Über was reden wir? — Es gibt einen schon seit 520 Jahren währenden Weltkrieg

Ja, heute sind vor allem die USA für jenen Krieg verantwortlich, aber der Prozeß selbst, dem im 15. Jahrhundert drei päpstliche Bullen vorausgegangen waren, hat vor langer Zeit begonnen, folglich mit der Entdeckung des reichen Subkontinents, den wir Indien nennen. Das heißt zu jener Zeit haben die Eliten Europas der Welt den Krieg erklärt, später fortgesetzt von jenen Räubern, die sich von den Reichen Europas in dem Land für „unabhängig“ erklärt hatten, das vorher den Eingeborenen des sogenannten Nordamerikas geraubt worden war. Also ist es nun 520 Jahre her, daß dieser Krieg begonnen wurde und fortdauert. Und während der Impuls unverändert geblieben ist, hat die Entschuldigung für diesen regelrechten Weltkrieg stets variiert und variiert:

Zuerst im Namen Gottes:

Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

(__Vgl. Mt 28, 18-20.__)

Dann im Namen der Freiheit eines personalisierten Marktes, folglich, u.a., ausgestattet mit einer unsichtbaren Hand, während heute diese „Freiheit“ von den „Menschenrechten“ begleitet wird. Auf diese Weise lassen sich Menschenrechtskriege führen

— „Menschenrechte“ in Verbindung mit Krieg ist entscheidend,
denn so könnten auch Pazifisten Kriege gutheißen.

Die Vorteile dieser Methode liegen auf der Hand:

bspw. das Seelenheil oder gar die „Ewigkeit“ zu erlangen.

Also sei die rhetorische Frage gestellt:

Die Eliten des « Westens », sind sie befähigt Konzepte zu entwickeln, die wirklichen Probleme des Menschengeschlechts zu lösen, oder sind diese „Eliten“ eher das tatsächliche Hindernis?

© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)