Ein paar Sätze zu den „verströmten“ deutschen „Progressisten“ und „Linkisten“ oder Wie könnte im so kakophonischen wie seichten Schwätzen der richtige Ton zu finden sein?


Es gibt Leute, die verstehen sich als „progressiv“ oder gar als „links“ , die aber, objektiv gesehen, das Geschäft, die Menschen in Masse unwürdig  und mickrig machender Politik betreiben, indem sie vor Symptomen warnen, selbst aber nicht adäquat auf jenen Punkt zu sprechen kommen, der solche Symptome erst erzeugt — und es ist unerheblich, ob diese ihr „Progressiv-, ihr „Linkssein“ als zeitgemäß verklären, denn vom Ergebnis hergesehen sind diese im Sinne einer die Menschen in Masse unwürdig und mickrig machenden Politik „tätig“. Übertönen können die das mögen — solange die in ihren Zirkeln bleiben, aber den normalen Menschen haben sie nichts zu sagen

wohl zu sehr schlagwortbestückt verschwatzt

(__Dies übrigens der Grund dafür,
wieso verschiedentlich in meinen Büchern
von solchen Figuren bereits die Rede sein mußte,
wobei ein erster Eindruck der Begründung
hier
zu gewinnen ist.__)

Während die Gilets Jaunes in Frankreich längst begriffen haben, wohlgemerkt ganz normale Franzosen, daß die ihnen zur „Wahl“ vorgesetzten Politiker, die als „Vertreter“ der lohnabhängigen Bevölkerung vorgesetzten Gewerkschaftsführer, die vielfach schon bewiesen haben, daß diese im Sinne der Masse der französischen Bevölkerung weder sprechen noch Politik machen können — sie folglich von keiner etabliert politischen Figur vertreten werden wollen, daß also _jene_ ihnen wohl „Politik fürs Volk“ verkaufen, aber (__bewiesenermaßen__) genau nicht praktizieren könnten, sind diese Politiker doch nicht von ihnen ernannt, sondern wurden _vorher_ schon von „systemisch Besorgten“ ausgeguckt und ihnen dann als zu _Wählende_ „vorgesetzt. Während dieser Sachverhalt in Frankreich längst zu konstatieren ist, merken nicht einmal die behaupteterweise als „progressiv“ Geltenden, daß für die deutschen Polit-Darsteller nichts andres gilt:

Denn wäre es andernfalls überhaupt

(__bzw. bspw.__)

denkbar,
daß ein Merz schon im Dezember käme?

Oder, anders gefragt: Wäre es andernfalls möglich, daß manche von solchen, mir seit den 90er Jahren mehr und mehr suspekt gewordenen Figuren

(__bzw. von solchen, die in diese Zeit hineingeboren sind, welche also biologisch jung sein mögen, im Kopf jedoch so wenig Originelles wie inhaltlich Ausgegorenes zu melden haben, was lediglich dann nicht weiter auffällt, brät man regelmäßig im eignen seichten Saft__),

Artikel schreiben, an denen nichts Erhellendes,

_nichts_ „progressiver Spur“ Verbundenes ist,

da diese auf jene Weise fokussieren, wie es ihnen die großen Meinungsführer vorgeben — gewiß, etwas ab_weichend zwar

(__denn virtuos frei
bewegt man sich im
_zugewiesenen_ Rad des Hamsters schon__),

so doch dem „Ton“ des vorgegebenen Tenors hörig, wie sich in solchen Artikeln dann exemplarisch durch die Verwendung von Phrasen wie:

„die gewalttätigen Proteste in Frankreich“

zeigt?

Also komme ich aufs Thematische nun, daß sich,

am Beispiel der veritablen
Gilets-Jaunes-Bewegung in Frankreich,

das Entscheidende daran,

nämlich _Folge_ einer
fundamental falschen EU-Politik zu sein,

im Zusammenhang mit der EU-Entwicklung erschließe.

Denn die Phrase:

„die gewalttätigen Proteste in Frankreich“,

vermittelt genau jenen Eindruck, der hier von den Medien vermittelt werden soll,

und insbesondere dann von Medien
vermittelt werden kann,

wahren diese nicht jenes, welches sie in einer Demokratie zu wahren haben:

Distanz zur praktizierten Politik,
da sie dann nicht mehr frühzeitig Ton abgeben können
daß im „Staate Dänemark“
etwas fundamental falschläuft.



(__Von den französischen Mainstream-Medien
wird dieser Eindruck sowieso gefördert
— immerhin geht’s dort um alles oder nichts:
und damit dann auch hier,
wenn Sie verstehen, was ich meine.
__)



Richtig ist hingegen, daß es anläßlich der seit Wochen anhaltenden landesweiten Proteste und Blockaden

(__d.h. seit dem 17. November 2018__)

wohl hie und da zu Ausschreitungen gekommen war und kommt, die aber nicht von den Gilets Jaunes, sondern bisher von Randalierern verursachten wurden.

(__Wobei man nie weiß,
ob diese Randalierer vom Innenministerium bezahlt werden
— auch die Zerstörungen im Arc de Triomphe sind
nicht von Gilets Jaunes begangen worden.__)

Tatsächlich ist die Gilets-Jaunes-Bewegung friedlich, schon allein deshalb, da primär die ganz normalen Franzosen dabei sind, und von denen geht normalerweise Gewalttätigkeit nicht aus — was man von den Sicherheitskräften (__?__) nicht immer sagen kann.

(__Das mitunter brutale Verhalten der Sicherheitskräfte
dürfte übrigens mit ein Grund dafür sein,
wieso der Zuspruch in der Bevölkerung nicht abnimmt,
zumal die Masse der Franzosen
von der Macron-Politik negativ betroffen ist.
__)

Ob diese relative Friedlichkeit allerdings in Zukunft noch zu beobachten sein wird, steht auf einem anderen Blatt. Und falls Herr Macron auf die Idee kommen sollte, die französische Armee zur Unterstützung der Sicherheitskräfte einzusetzen, könnte er den zweiten entscheidenden Fehler begehen. Dann gäbe es möglicherweise jenes, das man einen Bürgerkrieg nennt.

Die Sicherheitskräfte, das läßt sich auch schon sagen, haben zu großen Teilen selbst genug davon, die Knochen hinhalten zu müssen, nur weil weiterhin falsche Politik betrieben werden soll.



Stimmen meine Informationen,
wird die französische Polizei
ab dem 8. Dezember unbefristet streiken:

Der folgende Link führt zu dem Schreiben, das der Generalsekretär der französischen Polizeigewerkschaft (__VIGI__), Alexandre Langlois, am 5. Dezember an den Innenminister, Herrn Christophe Castaner, geschickt hat und in dem ein unbefristeter Streik der Polizei ab dem 8. Dezember

angekündigt _und_ folgerichtig begründet

wird. — Das bedeutet auch, daß es hinter den Kulissen ebenfalls hoch her geht.



Also ist nun die ins Politische gewendete Gretchenfrage an den lesenden Menschen dieser Zeilen zu richten:

Was wird passieren, ist in etwa zwei Jahren die behauptete „Armee der Europäer“ aufgebaut und in einem Teil des „Imperiums des Friedens“

(__wie orwellianisch schon getrötet wird,
und _alle_ lobbykratisch Funktionierenden,
ob in Politik, spin_doktorischer Wissenschaft,
die öffentliche Meinung auch weiterhin
_machenden_ Medien_Vertreter
oder im Kulturbetrieb Tätigen,
von dieser tatsächlich
neo_imperialistischen Idee“ hochbegeistert sind
— aber nicht nur die, sondern auch jene,
die selbst nie beim Bund waren,

heute mitunter sogar mit hochgrünem Karriere_Auf_stieg,
oder deren Kinder,

die davon ebenso nichts kennen,
aber genau „wissen“,
daß _sie_ Pazifisten sind
— zumal solche selbstverständlich „wissen“,
daß Kriege,
heißen diese
[__orwellianisch__]
Menschenrechtskriege,
nur gut sein können
— so daß selbst der gemeine Pazifist
__seinen__ persönlichen Frieden
mit dem „Imperium des Friedens“
pirouettengleich
semantisch zurechtgedreht bekommt__)

es zu Aufständen _wegen_ gegen die Masse der Bevölkerung gerichteter Politik kommt?

Nun, es würden vorzüglich solche Truppen dieser „Armee des ‚Imperiums des Friedens’“ dorthin geschickt, die in einem anderen Teil des EU-Imperiums ihre Familien hätten

— denn es schießt sich leichter,
sind’s nicht die eigenen Kinder,
die von abgeschossenen Kugeln
getötet werden.



Und wenn schon „von gewalttätigen Protesten in Frankreich“ geredet wird, könnten vielleicht die diesem Text beigesellten Bilder verdeutlichen, wie friedlich es z.Z. dort noch zugeht:

Bild_1 _ Bild_2 _ Bild_3 _ Bild_4 _ Bild_5 _ Bild_6 _ Bild_7 _ Bild_8

Die Bilder stammen aus dem Mai des Jahres 1968, als es in Frankreich in der Tat zu einem Aufstand kam, der das ganze Land erschütterte.



(__Übrigens wurde dieser Aufstand damals von der Gewerkschaftsseite verraten, so daß es zwar schließlich zum Rücktritt de Gaulles kam, grundsätzlich geändert hatte das aber nichts an der machtpolitischen Verteilung dort.Und in Deutschland? Nun, dort hielten sich die großen Revolutionäre à la Rudi Dutschke säuberlich stiekum — wie es eben so geht, will man nur „spielen“, also jenes tun, das für politische Tamtamisten typisch ist.__)



__Es mögen jetzt aber keine falschen Schlüsse
aus dem Zeigen dieser Bilder gezogen werden,
sollen sie schließlich nur ein wenig sowohl
die Proportionen des Heutigen
als auch das so geliebte tamtamistische Gerede erhellen,
also so, wie es dann geschieht,
will jemand aufklären
und sich nicht am Köpfevernebeln beteiligen,
wie es,
u.a.,
auch typisch für „Progressisten“ und „Linkisten“ ist.
__



Im übrigen wüßte ich nicht, wo_rin für mich der Erkenntniswert von Artikeln liegen sollte, fokussieren diese lediglich auf

_ein_

gesellschaftspolitisches Symptom.

(__Beispielsweise auf das „politische Kapern“
der „Gelbwesten-Bewegung“ in Deutschland
durch politisch Rechte
— als handelte es sich bei einem
solchen „Kapern“ um ein Naturereignis,
dem wohl
insbesondere „Progressisten“ und „Linkisten“

ohn_mächtig —

gegenüberstehen.
Das mag wohl stimmen,
und dieses „Naturereignis“
sie vorsorglich ihre Hände selbst binden läßt.
Zumal
ihre Glaubwürdigkeit gegen null tendiert:
Oder hatten diese „Progressisten“ und „Linkisten“
etwa mehr als nur Oberflächenkritik an der EU geübt?__)

Da die Ursachen,

allerdings nicht allein dieses
gesellschaftspolitischen Symptoms,

längst adäquat beschrieben worden sind, so daß jenes, das sich zur Zeit im EU-Europa symptomatisch abspielt, dort nicht nur seine Erklärung findet, sondern,

wegen des ausleuchtenden Beschreibens der Zusammenhänge,

auch der weitere Entwicklungspfad des „Imperiums des Friedens“ recht bequem abzuzeichnen ist: .



Mit anderen, abschließenden Worten:

Indem man ein gesellschaftspolitisches Symptom analysiert, bleibt die Ursache unberührt und führt vom Ergebnis hergesehen dazu, daß eine Politik gestützt wird, die Symptome erzeugt, von denen „Progressisten“ oder „Linkisten“ dieses oder jenes analysiert haben mögen. Offenbar auch darin liegt einer der Unterschiede zwischen diesen politischen Pseudisten und mir:

Insofern interessieren mich Details, wie diese dabei behilflich sind, einen Zusammenhang aufzuhellen.

Niemals würde ich aber ein Detail nehmen,
es absolut setzen,
und für sich analysieren,
denn das führte gesellschaftspolitisch
zu falschen Schlußfolgerungen.

Es soll übrigens unter politischen Pseudisten sogar welche geben, die bereits von

„unzivilisiertem Diskussionsverhalten“

reden,

also sozusagen prophylaktisch,
denn man weiß ja nie,
was bei einer Diskussion herauskommt
— handelt es sich _nicht_ um eine gelenkte,

hat eine solche noch gar nicht stattgefunden

— zumal eine Diskussion per se unmöglich ist,

setzt jemand in einer bestimmten Situation den Fokus falsch.

(__Da aber genau das für politische Pseudisten typisch ist,
nenne ich das Ergebnis: „politische Kakophonie“
— denn,
wie in jeder Kakophonie,
ist es auch in einer politischen nicht möglich,
den „richtigen“ Ton zu treffen.__)

Und so ist es immer wieder erstaunlich, daß jene Pseudisten wissen, daß andere

„nicht an einem differenzierten Austausch interessiert“

seien, die selbst wie hypnotisiert auf ein gesellschaftspolitisches Symptom starren, obwohl doch ein Symptom lediglich Ergebnis einer Ursache sein kann. Das Beseitigen eines bestimmten Symptoms aber tatsächlich nicht zu einer Lösung der Ursache beiträgt — höchstens dann, setzte wenigstens

da_nach

ein Nachdenken, bzw. Umdenken ein. Ergebnis ist aber meist, daß lediglich bestimmten Symptomen nachgegeben wird, anderen hingegen nicht, geschweige die Ursache selbst ins Auge gefaßt würde, denn das hieße ja, grundsätzliche Fragen stellen zu müssen

— ein Horror für jeden Kartenhaus-Baumeister.

Es genügt eben nicht, „inhaltlich“

möglicherweise

„übereinzustimmen“

(__erfahrungsgemäß trügt der Schein nun einmal oft;
auch zeigt sich mitunter unvermutet das Phänomen der kalten Füße
,
obwohl,
genau genommen,
weniger unvermutet auftretend,
da sich dieses „Phänomen“ insbesondere dann zeigt,
fehlen flexible Strategie und flexibler Plan
__),

geht es doch vor allem darum, wie ich mit dem Inhaltlichen umgehe

_und_

in entsprechender Situation dann den Fokus setze.



Es wäre übrigens angenehm, käme mir nicht schon wieder jemand damit, daß ich den richtigen Ton nicht getroffen hätte, denn:

Was könnte in der Kakophonie schon der richtige Ton sein?

Immerhin ist es das kakophonische Gerede der „Progressisten“ und „Linkisten“, so eloquent es im einzelnen auch „daherkommen“ mag, welches mich aus Selbstwertgefühl zu jenem geführt hat, das

an dieser Stelle längst ausgedrückt ist.

Mit freundlichen Grüßen, Joachim Endemann



© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)