Eine Anmerkung zum Begriff der « transgenen Linken »

Die Erläuterung des Begriffs der “transgenen Linken” findet sich in:

« LA SINISTRA TRANSGENICA ».

Der Artikel beschreibt gut, wie die bürgerliche Linke in ein Medium des Neoliberalismus’ transformiert wurde.

Aus europäischer Perspektive handelt es sich bei der „transgenen Linken“ um eine politische Formation, deren Vertreter zwar behaupten „proeuropäisch“ zu sein, tatsächlich aber der neoliberalen Entität „EU“ verpflichtet sind, sozusagen von „links“ kommend. Also in gewisser Weise so wie eine Frau von der Leyen,

wenn auch mit anderen
„politischen Vorzeichen“,

da, in diesem Fall,

Vertreterin der alten
deutschen Oligarchie,

spricht diese vom „blühenden“

(__in der EU-Zwangsjacke gefangenen__)

Europa, oder davon, daß sie,

gewiß etwas surreal,

die „Feindin“ all jener sei,
die „Europa“ schwächen wollten.


(__Wer schwächt die Masse der Menschen in den Nationalstaaten auf diesem Kontinent am meisten, wenn nicht die insbesondere von Frau von der Leyen und ihresgleichen geforderte, so machtverirrte wie dumme Austeritäts-Normpolitik der EU-Zwangsjacke?__)


Oder wenn diese Figur gar „mehrsprachig“ von: „es lebe Europa!“ faselt und tatsächlich die deutsch dominierte EU meint.

Wobei „deutsch dominiert“ besser deshalb in „neowilhelministisch dominiert“ zu wechseln ist, da es sich dabei gar nicht um originär Deutsches handelt, sondern um preußisiert Deutsches:

Beispielsweise bin ich gewiß Deutscher,
aber genauso gewiß kein preußisierter.

Was „preußisiert deutsch“ bedeutet, können Sie sich übligens klarmachen, stellen Sie sich die vielfältigen, von den je verschiedenen Lebensbedingungen abhängigen gesell-schaftlichen Traditionen,

dies meist städtische Traditionen gewesen,
und mit je verschiedener Mentalität einhergehend,

in jener „historischen Landschaft“ vor,

die man gewohnterweise
als „Deutschland“ bezeichnet,

die zu etwas zusammengezwungen wurden, das keine neue Mentalität zum Ergebnis hatte, sondern die militaristische Mentalität der dominanten (__preußischen, bzw. junkerischen__) Machtelite war, die, einem Gürtel gleich, im 19. Jahrhundert um einen Großteil der anderen deutschen staatlichen Gebilde mit _dem_ Ergebnis gelegt wurde, daß sich eine dauerhafte soziale Spannung im Inneren dieses so entstandenen „preußischen Einheitsstaates“ ausbildete, die der stetigen Abführung nach außen bedurfte, damit dieser „Preußengürtel“ nicht von innen gesprengt werde.



Allerdings ist hier nicht ohne Grund „preußischer Einheitsstaat“ in An- und Abführungszeichen gesetzt, da dieser Einheitsstaat,

von der preußisch-junkerischen
Machtelite an sich gewollt,

wegen der grundsätzlich _deutschen_ Tendenz zu gesellschaftlicher Partikularität,

bspw. sich im individuellen Charakter
der Städte ausdrückend,

tatsächlich erst Jahrzehnte später, d.h. unter den Bedingungen des sich faschisiert habenden deutschen bürgerlichen Staates wilhelministischer Prägung, dem „praktischen Versuch“ der Bildung eines „Einheitsstaates“ unterzogen werden konnte

— mit dem in die Annalen des
zwanzigsten Jahrhunderts eingegangenen Ergebnis.

Eigentlich mehr als dumm,
eine Einheitsstaatsbildung
durch Homogenisierung
veritabler europäischer Nationalstaaten
auf EU-Ebene zu versuchen, oder?

Denn was mag das Ergebnis sein?



Die Schaffung dieses „preußischen Einheitsstaates“ im ausgehenden 19. Jahrhundert bedeutete aber in der politischen _Praxis_ nach außen gerichtete Aggressivität. Allein deshalb läßt sich mit Recht _nicht_ leugnen, daß dieser „Preußengürtel“ als einer der wesentlichen Gründe für den ersten Teil des großen imperialistischen Krieges zu verstehen ist.

Das bedeutet keineswegs,

daß dieser erste imperialistische Krieg nicht noch weitere, von den anderen, damals längst schon etablierten imperialistischen Mächten wie Frankreich, England, Rußland und den, diesbezüglich, ebenfalls “aufstrebenden” USA, mitbestimmte Ursachen hätte.

Allerdings

wurde dieses „System des relativen Gleichgewichts der europäischen imperialistischen Mächte“ durch das sich „preußisierende Deutschland“ deshalb empfindlich gestört, da dieses preußisch-junkerisch dominierte Deutschland zudem nach hegemonialer Stellung in Europa strebte

— hierbei einer längst vergangenen und
nie erfolgreich gewesenen Tradition verhaftet,

die,

objektiv gesehen,

nichts als eine Wucherung politischer Macht war,

einzig „legitimiert“ über das Attribut
„heilig“, da von Gott gewollt,

so die Behauptung der Vertreter des
einst aus machtpolitischen Überlegungen
von Konstantin dem Großen zur Staatsreligion
des Römischen Reiches beförderten paulinischen Monotheismus’,
den man allgemein als „Christentum“ bezeichnet.



Mit dieser „Tradition“ ist das sogenannte „Heilige Römische Reich“ gemeint, das allein schon sprachlich eine großspurige Schöpfung ist, tatsächlich aber nie mehr als ein „Dachverband von Machteliten“ war, der von Fürsten bestimmt wurde, die je eins der zahlreichen Territorien dieses „Verbandes“ beherrschten, und die sich einen von ihnen ausguckten,

man sagt „wählten“,

ihnen und ihren Territorien als Anführer vorzustehen — der folglich

(__unter zusätzlicher Pendelwirkung des
römisch-katholischen Klerus__)

von diesen Fürsten und deren Interessen abhängig war, andernfalls hätten diese Fürsten den nicht „gewählt“.

Dieser Anführer wurde,
in Anlehnung an die römischen „Caesaren“,

und damit an das Römische Reich
(__tatsächlich das Weströmische Reich__),

„Kaiser“ genannt.

Womit auch gesagt ist, daß der mit dieser Wucherung politischer Macht einhergehende Macht-Reflex sich am einst zu imperialer Macht gewordenen Römischen Reich orientierte

— und nicht an „Europa“,

schon gar nicht an der
gleichnamigen Göttin.



Es ist aber diese Wucherung politischer Macht, die die Apologeten der EU meinen, phantasieren diese von der „Einigung Europas“, die es tatsächlich nie gegeben hat

— will man unter „Einigung“
nicht einen „Gürtel“ verstehen,

der die Masse der Menschen in ein derartiges „einheitliches ‘Gesetz'” einbindet, das von Mietschreibern formuliert und von Mietmäulern propagiert wird

(__wobei diese durchaus
identisch sein können__)

und der Machtelite mit ihren Satelliten,

bestehend aus geschlechtsunspezifischen
spin_doktorischen Wissenschaftlern,

geschlechtsunspezifischen Politikern,

geschlechtsunspezifischen Kulturbetrieblern und,

dann als journalistische
Alpha-Tiere bezeichnet,

geschlechtsunspezifisch schreibenden
Mitarbeitern der Medien_Konzerne

dienlich ist.

Wobei unter „Machtelite“
all jene zu verstehen sind,

die über partikulare Macht verfügen, die bei jeder gesellschaftlich relevanten Entscheidung je berücksichtigt werden muß, damit es nicht zu Störungen der Machtposition dieser „Elite“ als Ganzes kommt,

da andernfalls die Masse der
Menschen kollektiv aufbegehren könnte

— dies übrigens genau die Angst,

die jede Machtelite hat:

oder was glauben Sie,
wieso von „Massenmedien“ zu sprechen ist
und welchem Zweck diese „Medien“ dienen,
wenn nicht dem, genau dies zu verhindern?


Dieser Tradition „verpflichtet“,

verfolgt die EU-Machtelite
mit Hilfe ihrer Satelliten,

auf dem Rücken der
Masse der Menschen,

die Interessen der entsprechenden Machtelite
in den diversen Gebieten der EU,

gemeinhin (__noch__)
als Nationalstaaten bezeichnet.

Solche Verfolgung partikularer Macht-Interessen,

dann meist als „Wirtschaftsinteressen“ bezeichnet

(__dies also Interessen,
die keinem Menschen auf der Flucht als
Asylgrund zugestanden werden__),

ist durchaus mit dem Streben des alten
Fürsten-Gesocks des „Heiligen Römischen Reiches“ vergleichbar.



Dies übrigens ein Gesocks, das, nachdem es im 19. Jahrhhundert über seine Satelliten das plurale Deutschland mit dem „preußisch-junkerischen Gürtel“ versehen hatte, bspw. den Reichstag als „Quasselbude“ bezeichnete.

Diese antidemokratische Grundhaltung der
preußisch-junkerischen Machtelite,

die heute als
„deutsch“
bezeichnet wird,

findet sich übrigens in dem so exemplarischen
wie dem politisch unbewußten Zeitgenossen
verschleiert bleibenden,
dieses Gebäude zierenden Spruch:
Dem deutschen Volke
verewigt.



Gewiß, dieses Streben der EU-Machtelite und ihrer Satelliten
ist lächerlich _und_ realsatirisch zugleich.

Sie fragen dennoch:

wieso?

Nun, einerseits deshalb lächerlich,
da daran weder Zukunftsweisendes noch Fortschrittliches noch Zeitgemäßes ist.


Allerdings bedeutet in diesem Fall „lächerlich“ nicht,
daß es zum Lachen wäre,
da es fiaskös enden muß.


Andererseits zeigt sich das Realsatirische
dieser „Traditionsverpflichtung“ darin,
daß die EU-Funktionselite

(__das sind die Satelliten der EU-Machtelite__)

alles unternimmt,
die verschiedenen
gesellschaftlichen Traditionen
in den verschiedenen,

längst zu „Nationalstaaten“ gewordenen Territorien
jener alten Wucherung politischer Macht,

zu einer „europäischen Tradition“
mit entsprechender „Mentalität“
zu homogenisieren

— also einen „EU-Gürtel“,

also so,
wie im 19. Jh. der „Preußengürtel“
um die deutschen Länder gelegt wurde,

um veritable Nationalstaaten zu legen.


(__Mit entsprechenden Konsequenzen.__)


Folglich,
da dieses Tun zwar realsatirisch,
aber tatsächlich erfolgt,
nenne ich dieses Treiben neowilhelministisch,

als Ausdruck dieser nie
überwundenen Krankheit
politischer Machtwucherung.

Dies allerdings ein schon
so weit fortgeschrittenes Treiben,

das uns bereits in ein
Fahrwasser geführt hat,

das es nicht mehr möglich macht,

das „rettende Ufer“ zu erreichen

— als weiteres Beispiel des Versagens
der sich als„politische Linke“
bezeichnenden europäischen
„transgenen Linken“.

Zu diesen „politischen Transgenikern“
gehören dann bspw. solche „Linken“,

die von „Veränderung“ dessen faseln,

das nicht reformiert werden kann: das neoliberale Projekt EU.

Aus Sicht dieser politischen Pseudisten
würde das aber, bspw. durch die „digitale Technik“ möglich

— ohne sich auch nur einen Augenblick
ernsthaft der Frage zu widmen,

wie eine positive gesellschaftliche Veränderung
unter den gegebenen Machtverhältnissen
initiiert werden sollte,

die doch erst die Ingangsetzung und Drehrichtung
der immer weitere gesellschaftliche Bereiche
präkarisierenden Spirale

initiiert haben und
deren Drehrichtung bestimmen.

Oder anders gesagt:

Eine Partei, wie bspw. „Die Linke“,
die sich ohne Wenn und Aber
zur orwellianischen Entität EU bekennt,
deren Charakter faktisch dem einer Zwangsjacke
für die Masse der Menschen ihrer Mitgliedsstaaten gleichkommt,

und damit jeder demokratischen
Entwicklung im Wege steht,

eine Partei zudem,
die es offenbar ablehnt,
sich mit einem politischen Mittel zu beschäftigen,
das in der Tat als Hebel zur Befreiung aus dieser
Zwangsjacke verwendet werden kann,

gemeint sind die Mini-BoTs,

kann keine linke Partei sein,
sondern lediglich eine der zahlreichen
politischen Tamtam-Organisationen,
die der Linksabstützung des lobbykratischen Systems dienen,

so wie bspw. die
AfD seiner Rechtsabstützung dient.

„Transgene Linke“ bedeutet also,
daß die Wertbegriffe der Linken,
nämlich Politik im Sinne der
lohnabhängigen Menschen zu betreiben

(__dazu gehört übrigens zwangsläufig
das Ins-Auge-fassen sowohl der
gesellschaftlichen als auch der natürlichen Umwelt,
wobei die Verhältnisse der einen
unter Wahrung der anderen
im Sinne der Masse der Menschen
zu ändern sind__),

sowohl national
als auch international,

im Sinne des
lobbykratischen Systems

entkernt,

bzw. diesem angepaßt wurden.



→ « Der Brexit als Ausdruck ‘momenthafter’ Demokratie »

Das neoliberale System mag es, wählen Sie eine seiner Tamtam-Parteien

Nüchtern betrachtet: Wozu dient das EU-Parlament?

© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)


Sie erlauben weitergehende Werbung für meine Bücher?
Immerhin habe ich mich darin mit jenen
Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt,
die an der Basis dessen wirken, das jetzt offen zutage tritt.
— Das heißt diese Auseinandersetzung erfolgte beizeiten
.