Die erste Demonstration der unbewußten Real-Satiriker ereignet sich am 19. Mai 2019

Die erste große Demonstration der unbewußten Real-Satiriker des „links-progressiven Spektrums“ des lobbykratischen Systems wird sich am 19. Mai 2019 ereignen.



Wenn es ein „links-progressives Spektrum“ des lobbykratischen Systems gibt,
muß es auch ein reaktionäres Spektrum dieses Systems geben

— und natürlich gibt es das.

Der Unterschied ist, daß dieses echt reaktionär, also nicht in An- und
Abführungszeichen zu setzen ist.



Der Zweck dieser „großen Demonstrationsübung“ besteht darin, ein „starkes Signal“ der uneingeschränkten Verbundenheit dieses tatsächlich „pseudo-links-progressiven Spektrums“ mit dem orwellianischen EU-Imperium des Friedens zu senden. Denn dieses „Imperium des Friedens“ sei, so die offenbare Meinung dieser Pseudisten, das Bollwerk gegen Nationalismus und Rassismus. Wie es sich für bewußtlose Real-Satiriker gehört, ist diesen das Absurde ihres Tuns nicht bewußt, so daß ihnen jemand, der sich daran nicht beteiligt, weder als links noch als progressiv gelten kann. — Eigentlich zum Schieflachen, oder?

Das folgende Zitat findet sich in einem Beitrag von Steffen Stierle, der am 20. März 2019 auf Makroskop erschienen ist und dessen Titel: „Mit Neoliberalen gegen Nationalismus“ lautet:

[…] die Gefahr eines Rechtsrucks in der EU [geht] […] vom Rat der Mitgliedsstaaten aus [__nicht__] vom [EU-]Parlament. […] Der Anlass der Demos ist also eher konstruiert. […]:

Hier die guten Europäer,
dort die bösen Nationalisten.

Und die guten Europäer formulieren kaum Kritik an der EU, die es schließlich zu verteidigen gilt.

Kein Wort zum Binnenmarkt,
der zu immer weiterer
Marktliberalisierung zwingt.
Nichts zu den
Sozialkahlschlagprogrammen der Troika.
Nichts zum
permanenten Kürzungszwang
durch Maastricht und den Fiskalpakt.
Nichts zu den
sozialen und ökologischen Folgen
von EU-Handelsverträgen wie CETA oder Jefta.
Nichts zur
Finanzmarktderegulierung durch die Kapitalmarktunion
oder zu steigenden
Rüstungsausgaben durch die
Verteidigungsunion. […]


Anmerkung:

Da die EU ein orwellianisches Imperium des Friedens ist, ist ihr als „Verteidigungsunion“ bezeichneter militärischer Arm in An- und Abführungszeichen zu setzen, da diese „Verteidigungsunion“ nicht der Verteidigung der Interessen der Masse der Menschen in den Mitgliedsstaaten dieses „Imperiums des Friedens“ dienen kann. Wäre das nicht so, würde dieser militärische Arm anders aufgebaut. Folglich dient dieser militärische EU-Arm den Interessen der Machtelite, also der EU-Oligarchie und ihren Satelliten in Politik, spin_doktorischer Wissenschaft, Medien und Kulturbetrieb. Bei diesen Interessen handelt es sich aber vor allem um jene der deutschen Machtelite, denn diese Elite ist der Meinung, sie stände einem „genetischen“ Exportüberschußweltmeister vor.

Nun,

„genetische“ Exportüberschußweltmeister
zeichnen sich typischerweise dadurch aus,
daß sie aggressiv sind
— ja sein müssen,
da sie andernfalls ein anderes „Geschäftsmodell“ benötigten.
Folglich kann der Begriff „Verteidigungsunion“ nur einen,
dem der EU entsprechenden orwellianischen Charakter spiegeln.

Schon allein daran läßt sich erkennen, wozu die unbewußten Real-Satiriker des „links-progressiven Spektrums“ des lobbykratischen Systems tatsächlich dienen

— das mögen diese Figuren
noch so vehement abweisen wollen,
faktisch ist das so.


Mit dem schon lange in den Köpfen der Menschen
verankerten Begriff „Verteidigungsminister“
verhält es sich nicht anders:


[…]

In der Tat profitieren von Aktivitäten wie den Demos am 19. Mai nicht nur Nationalisten, sondern auch Neoliberale. Die gehören schließlich im Setting der Proteste zu den Guten und können sich pünktlich zur Wahl ihre Weste reinwaschen.

Nicht mehr ihre unsoziale Politik ist das Problem.
Das Problem sind jene, die sich dagegen wehren.

[…]

Im Aufruf wird die EU quasi zum Bollwerk der Verteidigung europäischen Werte wie Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechte verklärt.

Die EU als Verteidiger des Rechtsstaates

— während der Europäische Gerichtshof permanent die Binnenmarktfreiheiten gegen nationalstaatlich verankerte Arbeitnehmerrechte in Stellung bringt?

Die EU als Verteidiger der Demokratie,

während zentrale EU-Institutionen wie die Kommission, der EuGH und die EZB
frei von demokratischer Kontrolle sind,
aber ihre Tore für Lobbyisten
meilenweit geöffnet haben?

Die EU als Verteidiger der Menschenrechte,

nachdem die Troika die Gesundheitsversorgung in Griechenland soweit ausgedünnt hat,
dass sie für viele ältere Menschen
überhaupt nicht mehr erreichbar ist?

Nicht zu sprechen,
von den Zuständen in den Flüchtlingslagern.

Gefallen finden dürfte das neoliberale Lager auch an der faktischen Gleichsetzung nationaler Politik mit Nationalismus.

Denn Nationalismus ist offenbar
für die Aufrufenden schon,
wenn ein Nationalstaat
überhaupt eigenständig Politik macht.

[…]

Wer „nationale Alleingänge“ als nationalistisch verunglimpft und pauschal ablehnt, stellt sich in den Dienst der neoliberalen Sozialstaatsgegner. […]

Nun gehen also am 19. Mai
viele Linke auf die Straße
und freuen dürfen sich darüber
vor allem Nationalisten und Neoliberale.

Wie konnte es zu einem
solch verkorksten Format kommen? […]

Quelle der zitierten Passage.


Der Autor fragt also:

[…] Wie konnte es zu einem solch
verkorksten Format kommen? […]

Tja, diese Frage erscheint mir durchaus einen gewissen real_satirischen Wert zu haben. Immerhin ist an diesem Satz zu erkennen, daß es ernstgemeinte Fragen gibt, die,

da sich aber auf das Verhalten von
unbewußten Real-Satirikern beziehend,

selbst real-satirischen Charakter gewinnen können, was in diesem Fall deshalb zu vermuten ist, da der Autor sein Thema sehr informativ und engagiert verfolgt und anzunehmenderweise über seinen Text ein Anliegen transportiert, nämlich über ein aus seiner Sicht fragwürdiges Ereignis aufzuklären. Sein „Fehler“ besteht folglich darin, bei seiner Recherche nicht davon ausgegangen zu sein, es mit unbewußten Real-Satirikern zu tun zu haben, was nicht verwundert, da die ihm das schließlich nicht sagen konnten — andernfalls hätten sie ihn bewußt irregeführt, was,

bezogen auf den
Selbstbewußtseinsstatus,

einem unbewußten Real-Satiriker unmöglich ist

— davon abgesehen
selbstverständlich schon.

Auch hätte er diese Frage nicht _so_ gestellt, wäre ihm das unbewußt real-satirische Tun seiner Recherche-Objekte selbst be_wußt gewesen. Denn es ist _deshalb_ nicht anzunehmen, daß er seine Frage folgendermaßen formuliert hätte:

„Wie konnte es dazu kommen,
daß unbewußte Real-Satiriker eine
Pro-EU-Demo veranstalten wollen?“,

da andernfalls sein ganzer Bericht absurd wäre. Was er zwar wegen dieser unbewußten Real-Satiriker ist, aber ihm (__dem Autor__) nicht bewußt sein kann. Denn er sitzt, wie allgemein üblich, der falschen Wahrnehmung auf, daß es sich bei jenen, die sich nun für diese nicht reformierbare,

da als neoliberales Projekt
1992 angelegt,

EU „stark“ machen, um tatsächlich politisch links eingestellte Personen handelte.

Das ist aber _der_ Grundfehler.

Der natürlich auch daherkommt, daß, abgesehen von oft zitierten Schlagworten und seltsamen Gleichsetzungen, offenbar sofort reflexhaftes „Denken“ einsetzt, wenn jemand sagt, er stehe politisch links. Das ist für die Humanistische Mission tatsächlich schädlich

(__menschlich
selbstschädigend__)

und meine Konsequenz daraus ist, diesbezüglich nicht zu argumentieren, da schon nach dem ersten Satz, nicht nur ein scheuklappen_verblendetes Reden einsetzt, sondern sogar eines, daß auf völlige Sicht_Behinderung schließen läßt.

Dies mit ein Grund dafür,
wieso ich es für entschieden richtig halte,
den Blick auf die gesellschaftspolitische Entwicklung
seit dem Ende des Kalten Krieges gerichtet zu halten.

Da es nun einmal so ist,
daß sich seitdem diese Entwicklung auf eine Weise zeigt,
die nicht nur deutlich erkennen läßt,
sondern auch das bestätigt,
was einst als Auslöser-Komplex schlimmster,
das Menschengeschlecht als Ganzes
tief erschütternder Entwicklungen von spätestens
Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts an erkannt worden ist
— und sich heute,
selbstverständlich modifiziert,
wieder zeigt.

Schon allein deshalb,
da dieser Prozeß schlimmster,
das Menschengeschlecht als Ganzes
tief erschütternder Entwicklungen,
nicht zu einer Lösung der
existentiellen Menschheitsfragen,
also der historischen Fragen,
geführt hat, sondern diese,
da alles weiterhin ungelöst blieb,

nur „eingefroren“ gewesen,

nun potenziert zurückkommen.

Nun, das sei nur am Rande eingeflochten.

Um also auf diese Frage des Autors zurückzukommen.

Seine Frage:

[…] Wie konnte es zu einem solch
verkorksten Format kommen? […]

kann ich als genau _so_ gemeinte, auf typisch bürgerlichem Niveau gestellte Frage verstehen, nämlich auf dem des Reformismus’. (__9__) Denn diese Ideensetzung will nicht zur Kenntnis nehmen, daß seit dem Ende des Kalten Kriegs

_nichts_

erfolgt ist, das diese Idee rechtfertigt. Oder wo auf der Welt ist etwas Substantielles an demokratischen Rechten von jenen gewonnen worden, die den Reformismus als

_das_

Konzept zur Demokratisierung der Gesellschaft behaupten politisch anzuwenden? Ich sehe da nur politische Mogelpackungen

— oder anders gesagt:
„unbewußte Realsatiriker“.

Und andere, die, wegen der real existierenden Verhältnissen,
scheitern müssen. Zumal sie alle den
entscheidenden Schritt zu gehen ablehnen:

Diesen „Gang“ mit den Menschen
unbedingt zusammen zu unternehmen.

Da sich dann spontane Entwicklungen eröffnen,
die mit dem, was als „Reformismus“ bezeichnet wird,
nicht mehr zwingend in Übereinstimmung zu bringen
und in _diesem_ Sinne nicht mehr zu beeinflussen sind,
da sich der Demokratisierungsprozeß
ab einer bestimmten Entwicklung dann
selbst_bestimmt und dementsprechend
eigen_dynamisch entwickelt.

Das heißt aber sich im Sinne der Bedürfnisse
des menschlichen Wesens zu entwickeln


(__sich nämlich sowohl individuell wie kollektiv zu entfalten,
da die eine Entwicklung von der anderen abhängt
— folglich nicht mit dem Ziel erfolgen kann,
dies auf Kosten anderer zu tun
__),


und folglich revolutionäre Züge annehmen kann. (__10__)

Also kann ich die Frage des Autors:

[…] Wie konnte es zu einem solch
verkorksten Format kommen? […]

wie folgt beantworten:

Wie sollten die Tamtam-Linke und die
Pseudo-Progressiven des lobbykratischen Systems EU
etwas anderes propagieren als den Erhalt dieses Systems?




Wenn die wenigstens noch Humor hätten
— aber selbst der scheint denen irgendwo in der
Tiefe des Nirgendwos abhanden gekommen zu sein!

Was schon die nächste
„real-satirische Pointe“ wäre:

Denn möglicherweise befinden
die sich selbst dort
auch
— so daß die

_hier_

lediglich als Projektion
holographisch
aufschienen?

Noch

_nicht so ganz_

gut möglich,
aber von der ideellen Setzung her gesehen
durchaus überlegenswert,
oder?



Mögen Sie visionäre Bilder?

Die Begründerin des
Merkelesken als holographische Dauerprojektion

wäre bspw. so ein Bild.

Steht diese Begründerin des Merkelesken (__11__) doch seit langer Zeit der aus meiner Sicht begnadetsten real-satirischen Regierung vor — deren Vertreter sich in ihrem Reden so ernst nehmen, daß die gar nicht mehr dazu kommen, die sich in der Wirklichkeit zeigenden Resultate ihres Redens zu überprüfen.

Das hängt auch damit zusammen,
da die von in
Thinktanks,
Talk-Shows,
Kulturbetriebs-Shows und
Home-office-Redaktionsstuben
einsitzenden Ebenbürtigen

_dauerhaft_

so real-satirisch beraten wie
tuch_fühlend begleitet werden,
wodurch,

also mittelbar,

die real-satirisch regierte
Bevölkerung in ihrem Verhalten

_selbst_

real-satirische Züge zeigt
— was dadurch sichergestellt

bleibt,

da das politisch Real-Satirische
schon längst bis in jede Kommune
durchgeschlagen ist.


… Sie kennen den Unterschied zwischen
Real-Satire und Satire?

— Real-Satire kann
unglücklich machen und
… tödlich sein
— allerdings nicht vor Lachen.



Denn im lobbykratischen Zeitalter
wird keine Politik mehr praktiziert,
sondern werden die von Lobbyisten dar_gereichten
Blaupausen von Blaupausen-Ab_Arbeitern,
in enger Abstimmung mit Blaupausen-Be_Arbeitern,
formuliertechnisch
rhetorisch ab_geschliffen und im
Parlament dennoch blutleer vor_getragen

— d.h. bürgerlich
sozialstaats_wegtragend.

Da könnten kompetente politische Köpfe
nur gefährlich störend fragen.

Zumal offenbar kein Mangel an jungen,
nach eigentümlich proportionalen Lobbykratie-Regeln ausgesuchten
Blaupausen-Ab_Arbeitern herrscht
— denn, natürlich,
die werden für ihre „Arbeit“ nicht nur gut bezahlt,

sondern,

also vorausgesetzt,
die hätten nicht klammheimlich
an einem Crashkurs teilgenommen,
der ihnen mal eben
wirtschaftspolitische Grundkenntnisse vermittelte

(__gar unter Fallenlassen eines Satzes über das,
was Aufgabe der Politik ist
— vorausgesetzt,
diese diente einer demokratischen und
nicht einer lobbykratischen Gesellschaft
… wie wir sie haben?__),

also nach ihrer
Blaupausen-Ab_Arbeitungszeit,

und in Abhängigkeit davon,
wie schnell die

_und_

für wen die diese Pausen
vorzüglich be_arbeiteten,

gut bezugsdotiert,

in ein orwellianisches
Gremium karrieremäßig
ein_tauchen können

— bspw.

_so_

einen „Aufsichtsrats_Posten“ einnehmend,
von dessen damit verbundenem Sitz sich gerade
ein anderer ehemaliger Pausen-Ab_Arbeiter entfernt hatte,
da der vom oligarchischen System des
deutschen EU-Hegemonen einen

„_R u f_“

erhalten hatte.

Die größten Ab_Arbeiter solcher Blaupausen finden sich z.Z.
übrigens auf Posten im Macron-Regime verteilt
— allein zu diesem Zweck
existiert das immerhin.


(__Denn das politische Kunstprodukt Macron wurde eben

nicht von der Mehrheit der Franzosen gewählt,
weil die den wollten,

sondern diese die überdies völlig inkompetente Le Pen nicht wollten, wie sich in dem „großen“ Fernsehduell im 2017er Wahlkrampf herausgestellt hatte.__)

Nun, dieses von den Satelliten der französischen Oligarchen, also der dortigen Machtelite, eingesetzte politische Kunstprodukt funktioniert in deren Sinne so „gut“, daß jetzt sogar,

in der EU
_ohne_
nennenswerte Widerrede
bleibend,

das französische Volk selbst
zum Staatsfeind erklärt
 werden konnte.

— Ein Vorgeschmack auf das übrigens,
was in wenigen Jahren im ganzen Territorium des
orwellianischen EU-Imperiums des Friedens üblich sein wird.


Kollektives Stimmungsbild

Aber die unbewußten Realsatiriker des
„links-progressiven Spektrums“
werden dann dennoch ihre Pirouettendreherei
unbeeindruckt fortsetzen

— sozusagen
„der Sache fürs große Ganze“
verpflichtet
… oder?




Übrigens ist das Absondern von Parolen,
oder das getimte Fallenlassen gewisser Namen,
kein Garant für linke Politik.

Dabei ist es so einfach:

Es sind die Taten,
an denen man linke Politik erkennt,
nicht das im
entscheidenden Verhinderungsmoment
parolendurchtränkte Schwätzen.

Und will nicht jeder gut sein? — Also konstruiert die EU-Funktionselite den Gegensatz:

„Linke/Progressive“ gegen Nationalisten und Rassisten.

Obwohl doch die eine,
die EU-Funktionselite,
die anderen,
die Nationalisten und Rassisten,
produziert.

Und die „links/progressiven Helferlein“ dieser famosen Elite?

Politische Pseudisten sind es,
an denen dementsprechend weder etwas
links noch progressiv sein kann,
denn die politische Entität EU regrediert tatsächlich,
nimmt nämlich so feudale wie antidemokratische Züge an. (__1__)


(__Oder glaubt jemand von den Pseudisten,
daß dann die „Ursprungszeit Marxscher Gedanken“ wiederkäme?
Und wenn es so wäre,
was wollten Pseudisten damit anfangen
— abgesehen vom Klopfen tamtamistischer Sprüche?
__)


Wer’s immer noch nicht begreift,
der möge ins Reich des Herrschers im Westen
dieser politischen Beleidigung schauen,
dort können ganz normale Franzosen
live
bereits an sich selbst erleben,
was in einigen Jahren im ganzen EU-Territorium dieses
orwellianischen Imperiums des Friedens Standard sein wird.

Interview de Geneviève Legay avant qu'elle ne soit blessée en marge de la manifestation des #GiletsJaunes samedi à Nice

Gepostet von CNEWS am Montag, 25. März 2019

Acte 19 Gilets Jaunes Nice Cette femme de 71 ans blessée par les forces de l’odre , le droit de manifester pacifiquement en danger dans notre pays – Abonnez vous a la chaîne gilet jaune https://www.youtube.com/channel/UCKhWMZRG_CN-S8_9UmC6PoA

Gepostet von Germain Patrice am Sonntag, 24. März 2019

Konsequenterweise

wird es am 19. Mai 2019 die
erste Demonstration der unbewußten
Real-Satiriker geben.

Jeder dort geäußerte Satz mag auf der

Waage des Real_Satirischen

schwer wiegen
— nur realiter hat davon keiner
demokratieförderndes Gewicht!

Ständen wir am Anfang des Prozesses der
Lobbykratisierung der EU


(__nehmen wir berechtigterweise an,
das sei 1992 gewesen__),


dann könnten jene,

anläßlich dieser
1. Demonstration von

vor aufgesetzter Seriosität triefenden

unbewußten Real-Satirikern
zu erwartenden

Sätze gewiß als Aufforderung dafür gelten


(__das heißt als solche dem
staunenden Publikum verkauft werden__),


die Demokratisierung der EU

_nun_ unverzüglich

in Angriff zu nehmen.

Wir befinden uns aber nicht am Anfang dieses
Lobbykratisierungsprozesses,
sondern an dessen Ende.

Das wird insbesondere daran deutlich,
daß Ende Januar 2019 bisher
nicht geltende „Transparenzregeln“
für die Abgeordneten des EU-Parlaments festgelegt worden sind.



(__Die Mitglieder des Europäischen Parlaments
hatten in geheimer Abstimmung über
strengere Transparenzregeln abgestimmt.

Diejenigen,
die in geheimer Abstimmung über
Transparenzfragen abstimmen,
haben ein Problem mit der Transparenz.__)



Denn faktisch ist es nun einmal so,
daß

_alles_

im Territorium des „EU-Imperiums des Friedens“
längst im Sinne lobbykratischer Herrschaft
bis in die kleinen Kommunen hinein
verordnungsmäßig festgezurrt ist.

Da kann man dann solche „Transparenzregeln“
als „demokratischen Sieg“ feiern.

Obwohl doch,
ginge es tatsächlich demokratisch zu,
„Transparenzregeln“ am Beginn


(__also spätestens 1992__)


hätten gelten müssen, oder?

Aber solche Regeln werden immer erst eingeführt,
wenn die Richtung als unabdingbar festgelegt erscheint.

Was zwar nicht stimmt,
denn

_a l l e s_

Menschengesellschaftliche
läßt sich ändern.

Hören Sie

— ja Sie:

Der erste demokratische Sieg ist errungen,
steht der Zug auf jenem Gleis zur Abfahrt bereit,
das Richtung „Direkte Demokratie“ führt!

Alles andere ist tamtamistisches Geschwätz,
abgesondert von politischen Feigenblättern,
dem Vernebeln der Köpfe dienend.

Also können die anläßlich der

1. Demonstration der unbewußten Real-Satiriker

gesprochen werdenden Worte nur

so heuchlerisch
wie hohlphrasig
sein.


Also ist die Zeit des Schwätzens vorbei!

Oder muß einfach angenommen werden, daß, beispielsweise „Attac Deutschland“ sich aus einem gewissen Kalkül an dieser 1. Demonstration der unbewußten Real-Satiriker beteiligt,

da auf diese Weise hoffend,

daß es eine Änderung der Gesetzeslage bezüglich der Gemeinnützigkeit geben könnte

— vielleicht gar eine,
die zukünftig ausschließlich
„Attac“ den Kampf gegen die
Auswirkungen des
neoliberalistischen Trachtens
zuwiese?

Nun,
real-satirisches Potential mag dem wohl innewohnen …




Nein, verstehen Sie meine Rede nicht falsch,

denn weder ist mein Gesicht gerötet
noch meine Zähne gefletscht,
auch spricht daraus kein Haß
auf diese speziellen Real-Satiriker.

Hingegen:

Hat es nicht etwas (__begrenzt__) Lustiges,
will mir jemand von den als „links“,
gar „progressiv“ geltenden Tamtamisten vorschreiben,
ab wann ich ein Europäer wäre?

Ob diese es nicht dreist finden,
mich als Anti-Europäer zu beleidigen,
wo ich doch zu denen gehörte,
die durch Europa gereist waren

— sich als Botschafter dieses
preußisierten Landes (__2__)
mit seiner nicht selbst
erkämpften Fassaden-Demokratie
zu verstehen?


Der Fassaden-Charakter dieser „Demokratie“
wird durch den simplen Satz belegt,
der auf der Schauseite des Reichstages in Berlin
offenbar keinen Besucher stutzen läßt,
mich hingegen einst beim ersten bewußten Lesen stutzen ließ:

Dem deutschen Volke.

Denn dieser Satz hätte selbstverständlich:

„Das deutsche Volk“

zu heißen.

[…] „Demokratie“ als Fassade: _Dem_ deutschen Volke stellte man ein Parlament zur Verfügung — und _nicht_ _das_ deutsche Volk schuf sich eine Einrichtung, die der Debatte zu dienen habe, daß der beste „Weg“ zur gesellschaftlichen Entwicklung gefunden werde […]

(__3__)

Und

_nur_ so (__!__)

hieße dieser Satz vor allem auch,
wäre es

_das_ Volk gewesen,

das sich diese Stätte der Debatte

— _ohne_ Rednerliste,
_ohne_ knappe Redezeitbegrenzung,
_ohne_ „Fraktionszwang“
und _ohne_ andere
demokratie-wider-natürliche Seltsamkeiten —

geschaffen hätte

— den _besten_ gesellschaftlichen Weg

lobbyistenfrei

zu finden.


Es waren solche Leute, die,
reisten sie durch Europa,
den guten Ruf mit begründet haben,

der durch die geschlechtsunspezifische
EU-Funktionselite,

und unterstützt von
un_bewußten Real-Satirikern,

wieder zu dem wird,

der einst,
bspw. meine Art des Reisen durch Europa
erst bedingte.

Folglich muß ich mir vorwerfen,

auf diese Weise bei den anderen europäischen Völkern
einen irreführenden Eindruck erweckt zu haben!




Ungeschminkt betrachtet, outen sich diese politischen Pseudisten, veranstalten diese ohne Wenn und Aber eine Demonstration für diese existierende EU, denn diese ist in der Tat ein Bollwerk gegen

_jede_

selbstbestimmte gesellschaftliche Entwicklung. Das heißt sie outen sich als Obskuranten, reihen sich folglich in die gegen die Aufklärung und gegen den demokratischen Gedanken gerichtete Phalanx ein. Damit stützen, ja, befördern sie die Entwicklung dessen, was in Frankreich längst nach einem seit November 2017 geltenden Gesetz, das den Ausnahmezustand zur Norm macht, praktiziert wird, und nun erstmals gegen die Gilets Jaunes, d.h. gegen die

_eigene_

Bevölkerung, bewußt zur Anwendung kommt:

Behaupteterweise zur
Terror-Bekämpfung.

Tatsächlich ist es aber die staatliche Seite, die Gewalt ausgeübt, ausübt, provoziert hat und provoziert

— nicht umgekehrt!

Daraus entwickelt sich nun organisierte Gegengewalt. Diese ist jedoch Folge, nicht Ursache, so wie Nationalismus und Rassismus nicht Ursache, sondern Folge der in der EU praktizierten Politik sind.

Für den Erhalt dieses künstlichen Gebildes EU,

einst technokratisch angelegt
und sich dann lobbykratisch entwickelt habend,
folglich gegen die Interessen der Masse der Menschen gerichtet,

nun sogar eine Demonstration zu organisieren


(__geradezu grotesk lächerlich,
als von links kommend behauptet__),


verdeutlicht unmißverständlich,
auf welcher Seite diese Pseudisten stehen.

Denn es müßte doch klar sein,

wären sie keine sogenannten Linken und
wären sie keine sogenannten Progressiven,

sondern ständen diese tatsächlich politisch links,
wären diese politisch tatsächlich progressiv,

daß sie nun alles daran setzen müßten,
dieses neoliberale Gebilde zu zerstören,

denn _dieses_ ist es,

das jeden demokratischen Gedanken zerstören,
jedes demokratische Tun im Keim ersticken will.


Mit einem Wort:

Die EU ist ein Gordischer Knoten.


Das heißt mit dieser Demonstration zeigen diese Pseudisten,
das sie
Feinde der Aufklärung,
Feinde der Demokratie,
Feinde der Völker,
Feinde individueller,
also einer nicht-marktkonformen gesellschaftlichen,
folglich einer demokratischen Entwicklung sind. (__4__)


Das ist unverzeihlich.


Diese Pseudisten lieben es offenbar,
von einer EU-Funktionselite geführt zu werden,
oder verstehen sich selbst sogar als Teil dieser

Shmock-Elite.

Dabei sind diese doch nur
un_bewußte Real-Satiriker,

die sich in ihrem,
real_satirischen Tun wohl tatsächlich ernst nehmen.

Und jetzt davon abgesehen,
daß sie so humorloses wie
argumentativ hohles Zeug schwätzen,
ganz zu schweigen von ihren
strategisch null_wertigen „Überlegungen“. (__5__)


Übertreibe ich?

Wie kann ich übertreiben,
wenn diese Pseudisten,

durch die Unterstützung
des orwellianischen EU-Imperiums des Friedens,

Nationalismus und Rassismus bekämpfen wollen,
obwohl es doch dieses „Imperium des Friedens“ ist,
das Nationalismus und Rassismus in Europa erst wieder erzeugt,
also zum Problem hat werden lassen?


(__Das läßt sich gut nachzeichnen,
beschränkt man sich auf die Entwicklung
seit dem Ende des Kalten Krieges.__)


Seit wann ist es möglich
Symptome dadurch zu beseitigen,
ihre Ursache unangetastet zu lassen?


Wenn diese unbewußten Real-Satiriker,
in ihrer Eigenschaft als politische Pseudisten,
geholfen haben werden,
diese neoliberale Entität
durch die EU-Parlamentswahlen zu retten,

was werden diese Real-Satiriker dann tun?

Sich etwa wieder für „linke“ Projekte „stark“ machen?
Wäre das nicht das nächste real-satirische Projekt?

Denn was wollten diese dann den
Menschen noch erzählen,
das nicht nur heuchlerisch,
nicht nur lügnerisch klänge,

sondern genau dieses
ausschließlich noch wäre

— so daß von ihrem tamtamistischen Geschwätz offenkundig

_nichts_

noch den Hauch von
Glaubwürdigkeit haben könnte?




Vor diesem Hintergrund läßt sich tatsächlich sagen, daß wir uns in einer gesellschaftspolitischen Situation befinden, in der die Fragen zu aktuell zu lösenden Problemen vereinfacht werden können:

Für oder gegen die EU?

Wobei ein „Für“ _nicht_ demokratisch,
sondern aus_schließlich lobbykratisch gerechtfertigt werden kann.

Das belegt die insbesondere seit dem
Ende des Kalten Krieges verfolgte Politik zur Genüge. (__6__)

Denn wer glaubte,
oder den Eindruck vermitteln wollte,
daß ein neoliberales Projekt,
das die EU seit ihrer Gründung im Jahr 1992 tatsächlich ist,
zu demokratisieren wäre,
täuschte sich selbst oder,

schlimmer noch,

andere.


Vor allem bewiese er damit, daß er, obwohl es bei jeder Gelegenheit fleißig nachplappernd, nicht verstanden hätte, was „Neoliberalismus“ tatsächlich bedeutet und womit dieser _nichts_ zu tun haben kann

— mit Neoliberalen die „Freiheit“ zu retten,
folglich nicht möglich ist. (__7__)

Oder seit wann ist „Freiheit“,
basierend auf Kosten der Masse der Menschen,
„Freiheit“?


[…] Diese Art des Umgang unter Artgleichen kann von den Vertretern und Apologeten dieses Systems aber nicht offen ausgesprochen werden, sondern zwingt sie zum notorischen Lügen, und dies führt zu einem Beziehungsverhältnis zwischen diesen Heuchlern und den Angelogenen, das seinen Ausdruck in etwas findet, welches man als doppelte Unfreiheit bezeichnen kann: die der Ausbeuter und die der Ausgebeuteten. Denn wie kann sich jemand als frei bezeichnen, der seine materiellen Freiheitsgrade einem anderen verdankt, der in dessen Diensten steht? […]

(__8__)


Mit anderen Worten,
wer sich für die EU und ihre
geschlechtsunspezifischen Herrscher
(__solche sind ja ein „herrschaftliches“ Sondergeschlecht__)
einsetzt,
ist ein Feind eines jeden demokratischen Prozesses.




Demzufolge ist es nicht ohne Grund,
daß ich für die witzlosen Witzbolde
der „‘links/progressiven’ Helferlein“ der EU-Funktionselite:

Ob es ein gutes Zeichen ist,
betreiben un_bewußte Realsatiriker Politik?

geschrieben habe

— denn was könnten diese noch _Echtes_ sagen?

— Beziehungsweise um es
persönlich werdend zu sagen:

Vergeigt habt Ihr’s, nicht ich!


Mit Blick auf die real existierende EU und in Richtung auf ihre Unterstützer aus den hermetisch geschlossenen Reihen der unbewußten Real-Satiriker des „links-progressiven Spektrums“ sei folglich abschließend,

und das ohne Arg,

gefragt:

Ist es nicht absurd über das
Wie des Änderns von Details eines
Systems zu diskutieren,
das als solches die
Probleme produziert,
welche sich in Details ausdrücken über
deren Wie des Änderns
sich das Diskutieren dreht?



© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)


1 _ Vgl. in: Die tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters, Band III: „Ich stimme nicht zu!“ Gesellschaftspolitische Lesungen über den Neowilhelmoliberalismus und seine Konsequenzen, Teilband 1, Teil 1: Von Pen_Pushern und Spin_Doktoren, Lesung 2: „Das Gerede vom Postfaktischen dient der Verschleierung des Lobbykratischen“, dort die Seiten 30-33, beginnend mit: „Anmerkungen zum Vergleichbaren wie Unterschiedlichen feudalistischer und neoliberalistischer Herrschaftsmethoden …“. Und was die politischen Pseudisten anbelangt, findet sich in: a.a.O., Band I, Teilband 3: „Die inter_staatlichen Auswirkungen“, Kapitel 19: „Zeit der Illusionisten“, das Entsprechende verdeutlicht.
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2 _ Vgl. in: a.a.O., Band III, Teilband 2, Vierter Teil: „Der Neowilhelmoliberalismus“, Lesung 16: „Die Ursprünge des Wilhelminismus’ und seine Konsequenzen.“ Bezüglich der „Preußisierung der Deutschen“ siehe auch: „Eine kleine Reflexion über das Nichtparadoxe selbst am paradox Erscheinenden der ‚preußisierten Postmoderne’“, beginnend mit: „In der Tat ist weder dieser nationalen Entseelung noch dieser, über die deutsche Wirtschaftsleistung ersatzweise geschaffenen Identität Paradoxes eigentümlich […]“.
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3 _ Vgl. in: a.a.O., Band I: Es werde mehr Licht! Mehr Demokratie wagen in der Lobbykratie? Untersuchung über die Konsequenzen der bürgerlichen Real-Demokratie, Teilband 1: „Die Benennung: „Hintergrundausleuchtung zweier ideologischer Begriffe, zu denen zwar jeder etwas meint …“, Kapitel 3, dort die Seite 107.
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4 _ Die Bände I-III der tri_logischen Sezierung […], geben Kenntnis von dem, das Sie zu diesen Pseudisten wissen müssen, also neben dem anderen, welches die Ursachen, Strömungen und Tendenzen des lobbykratischen Zeitalters sind. Ein gutes Beispiel für das, was man von diesen Pseudisten erwarten kann, die ich auch als Tamtamisten bezeichne, findet sich in Band I dieser drei Bände, d.h. in dessen Teilband 4, dort auf den Seiten 156-60, beginnend mit: „Kleiner politischer Aufguß aus dem neoliberalen Jetzt“.
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5 _ Siehe bspw. in: a.a.O., Band II: Zwischenrufe in satirisch-politischen Variationen oder Reale Betrachtungen dadaistisch-surrealer Phänomene in der Lobbykratie, Zwischenruf 7: „Herr Tsipras und die « Schutzbefohlenen »“.
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6 _ Siehe zu dieser historisch wichtigen Zäsur, die Bände I-III der tri_logischen Sezierung […], so bspw. in: a.a.O., Band I, Teilband 2, „Die inner_staatlichen Auswirkungen, Kapitel 6: „Mehr Demokratie wagen in der real existierenden Lobbykratie?“, dort die Seite 159.
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7 _ Siehe in: a.a.O., Band I, Teilband 1, insbesondere Kapitel 1:  „Erläuterung des Begriffs ‚Neoliberalismus'“, sowie, zum weiterführenden Verständnis, die Kapitel 2+3.
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8 _  Siehe in: a.a.O., Teilband 3: Die inter_staatlichen Auswirkungen, Kapitel 16: „Die ‘Nationalitätenfrage’, die Ukraine und die ‘Elite des Westens’“, die Seite 442.
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9 _ „[…] Der ‚Reformismus‘ ist jene Ideologie, die vom linken Flügel der bürgerlichen Gesellschaft mit dem Ziel praktiziert wurde, die negativen Auswirkungen des Kapitalismus’ zu beschränken. Eine solche Überlegung mag zu Bernsteins Zeiten (__1850-1932__) legitim gewesen sein. Vor dem Hintergrund der aktuellen Verfestigung des, auf ‚Ewigkeit‘ angelegten neoliberalen Systems, ist diese Ideologie aber alles andere als legitim. Zumal heute unter bürgerlichen ‚linken‘ Intellektuellen eine auf reformerische Weise zu realisierende ‚Demokratisierung des Kapitalismus’ nicht mehr ernsthaftes Thema ist. Denn dieses Ansinnen ist offenbar längst auf der Strecke geblieben

— man muß es wohl irgendwie
aus den Augen verloren haben —

auf dem Weg Richtung Neoliberalismus. […]“

(__Siehe in: Die tri_logische Sezierung […],
Band I, Teilband 1, Kapitel 3:
„Ein Resümee des in diesem ersten Teil Ausgebreiteten“,
dort die Seite 110.__)

Das heißt beim „Reformismus“

„[…] handelt es sich angeblich um eine Politik, die auf Kompromiß und Ausgleich der Klasseninteressen ausgerichtet ist. Wogegen an sich nichts zu sagen wäre. Faktisch sehen ein solcher „Kompromiß“ und „Ausgleich“ dann aber „seltsamerweise“ _stets_ so aus, daß die bestehenden Machtverhältnisse sowieso nicht in Frage gestellt werden und die Bedienung der Interessen _stets_ zugunsten der bürgerlich dominanten Seite erfolgt, d.h. dies _stets_ auf Kosten der Masse der Lohnabhängigen geht. […]“

(__Siehe in: Die tri_logische Sezierung […],
Band I, Teilband 4, Kapitel 23:
„Die Funktion des bürgerlichen Sozialstaates“,
dort die Seite 83.__)

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10 _ „[…] es [__ist selbstverständlich__] legitim […], einen anderen politischen Ansatz zur Erfüllung der Humanistischen Mission zu wählen, [__aber man hat__] genauso selbstverständlich zur Kenntnis zu nehmen, daß eine Revolution am besten zu vermeiden ist. Allerdings ist ebenso zur Kenntnis zu nehmen, daß man mit folgendem Faktum konfrontiert bleiben wird:

Daß nämlich, angesichts einer Machtelite, die lieber einen Ersten Weltkrieg vom Zaun brach, als daß sie bereit gewesen wäre, die Macht zu teilen — und damit den Reichtum zu teilen

(__was übrigens auch volkswirtschaftlich
gesehen sinniger gewesen wäre
__),

eine Revolution nicht nur damals unausweichlich war, sondern auch in Zukunft unausweichlich bleiben wird. […]“

(__Siehe in: Die tri_logische Sezierung […],
Band I, Teilband 1, Kapitel 3:
„Ein Resümee des in diesem ersten Teil Ausgebreiteten“,
dort die Seiten 113 f.__)

Denn folgendes ist keine politische Geschmacksfrage:

Wer ist darauf angewiesen, daß ein

_d e m o k r a t i s c h_

funktionierendes Staatswesen existiert — derjenige der sich alles leisten und dorthin gehen kann, wo er für sich bessere Bedingungen vorfindet, um sich dann dort alles zu leisten, was ihm wichtig erscheint, oder derjenige, der durch seine eigene Arbeit seinen Lebensunterhalt sichern muß, derjenige, der darauf angewiesen ist, daß er als Kind die Förderung bekommt, die er benötigt, um später seinen Lebensunterhalt _frei_ zu verdienen, Kinder in die Welt setzen kann, denen dieses auch widerfährt, bzw. umzusetzen möglich ist, der sich im Krankheitsfall auf ein gutes Gesundheitswesen stützen kann und im Alter aus der Rentenkasse entnehmen kann, in die alle eingezahlt haben, da er nun nicht mehr für seinen Lebensunterhalt arbeiten kann?

Der Reiche benötigt den Staat nur insofern,
daß der seinen Reichtum schützt.


Und ein tatsächlich demokratischer Staat
kann ihm nur ein Greuel sein.
Gewiß,
es mag Reiche geben,
die zugleich Philanthropen sind
— oder als solche gelten.
Aber darauf kann sich ein tatsächlich
demokratischer Staat nicht verlassen.


Der Nichtbetuchte aber ist auf einen gerecht
funktionierenden Staat angewiesen.

Folglich sind tatsächlich die
Nichtbetuchten das Volk
— das Volk eines Staates.

Daraus ist zu folgern,
daß es auch die Nichtbetuchten sein müssen,
die die Geschicke des Staates bestimmen,
denn sie werden jene,

die als Repräsentanten des
Staates fungieren sollen,

aus denen per Los auswählen,
die ihr Vertrauen haben.

Das heißt Demokratie ist keine Sache der Reichen,
sondern die der Nichtbetuchten.

Die Konsequenz daraus ist einfach:

Wir benötigen eine Direkte Demokratie, die von den Nichtbetuchten bestimmt wird, da sich andernfalls das entwickelt, was wir haben: eine von den Reichen bestimmte Lobbykratie, also eine oligarchisch organisierte Gesellschaft, für deren Entwicklung  es nur zwei Möglichkeiten gibt:

Entweder Degeneration des Menschengeschlechtes,
begleitet von Barbarei,
oder Revolution.


Wobei Revolution,
also im Sinne der
Übernahme der Macht durch das Volk (__die Nichtbetuchten__) selbst,
insofern nicht wahrscheinlich ist,
da es dazu einerseits an der notwendigen
Aufklärung der Masse der Menschen fehlt und
es andererseits durch die heutigen
digital-technischen Möglichkeiten
die dazu notwendige kollektive Organisierung
schon im Keim zu unterdrücken möglich ist.

Das mögen alle begrüßen,
die den Status quo für genau richtig halten,
auch all jene,
die weiterhin an den „politischen Reformismus“ glauben,
so, wie es die unbewußten Real-Satiriker
des „links-progressiven Spektrums“ des lobbykratischen Systems tun,
denn die behaupten zumindest,
daß diese Lobbykratie im demokratisierenden Sinne
zu reformieren sei.

Lobbykratie bedeutet aber tatsächlich
gesellschaftliche Organisierung im Sinne der Reichen:
und das geht sowohl auf nationalstaatlicher als auch,
bspw. auf EU-Ebene.
Nur demokratische Reformen,
die müssen dann Illusion bleiben.

Vgl. in diesem Zusammenhang die Aussagen von Etienne Chouard, die sich in einem knapp 18minütigen, deutsch untertitelten YouTube-Video finden:


Die Reichen aber, wie gerade festgestellt, und seit dem Ende des Kalten Krieges live mitzuerleben ist, benötigen den Staat nur dafür, daß er ihren Reichtum vor den Nichtbetuchten schützt.

Alles andere ist Augenwischerei.

Wie gesagt:
eine Revolution ist am besten zu vermeiden.

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11 _ Das Merkeleske findet sich erläutert in: Die tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters, Band III, siehe dazu insbesondere Teilband 2, dort die Seiten 797-800, beginnend mit: „Das Merkeleske an der deutschen Politik“.

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