Gewiß, Demonstrationen gegen kollektive Verrohung haben meine Sympathie …

Heutzutage läßt sich schwer beurteilen, ob es Agents provocateurs oder sogenannte Chaoten sind, die Demonstrationen gegen kollektive Verrohung stressen. Das letzte „große Beispiel“ für Agents provocateurs in Deutschland war der G20-Gipfel in Hamburg im letzten Jahr.

Nun, wie dem auch sei, die aktuellen „Gegendemonstrationen“ gegen kollektive Verrohung dienen eher dazu, dem Ausland ein falsches Bild von dem zu vermitteln, was in diesem Land selbst tatsächlich abläuft und was die vom EU-Hegemon verlangte Politik

(__“Modell Deutschland”; “Austerität”:
weder das eine ein „Modell“ noch das andere für eine Währungsunion geeignet__)

für die Masse der Menschen in den EU-Ländern bedeutet, bzw. welche Auswirkungen das dort wie hier zeitigt. Und obwohl das neo_liberale Projekt EU längst gescheitert ist, wird so getan als sei der Weg richtig, brauche lediglich weiter zielstrebig verfolgt zu werden. Als Beispiel wird dann Griechenland genommen, obwohl gerade daran erkennbar wird, wie destruktiv diese Politik ist und welche Zyniker hier am Werke sind.

Gewiß, dieser so fatale wie falsche Weg wird sich mittels staatlicher Gewaltanwendung sowie mit Hilfe der die Masse der Menschen des_informierenden Medien weiter fortsetzen lassen, kann aber alles nur noch schlimmer machen, da auf diese Weise der soziale Druck immer weiter zunimmt. Das heißt in dieser praktizierten Politik liegen zumindest wesentlich für jenes die Ursachen mit, welches sich an Nationalismus sowohl hier als auch in den anderen Ländern der EU entwickelt.

Mit dieser Politik eng zusammen hängt wiederum jenes, das andere kollektiv erst ins Laufen bringt, gemeinhin als Flüchtlingsursachen bezeichnet.

Bezogen auf diese Auswirkungen ist allerdings zusagen, daß das nicht mehr ein primär von den Verantwortlichen deutscher Politik verursachtes Problem ist, sondern das hat etwas mit dem europäischen Sozialisationsprozeß als solchen zu tun, der spätestens seit der Etablierung des Feudalismus’ in Europa flächendeckend das Leben jeden einzelnen Menschen bestimmt, der zu einem, bis heute gerechnet, bereits 520 Jahre währenden Krieg gegen den Rest der Welt geführt hat, einhergehend mit Raub von Land, Gütern und Ressourcen, Sklaverei, Vergewaltigung, Völkermord usw. — einst begonnen im Dienste des Glaubens, oder besser gesagt: “im Namen Gottes”, später dann im Dienste des „Marktes“ mit seiner „unsichtbaren Hand“ fortgesetzt, und dies insbesondere von den europäischen Mächten sich unabhängig gemacht habenden, letztlich jedoch nicht anders sozialisierten, nordamerikanischen Europäern praktiziert, begleitet von den im Windschatten dieses Kurses mitsegelnden Machteliten Europas.

Wenn zwar dieser seit Jahrhunderten währende, von europäisch Sozialisierten verursachte und fortgesetzte Krieg, den man als veritablen Weltkrieg bezeichnen muß, auch primär nicht von der deutschen Politik verursacht ist

(__allerdings lediglich mangels “einst” passender Gelegenheit__),

so ist bei scheuklappenfreier Beobachtung doch festzustellen, daß weder die aktuell die EU-Politik Bestimmenden noch jene, von welcher politischen Seite nun auch immer ausgehend, also ob nun tatsächlich von rechts oder _vermeintlich_ von links, daran substantiell etwas ändern wollten, wie die Entwicklung seit dem Ende des Kalten Krieges eindrucksvoll belegt. Wer aber daran nichts ändern will, wird sich an Widerlichkeiten, wie kürzlich in Chemnitz geschehen, gewöhnen müssen.

Was aber hieße: daran etwas zu ändern?

Nun, dieses wiederum findet sich in Band I, Band II und Band III der Tri_logischen Sezierung des lobbykratischen Zeitalters aufgehellt.

© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)