bringen.

Die Absicht, nach dem Brexit eine physische Grenze zu Nordirland zu errichten

(__obwohl völlig unnötig!__)

belegt zudem, daß man keine Probleme damit hat, Bürgerkriege zu initiieren, wenn es jemand wagt, diese Zwangsjacke verlassen zu wollen.

Es geht also nicht um Europa oder die vermeintlichen Europäer, sondern es geht um die alte imperialistische Machtpolitik. Machtpolitik ist aber immer gegen die Masse der Bevölkerung gerichtet, folglich muß diese Politik entsprechend verpackt werden, für die die Bevölkerung dann entsprechend sensibilisiert werden soll, bspw. über heuchlerisch daherkommende Umfragen.

Es gibt in den entsprechenden Thinktanks Figuren, die sich mit nichts anderem beschäftigen. So etwas muß krank machen, oder ist nur dem möglich, der das bereits ist. Es sind intelligente Menschen, aber sie haben ein schwerwiegendes emotionales Defizit. Das heißt das Üble an dieser Krankheit ist, daß sie eine psychische ist, also nur an der Art und Weise des Denkens und Fühlens erkennbar ist.

Solche Figuren sind sogar der Meinung,
daß die „Funktionselite“ grausam sein muß,
da es die normalen Menschen nicht sind.
Für mich sind solche Figuren Krüppel,
denen man ihre menschliche Verkrüppelung nicht ansieht.
Es sind psychische Krüppel.


Also bin gegen dieses neo_imperialistische Gebilde EU, denn ginge es wirklich um die Menschen, würde man den ganzen Aufbau anders gestalten. Auch hätten dann am An_fang eines solchen Aufbaus, also nach dem Ende des Kalten Krieges, Umfragen wie: „Wie können wir Europa konkret neu gestalten?“ stehen, bzw. entsprechende Debatten geführt werden müssen, anstatt jetzt erst, nachdem also alle Strukturen dieses ideologisch konstruierten Gebildes bereits bis in die Gemeindeordnungen hinein verankert worden sind, heuchlerisch von Bürgerbeteiligung zu schwätzen!

Aber so ist das immer mit solche „Funktions-Eliten“: zuerst sagen sie den Menschen: „Die Sachen sind kompliziert, davon versteht ihr nichts, laßt uns das nur machen“. Dann, wenn diese die Karre wieder in den Dreck gefahren haben, fangen die von „Demokratie“ zu schwätzen an und entdecken, daß die Bevölkerung doch etwas zu beteiligen sei, allerdings nur auf der Basis ihres ideologischen EU-Fundamentes.

Wäre deren politisches Treiben nicht so gefährlich, müßte man diese EU-Ideologen einfach kollektiv  weg_lachen!


Sie erlauben Werbung für meine Bücher?
Immerhin habe ich mich darin mit jenen
Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt,
die an der Basis dessen wirken, das jetzt offen zutage tritt.
— Das heißt diese Auseinandersetzung erfolgte beizeiten
.


© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)