Kürzlich las ich auf Facebook …

Wenn symbiotisch verstrickte Liebe, also die Illusion von vorgestellter Liebe und die Angst vor wirklicher Nähe und Begegnung, aufgegeben wird, dann kann Liebe jenseits von Trauma und symbiotischer Verstrickung Wirklichkeit werden.

(__Quelle__)

Inhaltlich scheint es sich dabei um einen „Ein-Meter-fünfzig-Satz“ zu handeln.



Kommentar:

Ein „Ein-Meter-fünfzig-Satz“ zeichnet sich dadurch aus, daß dessen Aussage 1,50 Meter über der Wirklichkeit endet.

(__Obwohl es auch zwei oder mehr sein können,
denn die Phrase „Ein-Meter-fünfzig-Satz“
verdient ihre Existenz lediglich
dem Phänomen der Rolltreppen des
Berliner Großflughafens,
die bekanntlich 1,50m über dem Boden endeten
— wobei das auch noch gelten kann;
und wenn nicht dort,
dann anderswo.
__)

Analog läßt sich diese Phrase für jede Aussage verwenden, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat

— in vorlobbykratischer Zeit nannte
man so etwas mitunter „utopisch“ —

und als Beleg für ungesundes Denken genommen werden könnte. Allerdings ist zu bedenken, daß so manches Mal schon von „ungesundem Menschenverstand“ gesprochen wurde und wird, insbesondere von jenen, deren Reden und Tun selbst kein Ausdruck von „gesundem Menschenverstandwar und ist.

→ „Statement zu freischwebenden Denkmodellen”.



Der zweite Teil dieses Zitates lautet wie folgt:

[…] Es kann der Satz gesagt werden: Ich liebe mich selbst. Ohne Vorbehalte, ohne schlechtes Gewissen und ohne Arroganz.

(__siehe dieselbe Quelle__)

Wieso sollte aber ein ent_wickelter Mensch sagen:

Ich liebe mich selbst?

Weiß dieser doch, daß er ein soziales Wesen ist.

Eher folgerichtig erschiene es mir deshalb, sagte jemand, sich im

Selbst_Ent_Wick_[_e_]_lungs-Prozeß

befindend:

Ich werde in dem Maße _menschenmöglich_ frei, wie ich mich so liebe, wie ich andere liebe.


_ Für diese Bemerkung hatte ich übrigens keinen
Spendenbeitrag von den „Rubikonisten“ verlangt.  _


Die unter dem zitierten Zitat verlinkte Rede aus Charlie Chaplins „Der große Diktator“, die auf YouTube zu sehen und zu hören ist, erschließt sich mir nicht, also die Rede selbst schon — und diese ist gewiß gut —, aber dem, was sich aktuell entwickelt, kann und will diese nicht gerecht werden. Es wird keinen neuen Faschismus geben, sondern jenes, das ich in der Tri_logischen Sezierung des lobbykratischen Zeitalters beschrieben habe und das mit „Neowilhelmoliberalismus“ richtig umschrieben ist. Also eine neo_imperialistische Entität, deren Zentrum der Möchtegern-Hegemon in Berlin ist und die unter der Bezeichnung EU bekannt ist.  Nicht daß das realistisch wäre, aber es ist jenes, welches sich gewisse machtelitäre Kreise in der EU vorstellen und mit allen Mitteln umzusetzen versuchen.

(__Insbesondere folgender Teil der
tri_logischen Sezierung des lobbykratischen Zeitalters
ist in diesem Zusammenhang interessant:
„Band III: ‘Ich stimme nicht zu!’ — Gesellschaftspolitische Lesungen über den Neowilhelmoliberalismus und seine Konsequenzen“, Teilband 2.__)



Was will ich mit diesem Statement zum Ausdruck bringen?

Werbung für meine Bücher machen?

Nein, wenn es auch nun einmal so ist, daß Sie dort fündig würden, wollten Sie verstehen, was aktuell abläuft und welche Tendenzen und Strömungen dem zugrunde liegen.


… Hingegen darauf hinweisen, um was es mir geht
— bei anderen weiß ich nämlich
(__aus Erfahrung__)
nicht,
ob diese jenes,
das sie anderen zur Kenntnis geben oder empfehlen,
selbst zu Ende gedacht haben.


© abgesehen von den Zitatstellen: Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)