Das Polit-Muster einer mit Demokratie-Optik ausgestatteten betriebswirtschaftlichen Gesellschaft

Nach welchem Muster wird in einer mit Demokratieoptik ausgestatteten bürgerlichen Gesellschaft, die folglich zu einer betriebswirtschaftlichen geworden ist, wo die Bürger also nicht mehr in einem Wohnort wohnen, sondern in einem Standort ansässig

und,

da mehr und mehr präkarisiert,

stets verfügbar sind,

Politik betrieben

— ob nun auf lokaler,
Landes-, Bundes- oder EU-Ebene?

Das Polit-Muster einer mit Demokratie-Optik ausgestatteten betriebswirtschaftlichen Gesellschaft:

Bringe zuerst das öffentliche Gemeinwesen in Schieflage,

laß etwas Zeit verstreichen,

lenke in der Zwischenzeit über die Medien_Konzerne die Masse der Menschen ab

(__die sowieso mehrheitlich damit beschäftigt ist,
ihren Lebensunterhalt zu sichern__),

damit der Zusammenhang für diese bewußt herbeigeführte Schieflage

(__nach dem Ende des Kalten Krieges
forciert betrieben
__)

allgemein nicht erkennbar ist, und fange dann an, der Masse der Menschen etwas von „Wirtschaftlichkeit“ zu erzählen, garniert mit der Behauptung, daß Verkäufe an „Investoren“, daß Rück- und/oder Anmieten von Gebäuden von „Investoren“ — oder daß Bebauen von an „Investoren“ vorher verkauften Grundstücken eine, nach „Wirtschaftlichkeitskriterien“ und unter „Berücksichtigung der schlechten Haushaltslage“ absolut richtige Entscheidung, bzw. Ausdruck von „verantwortungsvoller Politik“ sei.

Mit diesem „lobbykratischen Trick“ läßt sich jede Schwäbische Hausfrau locken, sich von denen, in gewohnter Manier, mißbrauchen

(__und zwar so,
daß sie nicht einmal den Hauch
einer Ahnung davon gewinnen kann,
nicht nur mißbraucht,
sondern zugleich verarscht zu werden__),

die vorher schon in irgendwelchen Kungelrunden, bspw. anläßlich einer Karnevals-veranstaltung, sowohl das vorherige Verschleudern von öffentlichem Eigentum an „Investoren“ als auch das nachträgliche „Wirtschaftlichkeitsprüfen“,

mit „richtungsweisendem Ergebnis“,

klargemacht hatten.

Das lohnt sich auch für jene,

die auf lokaler Ebene,
auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene,
als behauptete Vertreter ihrer Wähler,
dann „richtig“ abstimmen
— also im Sinne ihrer weiteren Karriere.

Und so greift ein Rädchen des
gesellschaftlichen Lenkungssystems ins andere
und funktioniert reibungslos …

So etwas nennt man dann selbstgesteuert …

Ist das nicht schön?


Gewiß, das erscheint etwas gespitzt ausgedrückt, entspricht aber tatsächlich dem, das für eine Lobbykratie typisch, für eine Demokratie hingegen atypisch ist. Einen Begriff davon, was dieses System auf _globaler_ Ebene bedeutet

(__und damit bis auf die
lokale Ebene durchschlägt!__),

und wie weit fortgeschritten es schon ist,
läßt sich über folgenden Beitrag erschließen:

« Der Brexit als Ausdruck ‘momenthafter’ Demokratie ».
© Joachim Endemann (__EndemannVerlag__)


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Immerhin habe ich mich darin mit jenen
Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt,
die an der Basis dessen wirken, das jetzt offen zutage tritt.
— Das heißt diese Auseinandersetzung erfolgte beizeiten
.