Eine Überlegung in dreieinhalb Sätzen …

… zu dem auf Makroskop erschienenen Artikel:

Nun sag, wie hast du’s mit dem Euro? – Die Grünen

von Paul Steinhardt:

[…] Zielführende Reformen sind […] solche, die verhindern, dass ganze Volkswirtschaften kaputt gespart werden. Wer es also wirklich ernst meint, der wird alle vertraglichen Vereinbarungen — angefangen mit dem Vertrag von Maastricht bis hin zu allen später unterzeichneten „Fiskalpakten“ —, die die Mitgliedsländer bei einer beginnenden Rezession an einer expansiven Fiskalpolitik hindern, ersatzlos streichen. Und er würde der EZB das Mandat übertragen, jedem Land so viel Geld zur Verfügung zu stellen, dass es mit seiner Wirtschaftspolitik Vollbeschäftigung herstellen kann. […]

Eine so richtige wie illusorische Reformrichtung, da die Grundlagen der EU das nicht zulassen und die politische Praxis zeigt, daß die Verantwortlichen überhaupt nicht daran denken, eine solche Richtung einzuschlagen — abgesehen von der nicht zu erzielenden Einstimmigkeit der 27 EU-Mitglieder, die zur Abschaffung oder zum Ersatz von EU-Vertragswerken notwendig wäre. — Zumindest genügte das Veto eines dieser Mitglieder, das ganze Projekt scheitern zu lassen.

[…] zweifelsohne könnte das „grüne Versprechen für ein ökologisches, demokratisches und soziales Europa“ durchaus einen Beitrag dazu leisten, die Illusion einer Reformierbarkeit der Eurozone aufrechtzuerhalten und damit die Augen vor dem durch das Eurosystem verursachten Leiden vieler Menschen weiterhin verschlossen zu halten.

In der Tat, das hingegen geht immer, da genau das die Aufgabe der Tamtam-Parteien des lobbykratischen Systems ist:

Bei den Wählern die Illusion zu nähren, man könne die EU strukturell demokratisieren, also im konstruktiven Sinne tatsächlich menschenorientiert organisieren.

Vor diesem Hintergrund gefragt:

Wenn nun aber alle relevanten Parteien
Tamtam-Parteien wären?



Sie erlauben Werbung für meine Bücher?
Immerhin habe ich mich darin mit jenen
Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt,
die an der Basis dessen wirken, das jetzt offen zutage tritt.
— Das heißt diese Auseinandersetzung erfolgte beizeiten
.



Von den Zitatstellen selbstverständlich abgesehen:

© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)