„Elementarwerk“

„Wenn das Recht ungestraft heimlich zu glauben, was das Gewissen lehrt, aber nicht ungestraft durch Zunge und Feder die Meinung zu zeigen, die der Tugend nicht feind ist — wenn dies Gewissensfreiheit heißen soll: so nennt in der Barbarei […] den Ort, wo sie nicht ist.“

Johann Bernhard Basedow, 1723-1790.

Daß es insbesondere im 18. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum weniger Reformer als Begründer eines Schulwesens gegeben hat, erklärt sich einerseits aus den bildungskatastrophalen Zuständen für die Masse der Menschen, die Ergebnis des Feudalismus’ waren, andererseits aus dem Anspruch des sich im 18. Jahrhundert auch in diesem Sprachraum herausbildenden absolutistischen Staates:

das Monopol auf all jenes zu besitzen,
das als „Öffentlichkeit“ bezeichnet wird.

Zur monopolistischen Steuerung der „Öffentlichkeit“ gehört jenes zu bestimmen, das wir als „öffentliche Meinung“ bezeichnen. Dies setzt wiederum voraus, daß es ein allgemeines, im Sinne des absolutistischen Staates funktionierendes Bildungssystem gibt, da erst so das Meinen der Untertanen des absolutistischen Herrschers ausreichend zu homogenisieren und in den Köpfen derartig zu verankern ist, daß das Meinen der Untertanen,

im Rahmen einer gewissen Schwankungsbreite,

dem entspricht, das als „öffentliche Meinung“ bezeichnet wird.

Einer dieser Begründer des deutschsprachigen Schulwesens und Vorläufer von insbesondere Johann Heinrich Pestalozzi (__1746-1827__) und Friedrich Wilhelm August Fröbel (__1782-1852__) war Johann Bernhard Basedow. Basedow schuf ein umfassendes Werk für den Unterricht von Kindern, das sich auf die Arbeiten Jean-Jacques Rousseaus (__1712-1778__) stützt. Über sein pädagogisches Vorhaben selbst informierte er die Öffentlichkeit im Jahre 1768 über die mit:

Vorstellung an Menschenfreunde und vermögende Männer über Schulen und Studien und ihren Einfluß in die öffentliche Wohlfahrt, mit einem Plane eines Elementarbuches der menschlichen Erkenntnis

betitelte Schrift, die insbesondere davon handelt, wieso er davon überzeugt war, daß ein Buch über die menschliche Erkenntnis

_so_

zu schreiben sei, daß Kinder davon einen elementaren Begriff bekommen können. Um die Notwendigkeit für dieses Vorhaben zu verdeutlichen, klagt Basedow in dieser Schrift das damals im deutschsprachigen Raum herrschende „Schulwesen“ im allgemeinen und im besonderen die Universitäten wegen ihrer nachlässigen Lehrweise an.


Es sei jetzt nur randständig bemerkt,
daß eine der Basedowschen Forderungen,
daß es nämlich das Recht des Staates sei,
allein über die Art und Weise der Erziehung zu bestimmen,
dem absolutistischen Staat zugute kam.

Die Füllung und Intention des Unterrichtsstoffs
mußte sich damit von der von
Basedow beabsichtigten klar abheben.

Von daher erklärt sich,
wieso die kleinen und großen absolutistischen Herrscher,
den Ausführungen Basedows aufmerksam lauschten,
wohingegen jene,
der Aufklärung in der Tat verpflichteten Untertanen
des absolutistischen Staates,
ihm vor allem wegen seiner
pädagogischen Erläuterungen lauschten.

Es ist hierbei zu berücksichtigen,
daß es vor allem in seiner Absicht lag,
der Kirche den Einfluß auf das Schulwesen zu nehmen,
und im 18. Jahrhundert,
so wie die Dinge lagen,
konnte das nur durch zwei Dinge geschehen:
über eine Revolution oder über den absolutistischen Staat.

Diese randständige Bemerkung
ist eine Feststellung,
keine Wertung.


Sein aus mehreren Teilen bestehendes
Vorhaben wendet sich an Lehrende und Eltern.

Dieses Vorhaben konkretisierte sich dann in einem Entwicklungsprozeß, der sich ab 1769 zielgerichtet entwickelte und 1770 zum Erscheinen des ersten Bandes seines

Methodenbuchs für Väter und
Mütter der Familien und Völker

führte. Darin legt er u.a. dar, wieso er den Unterricht mit jenen Dingen beginnen läßt, die auch den Eltern der Kinder bekannt sind, oder zumindest bekannt sein könnten, also mit jenen Dingen, die im alltäglichen Leben eine Rolle spielen. Auf diese Weise wurden die Eltern selbst nicht nur zu pädagogischer Arbeit befähigt, sondern brauchten sich vor den Kindern keine Blöße zu geben. Diesem ersten Band folgte bald der zweite und noch im selben Jahr die ersten drei Bände seines „Elementarbuches“, ausgestattet mit vielen Kupfertafeln, damit der Unterricht anschaulich werde. Das schließliche, schriftliche pädagogische Ergebnis dieser Arbeit ist sein „Elementarwerk“, das eine weit verbesserte und erweiterte Neuauflage seines „Elementarbuches“ ist.

Dieses schriftliche Hauptwerk Johann Bernhard Basedows erschien 1774 (__1785 dann in der „zweiten, sehr verbesserten Auflage“__). Das war zu der Zeit, als Basedow sein „Philanthropin“, das sich nach Basedows Aussage als

eine Schule der Menschenfreundschaft
und guter Kenntnisse für Lernende und junge Lehrer, arme und reiche

verstand, in Dessau eröffnete und damit für viele andere Erziehungsanstalten maßgebend wurde.

Nun, dieses „Elementarwerk“ ist von seiner Ideensetzung her ein Buch für den Schulunterricht, das die Kinder ohne Verdruß und Zeitverlust lesen lehren soll, nämlich so, daß sie ein echtes Verständnis von ihrem Dasein sowie den „wesenden Dingen“ um sie herum bekommen, und wieso diese „Dinge“ einst mit bestimmten Begriffen benannt wurden, so daß sie den Sinn der Wörter erkennen, die ihnen selbst und diesen wie anderen „wesenden Dinge“ ihren Namen geben. Ein Buch auch, ihnen einen Begriff von der „Natur“, von der „Ethik“, von dem, was man „Seele“ nennt … und von dem zu geben, was „Vernunft“ bedeutet.

Demnach eine in diesem Buch
zum Ausdruck kommende Absicht,

die unbedingt von einem ins Herz dringenden Unterricht über jene „wesenden Dinge“, die vielleicht nur behaupteterweise „hinter“ den sichtbar „wesenden Dingen“ liegen, zu begleiten ist. Dies aber ein praktischer Unterricht, der ebenso zur un_parteiischen Beschreibung der verschiedenen Glaubensvorstellungen der Menschen auf der Welt überhaupt dienen muß, und deshalb so zu halten ist, daß die Sicht des Lehrenden auf die Welt verborgen bleibt

— da es um nichts anderes zu gehen hat,

als den Kindern davon das selbständig
benennende Erkennen zu ermöglichen. …

Allerdings ist zu sagen,

daß dieses Werk den Kindern auch
von der bürgerlichen Gesellschaft und
ihrer Wirtschafts_weise
Kenntnis geben will.

Dieser Punkt kommt aber der
bürgerlichen Gesellschaft und
ihrer kapitalistischen Produktionsweise zugute,
die sich zu jener Zeit begann auszubilden.


Zwei springende Punkte sind also festzuhalten:

Das Monopol des absolutistischen Staates über den Unterricht
und die Einübung jener Prinzipien,
die für das Funktionieren der bürgerlichen Gesellschaft,
also das Denken in wirtschaftlichen Kategorien,
Bedingung sind.

Nun, beide Punkte fanden Eingang in den bürgerlichen Staat, den man gemeinhin als „Nationalstaat“ bezeichnet, der tatsächlich aber das Update der alten Machtverhältnisse im bürgerlichen Gewande ist. (__Vgl. hierzu u.a. in: Die tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters, Band I, Teilband 3, Kapitel 15: „Menschenrechte, Völkerrecht und das Konstrukt des Nationalstaates“, die Seiten 367-75.__)

Das Einüben jener Prinzipien,
die für das Funktionieren der bürgerlichen Gesellschaft,
also das Denken in wirtschaftlichen Kategorien,
Bedingung sind, diente nicht mehr der Keimlegung dessen,
das heute als „marktkonformes Verhalten“ bezeichnet wird,
sondern tatsächlich bereits seiner Verankerung.
Denn Basedow ging es nicht darum,
die bürgerliche Produktionsweise,
das bürgerliche, bzw. kapitalistische Denken in Frage zu stellen,
sondern den Kindern genau dieses beizubringen,
nämlich im Sinne der Schwäbischen Hausfrau zu funktionieren,
um ein berühmt berüchtigtes,
von „allen“ deshalb „verstandenes“ Bild zu verwenden,
da dieses für alle so leicht eingängige
Bild von der Schwäbischen Hausfrau,
also die angeblich grundsätzlich geltende
mikroökonomische Perspektive,

damals

zum grundlegenden Bestandteil
„öffentlichen Wissens“ wurde,

vermittelt über

das sich im absolutistischen Staat
etabliert habende Schulsystem.

Hier wird wohl mit eine der Ursachen dafür zu finden sein,
daß es für die Masse der Deutschen noch heute unvorstellbar ist,
daß dieses Denken der „Schwäbischen Hausfrau“,
so geeignet es für den privaten Haushalt sein mag,
weder für die Funktionsweise eines
öffentlichen Haushaltes (__des Staatshaushaltes__)  geeignet ist
noch sich damit seine Funktionsweise erschließen läßt,

noch dieses mikroökonomische Denken
nützlich ist,

soll die Funktionsweise der
Gesamtwirtschaft eines Staates
erklärt _und_ verstanden werden.

Diese eingeflochtenen Punkte sind festzuhalten,
um in einem späteren Zusammenhang erinnert zu werden.


Gewiß ist jedenfalls, daß alles bisher die Basedowsche Methode betreffende Genannte aus der Basedowschen Sicht gesehen ist, die zwar absolut eigenständig abweichend von der allgemeinen Sicht seiner Zeit war, sich seine Überlegungen dennoch, selbstverständlich, lediglich vor dem Hintergrund dieser Zeit entwickeln konnten.

Deshalb ist es klar,

daß dieses „Elementarwerk“
heute anders zu schreiben wäre.



Aber,

abgesehen von seiner Absicht,

die Kinder im Sinne der
Funktionsweise der
bürgerlichen Gesellschaft
zu konditionieren,

die Intention könnte dann keine
andere als die Basedowsche sein:

daß es den Kindern nämlich

selb_ständig

möglich würde,
all das Genannte

(__nun wieder inklusive der
Funktionsweise der bürgerlichen Gesellschaft!
__)

auf eine Weise zu erkennen,
daß sie wie selbst_verständlich
nicht nur begreifen würden,

wieso,

bspw. eine Frau von der Leyen
als EU-Kommissionspräsidentin

über_haupt

ins Gespräch gebracht werden konnte.

Wüßten sie doch schon längst,
was bei solchen Nominierungen heute
vielen immer noch als „ausgerutscht benannt“ gilt:

Bei solchen „Postenbesetzungen“
kommt es eben nicht auf Kompetenz an,

sondern darauf,

daß die „benannte“ Person im
Sinne des „Systems“ funktioniert

— wie das Lug-und-Trug-System
der deutschen Autoindustrie

gerade erst

(__erneut!__)

eindrucksvoll belegt:

Amt – Politik – Konzern

— machtmäßig verschränkt!

Das ist upgedateter
Staatsmonopolkapitalismus,

der sich aktuell zu dem ausformt,
das ich „Neowilhelmoliberalismus“ nenne
(__das findet sich erläutert in:
Die tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters,
Band III, Teilbände 1+2__).

Also wüßten diese
menschenfreundlich
unterrichteten Kinder,

wieso bspw. eine Frau von der Leyen,

als Vertreterin der alten deutschen Machtelite, diesen Posten kriegen soll. Und da ihnen das klar wäre, hätten sie ebenso schon längst erkannt, daß eine oligarchische Herrschaftsform, also jene Herrschaftsform, die ich als Lobbykratie bezeichne und die jene der EU ist

(__das findet sich erläutert in:
Die tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters,
Band I, Teilbände 1-3 + Teilband 4__),

all jenes oben Genannte,

und die Art und Weise
es zu erkennen,

erst recht nicht dulden könnte,
und folglich der Schulunterricht eben derartig ist,
wie er ist.

Und so wüßten die menschenfreundlich unterrichteten Kinder, gäbe es dieses Basedowsche Lehrsystem in adäquat upgedateter Form _wenigstens_ in der ersten Generation schon, daß es nun höchste Zeit wäre Tabula rasa mit diesem System zu machen, um es durch ein menschenfreundliches zu ersetzen — und „menschenfreundlich“ bedeutet zugleich natur_freundlich.

Also wüßten diese Kinder auch,
wie die heutige Wirtschaft funktioniert und wie sie,
im Gegensatz dazu,
funktionieren muß,
damit es menschenfreundlich,

und damit zugleich natur_freundlich zugehen kann,

denn,

wie gesagt:

wie sollte etwas menschenfreundlich sein können,
wäre es nicht zugleich auch natur_freundlich?

Folglich wüßten sie ebenso, daß ein „Exportüberschußweltmeister“ alles andere als friedfertig sein kann, demnach das „EU-Imperium des Friedens“, da von diesem Exportüberschußweltmeister hegemonial bestimmt und angeführt, eine orwellianische Entität ist, die wohl im Interesse weniger für allen möglichen Unfug zu gebrauchen sein mag, hingegen nicht für Frieden in der Welt zuständig sein kann. (__Vgl. Die tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters, Band III, insbesondere Teilband 2.__)

In diesem Zusammenhang denke man durchaus auch an den Ankauf von Unternehmensanleihen bei der Übernahme von Monsanto durch die Bayer AG, denn das war der Eingriff einer staatlichen Institution in jenes, was ansonsten „Marktgeschehen“ heißt und zwar zum Vorteil privater Interessen, die dieser staatlichen Stützung _nicht_ bedürfen.


(__Das Problem daran liegt folglich völlig anders,
als von deutschen Intellektuellen
dann sofort reflexgedacht gemeint wird
— und deshalb von Paul Steinhardt aufzugreifen war.__)


Es wird also privaten Interessen ohne Bedenken das gewährt, welches staatlichen Interessen von Mitgliedstaaten der EU nicht gewährt wird: Schutz vor Spekulationsdruck, ausgeübt von den großen Akteuren auf dem sogenannten Finanzmarkt. Das heißt es wird privaten Interessen dann jede Unterstützung gewährt, führt das zu einer Zunahme der Machtpotenz des Seltsamgebildes EU,

wodurch diese politische Entität,

einhergehend mit ihren Homogenisierungstendenzen
bis auf kommunaler Ebene,

den Charakter einer absolutistischen Entität,

analog dem
absolutistischen Staat
des 17. und 18. Jahrhunderts,

gewinnt;

allerdings mit dem Unterschied,
daß es die Eigner der internationalen Konzerne sind,

die,

und deshalb ist die Bezeichnung
„Lobbykratie“ gerechtfertigt,

diese absolutistische Macht
über _ihre_ Politfiguren, Mietdenker und Mitmäuler ausüben.

Folglich funktioniert die EU im Sinne dieser Konzerne, und damit zeigt dieses politische Monstrum ganz besondere staatsmonopolistische Züge.

Das kann man übrigens schon
in der aus dem Jahre 2011 stammenden Studie nachlesen,
die die Strategie der EU zum Thema hat.

(__Vgl. Die tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters, Band I, Teilband 3, Kapitel 18: „Eine kurze Beschäftigung mit der Frage nach der neoliberalen Strategie des ‘Westen’ und der Funktion seiner Medien bei der Vermittlung dieser Strategie“.__)

Werden aber Partikularinteressen bedient,

kann das nur zum Schaden der Masse der Menschen sein. Das weiß jeder demokratisch gebildete Mensch.

Weiß er es nicht,

hat er möglicherweise keinen
demokratischen Schulunterricht genossen.

Das wäre insofern nicht verwunderlich,
da wir in einer Lobbykratie leben,
die irreführenderweise von der EU-Funktionselite
als „Demokratie“ bezeichnet wird.

Das aber ist schon allein deshalb fatal,
da dann die Gefahr besteht,
daß die Masse der Menschen den Eindruck gewinnt,
daß das Versagen der Verantwortlichen in der Politik,

und der Masse der Intellektuellen,

Ausdruck des Versagens des demokratischen Systems sei,
obwohl es tatsächlich nur Ausdruck
des Versagens des existierenden lobbykratischen System sein kann.

Wäre hingegen ein geupdatetes Basedowsches Unterrichtssystem gesellschaftlich schon generationenübergreifend verankert, würde sich die aktuell vollendende Oligarchisierung der unter hegemonialer Herrschaft der deutschen Machtelite befindlichen EU nicht realisieren, bzw. gäbe es überhaupt keine Hegemonialstellung eines der Mitgliedsländer dieses „Imperiums des Friedens“, sondern nur „Gleiche unter Gleichen“.

Denn alle Menschen,

die im Rahmen dieses Unterrichtssystems
schon ihre individuelle Ausprägung erfahren hätten
oder als Kinder aktuell erfahren würden,

hätten

nicht nur das gesellschaftliche Bewußtsein in sich verankert,
daß das Bedienen von machtvollen Partikularinteressen
auf die Gesamtgesellschaft schädlich zurückwirken muß,

sondern

sie würden dann auch von sich aus
frühzeitig Maßnahmen ergreifen,
so daß dem _beizeiten_ entgegenzusteuern wäre

— oder spätestens jene Kinder,

die gerade von der Schädlichkeit solcher
gesellschaftlichen Entwicklung im Unterricht erführen,

durch Teil des Unterrichts
seiende Rollenspiele

_v o m   G e f ü h l   her_

von den Konsequenzen wissend,

würden solche Entwicklungstendenzen lautstark verurteilen,

davon Zuhause den
Eltern berichtend,

und diese,

zusammen mit den Kindern,
würden dann kollektiv dagegen aktiv werden!


— Oder man nehme das sogenannte

Freihandelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten, das zwar den Export des Überschußweltmeisters befeuern mag, aber nicht das ist, welches die Menschen in Südamerika brauchen.

Und benötigen wir,

bspw. Rindfleisch en gros,

das alles andere als unter
umweltfreundlichen Bedingungen aus zudem,

nehmen wir es ruhig an,

un_glücklichen Rindern

geschnitten wird und erst über den großen Teich
zu „uns“ geschippert werden muß?

Und wie mag es ums
südamerikanische Geflügel stehen,

bevor es für „uns“ massenhaft
verpackt geliefert wird?
Und die Großproduktion von
Bioethanol dort?



In diesem Zusammenhang könnte vielleicht die Erinnerung daran sinnvoll sein, daß die Ideologen und Propagandisten des orwellianischen EU-Imperiums des Friedens auf die ihnen eigentümlich heuchlerische Art behaupteten, daß der „Backstop“ an der Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland deshalb eine absolute Notwendigkeit sei, da verhindert werden müsse, daß vom UK aus unkontrolliert solche Güten eingeführt würden, die nicht „EU-Standards“ entsprechen könnten.

Wer stimmt eigentlich mit wem die „EU-Standards“ ab?
Beziehungsweise wie viele Lobbyorganisationen
ummanteln die Institutionen der EU in Brüssel noch?
Hat sich die im Jahre 2014 gezählte Zahl von 8.000

etwa geändert?

Oder hat sich die ebenfalls aus dem Jahre 2014
stammende Zahl der ca. 29.000 Lobbyisten dieser Organisationen,
die nicht nur über alle relevanten
Entscheidungen der EU informiert sind,
sondern diese auch bestimmen,

etwa geändert?

Wer mag wen verarschen?
Und zu welchem Zweck?
Etwa dem üblichen?



… Dies sind nur aktuelle Beispiele,
die alle im krassen Widerspruch zu dem stehen,
was Figuren à la Merkel den Leuten in der EU

geheuchelt vorschwätzen

— um vom eigentlichen Zustand der EU
und von der durch Figuren à la Merkel,
von der Leyen usw.
verursachten Schädlichkeit für die
soziale und natürliche Umwelt

abzulenken.

Oder anderes gesagt,

die EU entwickelt sich zu dem,
das ich in meinen Büchern in der notwendigen
Breite und Tiefe verdeutlicht habe,
so daß nichts zu der Erkenntnis fehlt:

Die EU wird spätestens 2025

(__ein völlig aus der Zeit gefallenes__)

gemeingefährliches Monstrum
geworden sein

— und spätestens dann implodieren!

Wenn diese Machtelite nicht vorher schon

— !_wieder_! —,

da nicht mehr ein noch aus wissend,

das letzte Register ihres
„weihmachtlichen Spiels“ ziehen wird.

(__vgl. „Das Weihmachtspiel“ in: a.a.O., Band II__).

Folglich ist meine Vermutung
nicht von der Hand zu weisen,
daß auch der EU-Funktionselite
gemeingefährliche Züge eigen sind.


Im Gegensatz dazu liegt offen auf der Hand, daß eine Schule, die gar keinen „schulischen“ Charakter, sondern den einer „sozialen Spielwiese“ zu haben hat, in der all jenes oben Genannte so zu lehren ist, daß sich den Kindern die damit verbundenen Bereiche,

die im Leben _nicht_ unverbunden,

_nicht_ wie „Schulfächer“ sind,

„ohne Verdruß und Zeitverlust“
und durch einen
„ins Herz dringenden Unterricht“,

sich in Kopf und Gefühl,
im ganzen Menschen,

zu einer Einheit verbinden, schon deshalb
nicht als veraltet gelten kann

— da bisher un_eingelöstes Postulat.



Wem das Vorstehende unverständlich geschrieben erscheint — wenn auch aus entsprechender Perspektive verständlich —, kann das lediglich deshalb meinen, da er sich sogar noch weit von dem entfernt befindet, das die post-Tabula-rasa-Phase,

einerseits zwangsläufig,
andererseits offenbar,

sich noch hinter dem Horizont befinden läßt …

demnach sein

nicht allein

von ihm beschrittener Weg
richtungsmäßig alles andere als gut verläuft.

Was nützte es dann,
aus der sich aus dieser Position
ergebenden Perspektive,
„verständlich“ zu schreiben,

wüßte ich doch nicht,

wieso es nicht aus
post-Tabula-rasa-Sicht
zu schreiben wäre …

zumal es aus dieser Perspektive
verständlich geschrieben ist.


… Beeilen Sie sich lieber kollektiv

— „wir“ sehen uns ja schon gar nicht mehr,

kein Wunder ist es dann,

daß Sie das Geschriebene nicht verstehen

… oder sowieso nicht wollen!

Oder?


Wie dem auch sei,

Ihnen wäre _nicht_ zu empfehlen,
die von dem denunziatorischen
Reaktionär Leopold Alois Hoffmann
im Jahre 1795 rhetorisch gestellte Frage
reflexhaft zu bejahen,
zumal es sich dabei um eine „Frage“ handelt,
die von heutigen Projektionisten vergleichbar gestellt wird:



Sind Schriftsteller imstande,
Revolutionen zu veranlassen
oder herbeizuführen?

Denn das war weder damals noch ist das heute anzunehmen,
wie, u.a., und schon damals,
Freyherr Knigge wußte:

Die armen Schriftsteller als die Triebfedern so großer Revolutionen anzuklagen, daß ist die Sprache derer, die die Wahrheit nicht gern laut lassen mögen und in Verewigung aller Art von Stumpfheit, Blindheit und Dummheit der Völker ihren Vortheil finden. Ihnen ist daran gelegen, die Schriftsteller, welche gewisse Dinge an das Licht bringen, verdächtig zu machen, um die Erd-Götter zu bewegen, ihnen Stillschweigen aufzuerlegen.

Vernünftige und unpartheyische Leute aber wissen wohl, daß einzelne Büchermacher nicht die Denkungsart ganzer Nationen mit ihren Federkielen umschaffen können. […] Wenn aber in allen guten Köpfen gewisse kühne Wahrheiten schon gähren; dann pflegen die Schriftsteller zu Hülfe zu kommen und wohl etwa Gedanken zur Reife zu bringen, die jedoch auch ohne ihr Zuthun, obgleich nicht so früh, allgemein geworden seyn, Festigkeit und Bestimmtheit bekommen haben würden.

(__Adolph Freiherr Knigge,
„Rückblicke auf den, so Gott will, für Teutschland nun bald geendigten Krieg. Nebst einigen Erläuterungen, die Propaganda, Jakobiner und Illuminaten betreffend“,
Coppenhagen, 1795, die Seiten 33-35.__)

Sie müßten das also schon
selber wollen, denn:

Von der Natur sind […] die Menschen nicht in Classen getheilt, nicht einige zum Gehorchen, andre zum Herrschen bestimt.

(__Vgl. vom Genannten,
„Joseph von Wurmbrand, kaiserlich abyssinischen Ex-Ministers,
jezzigen Notarii caesarii publiei in der Reichsstadt Bopfingen, politisches Glaubensbekenntniß, mit Hinsicht auf die französische Revolution und deren Folgen“, Frankfurt und Leipzig, 1792, die Seite 20.__)

Und, nun an jene gewandt,
die sich als Intellektuelle des „Systems“
damals
so outeten wie diese sich
auch heute outen:

Nichts kömt mir alberner vor, als wenn man sich in moralischen und politischen Gemeinsprüchen über die Befugnisse und Nichtbefugnisse einer ganzen Nation, ihre Regierungsform zu ändern, ergießt; wenn man darüber raisonnirt,   w a s   ein Volk, wenn es sich empört, hätte thun sollen, und wie es hätte besser und gelinder handeln können und sollen, und ob zu viel oder zu wenig Blut dabey vergossen worden. […] wenn aber ein ganzes Volk, durch eine lange Reihe von würkenden Ursachen dahin gebracht ist, seine bisherige Regierungsform, die nicht taugte, die nicht in die jezzigen Zeiten, nicht zu dem gegenwärtigen Grade der Cultur paßte, in welcher sich der größte Theil der Bürger unglüklich fühlte, mit Gewalt über den Haufen zu werfen; wenn sie alle hierzu durch einen Geist belebt werden, den ihre elende, verzweifelte Lage in ihnen erwekt hat: wenn dies also nicht nach einem bestimt angeordneten Plane, sondern durch einen Windstoß geschieht, der auf einmal das Feuer, das lange unter der Asche geglimt hatte, in helle Flammen auflodern macht — wer kann da Ordnung fordern? wer kann da bestimmen, ob da zu viel, oder zu wenig geschieht? Schreibe dem Meere vor, wie weit es fortströhmen soll, wenn es den Damm durchbricht, den Jahrhunderte untergraben haben!

(__siehe a.a.O., die Seiten 17 f.__)



© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__) 2:54 03/07/2019