Befinden wir uns in einer Krise der Emanzipation?

Befinden wir uns in einer Krise der Emanzipation, fangen Frauen an, stolz darauf zu sein, daß eine „von ihnen“ mehr

eine politische Position

mehr „bekleiden“ kann,
die letztlich nicht anders dem Perpetuieren

(__so geschlechtsun_spezifischer wie__)

antidemokratischer Machtstrukturen dienlich ist?

Nein, da

gerade des_wegen 

nicht mehr von einer „Krise der Emanzipation“ gesprochen werden kann, sondern von einem emanzipatorischen Salto mortale zu sprechen ist,

dessen Konsequenzen

den Saltomortalisten wohl des_halb nicht auffallen,
da es sich bei diesen um so
profane wie selbst_verliebte
Egozentriker handelt,

von denen es zur Zeit des

„Roi, c’est moi“

wenigstens nur einen gab


— im lobbykratischen Zeitalter

der „gesellschaftliche Fort_Schritt
etwa genau darin bestände,
daß „praktizierte Politik“

Aus_Druck

egozentrischen Getümmels

wäre? —,


deren Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung
durch ihre karrieristischen Scheuklappen derartig
verstellt ist, daß diese

(__für diese unmerklich__)

zu der Fehleinschätzung geleitet werden,
ihr karrieremäßiges Fortkommen sei Ausdruck von
„richtiger“ gesellschaftlicher Entwicklung …


Dabei hatte es einst in der Tat,

es muß spätestens so um das
Jahr 1820 herum gewesen sein,

eine unter republikanisch gesonnenen
Zeitgenossen Europas deutlich
wahrgenommene

„emanzipatorische Krise“

gegeben, die ihren Ausdruck,

u.a.,

im so paranoisch bedingten
wie folgenreichen,

sich immer mehr „verfeinernden“
verschwörungs_thetischen Treiben
konterrevolutionärer Kräfte fand,

die gerade erst wieder eine durch die soge-
nannten „Befreiungskriege“ macht_politisch
sichere Position einnehmen konnten

— wobei diese Kriege
besser mit dem Begriff

„Restaurationskriege“

bezeichnet sind,
da es durch diese zur
(__„ideellen“__) Re_Etablierung
des Ancien Régimes in Europa kam,

das bis heute

nie mehr dauerhaft
beseitigt wurde:

wenn es auch
seitdem nur noch ein

(__für einen „Moment“
unterbrochen gewesenes__)

„durch die Zeit Hangeln“ ist,

welches die
heutigen Apologeten
dieses als
EU bezeichneten
„alten Regimes“ als

„strukturreformerische
Flexibilisierung“

bezeichnen,

welches,

also dieses „Hangeln“,

diese Apologeten
fürs 21. Jahrhundert
angemessen halten,

_o b wo h l_

es bei

scheuklappenfreier
Betrachtung

nichts
anderes als eine

Re_Feudalisierung
Europas ist.

Wundern kann es deshalb nicht, bringen diese modernen (__geschlechtsunspezifischen__) Vertreter des Ancien Régimes ihre

(__alles unverarbeitet Alte
verlogen zudeckende
__)

„neue ‘Identität’“ symbolisch dadurch zum Ausdruck, daß diese sich in die „blaue Fahne“ dieser orwellianischen Entität hüllen:

zur unauffälligen Bedeckung dessen,
das ich EU-Nationalismus nenne.

Folglich

hat sich bis auf weiteres das dem Menschengeschlecht wesentlich seiende Emanzipatorische durch jene Saltomortalisten wieder hinter dem Horizont eingehüllt,

wo es einst

vielleicht

von jenen dadurch wiederentdeckt wird,
daß diese nicht von Emanzipation schwätzen,

da nicht
selbstverliebt egozentrisch,

sondern diese bspw. einfach
dadurch praktizieren, daß sie,

da kollektiv
politisch volljährig,

wie selbstverständlich,

die Wirtschaft demokratisieren.

© Joachim Endemann (__EndemannVerlag___)


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Immerhin habe ich mich darin mit jenen
Tendenzen und Strömungen auseinandergesetzt,
die an der Basis dessen wirken, das jetzt offen zutage tritt.
— Das heißt diese Auseinandersetzung erfolgte beizeiten
.