Kann ich mir eine eigene Meinung bilden?

Siehe in diesem Zusammenhang
auch den Essay von Markus Kalb:

„Zur Kritik der Frametheorie“ auf Makroskop.

Journalisten zeichnen sich nicht dadurch aus, zur individuellen Meinungsbildung beizutragen, sondern zur kollektiven Meinungs_Vor_Prägung, und damit helfen sie potentiell mit zu erschweren, wenn nicht gar zu verhindern, daß ich überhaupt erst einen gesellschaftspolitischen Sachverhalt gedanklich erkunden kann — sozusagen zur Anfertigung einer Skizze im Prozeß

_eigener_

Meinungs _ B i l d u n g:

(__Quelle: EndemannVerlag.__)

Für mein Verständnis ist es besser, bin ich über einen gesellschaftspolitischen Sachverhalt _nicht_ vorinformiert, will ich diesen für mich ent_decken. Denn erst dann nehme ich ihn so wahr, wie es _mir_ möglich ist, ihn mir selbst

_fragmentarisch_

zu erschließen.

Nachher,

in der Reflexion,

in einem Gespräch oder
über verschriftete oder
anders an mich herangetragene Informationen,

kann auf diese Weise meine Wahrnehmung
des von mir fragmentarisch Erschlossenen
Bereicherung oder auch Korrektur erfahren

— und erst dann kann ich selbst,

vielleicht,

Bereicherndes zum Verständnis eines Sachverhalts
beitragen.

Alles andere hieße Käuer journalistisch vorgekauter Meinung zu sein, sich so zwar mitunter von anderen da_durch „unterscheidend“, mehr als diese von journalistisch vorgekautem „Infogut“ nachkauend absondern zu können

— wenn auch mit dem ständig bedrohten Wissen
des

der_artig durchgekauten „Info-Guts“,

anderen Nachkauern,

wegen deren höheren Durchkauungsrate des,

_ohne_

absehbar endenden Ausstoßes
journalistisch vorgekaut an_gedickten „Info-Guts“,

zu unterliegen,
leben zu müssen.

Dabei ist,

handelt es sich um
journalistisch gedicktes „Info-Gut“,

das Leben hinter dem Mond
einem derartigen
„Informiertsein“ vorzuziehen

(__und zwar nicht allein wegen der dortigen Aussicht__),

da,

läßt mich jemand von den journalistisch gedickt „Informierten“ bspw. wissen,

daß U zu V sagte,
daß,
zumindest,

x,

besser noch y,
zu tun sei,

meinerseits rückzufragen möglich würde,

mit dann mitunter lustigem Ergebnis,

wer U und V seien,
wieso sie ihre Positionen in welchem Zusammenhang

und vor allem:

vor welchem Hintergrund
sie diese innehätten

(__womöglich zur Erfüllung eines Proporzes?__)

sowie, wieso

ein „Insider“ in Gegenwart eines Journalisten durchsickern ließ, der,
sich seiner Bedeutung bewußt, davon etwas (__oder gar alles?__) öffentlich machte, daß

das „x“-
oder vielleicht doch
das „y“-Zutuende
unbedingt zu tun sei,

ob vermeintlich,

dann also sogenannt heimlich,

aber

— vor allem:

ob Z davon wisse.

So daß sich mein eigentlicher

Erkenntnis_Gewinn

wohl,

also wie üblich,

darauf beschränkte,
meine jährende Kenntnis
unterfüttert zu bekommen:

besser nicht über solches
journalistisch Info-Gedicktes
„im Bilde“
zu sein,

welches

als journalistisch Vorgekautes
zu öffentlichem Meinen wurde.

Folglich auf die Frage:

„Haben Sie schon gehört,
daß U zu V gesagt hat,
daß zumindest x,
besser noch y,
zu tun sei?“,

zu antworten:

„Nein, das weiß ich nicht“,

und darauf erwartet
erwidert zu bekommen:

„Sie sind überhaupt nicht informiert!
ich kenne sonst niemanden,
der das nicht weiß!“,

um diesen
journalistisch gedickt „Informierten“
ab_schließend
mahnend zu fragen:

„Macht Sie das nicht stutzig?“.




Sie erlauben Werbung für meine Bücher?
Immerhin habe ich mich darin mit jenen
Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt,
die an der Basis dessen wirken, das jetzt offen zutage tritt.
— Das heißt diese Auseinandersetzung erfolgte beizeiten
.



© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)