Was mir beim Vorbeilesen des exklusiven Abdrucks einer Passage des neuen Buches von Rainer Mausfeld einfällt

Dieser exklusive Abdruck findet sich unter dem Titel
“Die Manipulation der Massen” hier.

Nun ja, neue Kamellen scheinen es nicht zu sein, die Mausfeld da zusammengetragen hat. Und die Verwendung der von anderen aufgebrachten Bezeichnung „kapitalistische Demokratie“ ist allein deshalb ein Witz, da es keine „kapitalistische Demokratie“ geben kann.

Es ist simulierte Demokratie.

Es ist wichtig, das deutlich zu machen:

entweder wir haben Demokratie
oder wir haben keine Demokratie,
denn ein bißchen
Demokratie geht genausowenig wie,

wer weiß es nicht:

ein bißchen Schwangerschaft.

Das ist schon allein deshalb wichtig,
da die Menschen andernfalls glauben:

Demokratie funktioniert nicht …

sieht man ja!

Dabei ist es umgekehrt:

simulierte Demokratie funktioniert nicht

— wie aktuell,

also _nach_
den Wahlen zum EU-Parlament,
allen, die an das Gute des
antidemokratischen Gebildes EU
partout glauben wollen

(__einmal mehr!__)

vor Augen geführt wird.

Das, was unter neoliberalen Bedingungen
hingegen perfekt funktioniert,

und,

im Rahmen ihrer Simulation,

eine gewisse Demokratieoptik zeigen mag, ist eine Lobbykratie.

Damit ist dann auch klar,
wozu die einzelnen Simulationsrituale dienen.

So ist es bspw.

typisch lobbykratisch,
daß Wahlen als großangelegte Meinungsumfragen dienen,
die im Vorfeld spin_doktorisch „beeinflußt“ werden.


Die Gilets-Jaunes-Bewegung zeigt übrigens,
daß die Klamotte mit der Angst nicht grundsätzlich funktioniert.

Nämlich bspw. dann nicht,

gewinnen die
ganz normalen Leute
nicht nur den Eindruck,
daß sie verarscht werden,
sondern sie darum zu wissen beginnen,

daß sie
_tatsächlich_
verarscht werden.

Daran,
daß in der Lobbykratie der ganze
öffentlich-private Medien-Konzern-Kulturbetrieb-Komplex
dazu dient,
das zu verschleiern,
soll an dieser Stelle nur erinnert werden,
da es so leicht aus dem Auge fällt.

Daraus folgt aber, daß es eben nicht genügt, daß sich immer nur jene empören, die sich sowieso empören, da die normalen Menschen dann zu wissen glauben:

Na, die regen sich sowieso immer auf,
da glaube ich doch lieber jenes, das,

glaubwürdigkeitserhöhend
so ziemlich unisono,

zumindest zur
Hauptwahrnehmungszeit,

der öffentlich-private
Medien-Konzern-Kulturbetrieb-Komplex (__ÖPMKKK__),

zur Aufrechterhaltung der
Hauptzüge der neoliberalen Erzählung,

verlauten läßt.

Also muß es erst zum Bedürfnis der normalen Menschen werden,
daß es zu grundlegenden gesellschaftspolitischen Änderungen kommen soll.

Allerdings wäre die Annahme falsch,
daß dieses Bedürfnis darin seine Erfüllung finden könnte,
mal eben AfD zu wählen — denn,

soll es zu grundlegenden
gesellschaftspolitischen Änderungen kommen,
also im Sinne der Masse der Menschen,

man muß schon wissen,
daß auch diese Partei letztlich nur der,

in diesem Fall,

Rechts-Abstützung des
lobbykratischen Systems dient.

Dies ist der Grund,
wieso der Ansatz der Gilets Jaunes genau richtig ist:

Änderung von unten,
d.h. mit und durch die Menschen. …
Davon aber will man in Deutschland offenbar

nichts wissen

… und

_d e s h a l b_

gibt es den
Rayon des Lumières
nur auf Französisch.


© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__) 16.07.2019 02:17


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Immerhin habe ich mich darin mit jenen
Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt,
die an der Basis dessen wirken, das jetzt offen zutage tritt.
— Das heißt diese Auseinandersetzung erfolgte beizeiten
.